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[Ikhaya] Ubuntu-Entwickler warnt erneut vor Ultamatix

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Turicon Team-Icon

Avatar von Turicon

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21. März 2007

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Ultamatix gerät wie sein Vorgänger Automatix unter Kritik. Ubuntu-Entwickler Matthew Garret warnt erneut vor dem Einsatz dieser Software.

Bei älteren Ubuntuversionen war die Installation diverser Software etwas umständlich oder nur über die Konsole möglich. Das erschwerte es vor allem Einsteigern, die Software korrekt zu installieren. Abhilfe versprach das Programm Automatix, welches eine Reihe von Programmen mit wenigen Mausklicks über eine grafische Oberfläche installierte. Leider war das Programm stark fehlerbehaftet, was nicht selten zu einem unbrauchbaren System führte; eine Neuinstallation war dann der einzige Ausweg. Im August 2007 veröffentlichte Matthew Garret eine Analyse des Quellcodes und warnte öffentlich vor dem Einsatz von Automatix.

Die Entwicklung von Automatix wurde wenige Monate später eingestellt, Softpedia 🇬🇧 stellte dann im Juli 2008 den Nachfolger Ultamatix vor, stieß damit aber gleich auf Skepsis in der Community, und das zu Recht. Denn Matthew Garret nahm sich erneut den Quellcode vor. Dieses Mal hat er, wie er am Anfang schreibt, keine konstruktive Kritik zur Verfügung, da das Programm seiner Meinung nach einfach nur schlecht ist und von niemanden benutzt werden sollte. Er beschränkt sich daher in seinem Blogeintrag 🇬🇧 auf reine Kritik und lässt dementsprechend kein gutes Haar an Ultamatix. Die Software wiederholt zum einen die alten Fehler von Automatix und benutzt zum Beispiel exzessiv

sudo apt-get autoremove --assume-yes --force-yes

und

sudo apt-get --assume-yes --force-yes remove --purge

Im schlimmsten Fall werden dadurch einige Pakete entfernt, die mit Ultamatix nichts zu tun haben. Daneben gibt es noch Schreibfehler (in Befehlen, die also zu einem echten Softwarefehler führen), Unwissen über die Installation von Deb-Paketen, falsche Backups von Systemdateien, und vieles mehr […]

Auch offizielle Ubuntu-Communitys, z.B. Ubuntu Niederlande 🇬🇧 warnen vor dem Einsatz und geben bei Problemen mit Ultamatix keinen Support im Forum (außer der Empfehlung, es mit einer Neuinstallation zu versuchen).

Wir empfehlen Einsteigern, bei Installationsproblemen das Wiki zu konsultieren oder im Forum nachzufragen. Eine ganze Reihe von den genannten Programmen hat mittlerweile den Weg in die Paketverwaltung gefunden oder sind mittlerweile als Deb-Pakete erhältlich. Auch die Installation über die Konsole ist kein Hexenwerk und es wird Euch gern geholfen, wenn Ihr nicht weiter wisst. Das ist den versierten Usern und Supportern allemal lieber als ein Hilferuf nach vollendeten Tatsachen.

Quelle: Dee’s Blog

Ikhaya-Beitrag: Ubuntu-Entwickler warnt erneut vor Ultamatix

Geier Team-Icon

Avatar von Geier

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Das mit dem

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sudo echo "..." >> /etc/apt/sources.list

ist ja wohl selten dämlich. Das fällt ja sogar mir auf, dass das nicht gehen kann. Schön wäre es gewesen, wenn sie

1
sudo echo "..." > /etc/apt/sources.list

draus gemacht hätten, weil >> ja nicht funktioniert 😉

ifish

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sudo echo "..." >> /etc/apt/sources.list

..mal eine blöde Frage: Warum soll das nicht funktionieren?

PS: Ich habe hier auf der Arbeit nur einen alten IE6, von daher funktioniert der "Code" Button oben nicht 😉

detructor15

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16. Januar 2007

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hmmm...der einzige unterschied ist doch, dass der erste Befehl nur sachen anhängt und der 2. Befehl den bisherigen Inhalt überschreibt...ich weiß zwar gerad nicht in welchem kontext das steht, aber so vom Gefühl her würd ich sagen das der 1. Befehl schon richtig ist...

@ifish drei geschweifte klammern auf, deinen code und dann drei geschweifte klammern wieder zu 😉

Zu den genannten Code beispielen am Ikhaya Beitrag: autsch!

comm_a_nder

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Es kann schon mal nicht gehen, weil das sudo nur für das echo und nicht für die Redircetion >> gilt. Insofern liegt natürlich auch Geier arg daneben.

