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Linux Sinn oder Unsinn? Gedanken eines genervten Anwenders..

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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terminator_691

Anmeldungsdatum:
1. Juni 2009

Beiträge: 11

Also ich bin sehr früh angefangen mit Suse und seit langer Zeit Ubuntu Anwender. Die Betonung liegt auf Anwender, also ich installiere mit einer Installationsroutine und verwende dann die Programme. Ich programmiere keine Linuxanwendungen.

Das heißt, wenn ich alle paar Jahre mit den "Innereien" von Linux in Kontakt komme, muss ich alles mühselig nachlesen. Intuitiv, diesen Bergriff gibt es in der Linuxwelt nicht. Wenn ein Befehl irgendeinen Bezug zu seiner sinngemäßen Verwendung hat, ist es schon Zufall. Nicht selten sind es wirre Buchstabenkürzel und Befehle die an Länge incl. Leer- u. Sonderzeichen nicht mal eben nachgelesen und eingegeben werden können, nein man muss dazu die Fenster übereinander legen und Zeichen für Zeichen übertragen, um das gewünschte Ergebnis nicht durch Tippfehler zu gefährden. Mir scheint Leute die intensiv mit Linux arbeiten, sind alles Freaks ihres Faches die beim Essen die Gabel falsch herum halten? 😉

Ich bin ja selber nicht ganz blöde, halte u.A. CNC- Maschinen am Leben, setze da auch mal ein zerschossenes Windows instand wo Siemens schon aufgegeben hat, programmiere Steuerungen, schreibe Programme für Mikrocontroller in Assembler etc.. Also ich weiß schon wie ein Rechner funktioniert. Aber wenn ich dann wie blöde mehrere Tage, zudem erfolglos versuche Ubuntu auf eine Festplatte zu bringen um es dann auf einem System zu installieren, das auf kein anderes Medium Zugriff hat, dann ist die Schmerzgrenze erreicht. Alles kann man nun wirklich nicht beherrschen und sich im Detail damit beschäftigen, es fehlt einfach die Zeit dazu. Daher dieser Kommentar..

Ich bin genervt, weil ich es nicht verstehen kann, wieso ich so manch wichtiges Programm z.B. GRUB nicht einfach aufrufen kann und es nicht zumindest etwas menuegeführt anwenden kann? Warum werde ich mit Details belästigt? Ich will das Programm nicht verstehen und 10 verschiedene Befehle auf der Konsole eingeben, ich will es benutzen. Wenn ich die Funktionen erst verstehen muss, dann kann ich es auch selber schreiben. (Jedenfalls fehlt dann nicht mehr viel dazu..) Wenn ich dann ein Programm installieren möchte, was mir das Image auf einen Stick oder vielleicht auch HDD bringt, stehe ich vor dem nächsten Problem, wenn der Paketmanager dies nicht kennt. Kopieren geht ja nicht so einfach.

Sind die Entwickler zu lange