Großer

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Mal von den angeblichen Fehlern abgesehen, macht deren Homepage auch den Eindruck als ob die Entwicklung auch hier eingestellt ist.

mw88

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Damals als ich Automatix mit Ubuntu 7.04 ausprobiert habe, hatte ich keine Probleme damit, so wie es allerdings aussieht, bin ich da eine der wenigen Ausnahmen.

Blos gut das ich mir das relativ schnell wieder deinstalliert habe nachdem ich die communityreaktionen gelesen habe!

Und bei dem heutigen Stand von Ubuntu sehe ich ehrlich gesagt keinen Grund mehr auf so ein Programm zurückzugreifen, zur installation von unfreien Programmen ist doch alles recht gut im Wiki beschrieben was Ultimatix da mit sich bringt.

Geier Team-Icon

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12. Juli 2007

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comm_a_nder schrieb:

Insofern liegt natürlich auch Geier arg daneben.

Wo lieg ich denn bitte schön daneben?

detructor15

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16. Januar 2007

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@comm_a_nder wie würdest du den befehl denn absetzen? (nur interessehalber)

ifish

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19. November 2004

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Doch doch... Geier hat schon recht,

sudo echo "www.bla-blubb.de" >> /etc/apt/sources.list

kann nicht funktionieren, da das sudo nur den echo Befehl beeinflusst aber keine Schreibrechte auf die sources.list bewirkt.

Wie auch immer.. wieder etwas gelernt 😉

Danke,

Schöne Grüße

Wolfgang

comm_a_nder

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5. Februar 2006

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Geier schrieb:

Wo lieg ich denn bitte schön daneben?

Weil Dein Vorschlag

sudo echo "..." > /etc/apt/sources.list

ebenfalls nicht funktionieren kann. Aus den selben Gründen wie bei >>. Das sudo gilt halt NUR für das echo und nicht für die darauf folgende Redirection, welche auch immer.

detructor15 schrieb:

... wie würdest du den befehl denn absetzen? (nur interessehalber)

Ich würde, wenn ich schon sudo nutzen müsste (wird das Skript aber nicht sowieso schon mit rootrechten aufgerufen?) es so machen:

sudo su -c 'echo "..." >> /etc/apt/sources.list'

Allerdings gibt es für genau solche Anwendungsfälle - Erweiterungen der sources.list per Skript - das Verzeichniss /etc/apt/sources.list.d, wo man für jedes zusätzliche Repository eigene Files anlegen kann. Ohne in der originalen sources.list rumzupfuschen.

detructor15

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16. Januar 2007

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Ich würde, wenn ich schon sudo nutzen müsste (wird das Skript aber nicht sowieso schon mit rootrechten aufgerufen?) es so machen:

hmm...also richtig root rechte holen, stimmt geht ja auch...

Allerdings gibt es für genau solche Anwendungsfälle - Erweiterungen der sources.list per Skript - das Verzeichniss /etc/apt/sources.list.d, wo man für jedes zusätzliche Repository eigene Files anlegen kann. Ohne in der originalen sources.list rumzupfuschen.

ah? danke, wusst ich bisher nicht ☺

Geier Team-Icon

Avatar von Geier

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12. Juli 2007

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comm_a_nder schrieb:

Geier schrieb:

Wo lieg ich denn bitte schön daneben?

Weil Dein Vorschlag

sudo echo "..." > /etc/apt/sources.list

ebenfalls nicht funktionieren kann. Aus den selben Gründen wie bei >>. Das sudo gilt halt NUR für das echo und nicht für die darauf folgende Redirection, welche auch immer.

Deswegen steht ja das "😉" dahinter. Mir ist schon klar dass das nicht funktioniert, das war Sarkasmus. Überleg mal was passieren würde, wenn es funktionierte: Die ganze Datei sources.list würde überschrieben werden, nur die eine Zeile würde übrig bleiben.

Wie dem auch sei; Finger weg davon. Ich sehe auch gar keinen Sinn in einem solchen Programm, mitlerweile ist es doch echt einfach geworden, Software zu installieren.

Tempelhüter

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22. Juli 2006

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detructor15 schrieb:

hmm...also richtig root rechte holen, stimmt geht ja auch...

edit: Was meinst du mit "richtig" Root Rechte holen?

detructor15

Anmeldungsdatum:
16. Januar 2007

Beiträge: 5733

geb mal

sudo su

in eine konsole ein 😉

damit erlangst du nicht nur temporär root Rechte, sondern bist quasi root (ich weiß, dass stimmt (wahrscheinlich) nicht wirklich aber man verfügt zumindest über root rechte und hat ein hübsches root@xyz da stehen)

Zu deinen normalen Rechten kommst du wieder mit "exit"

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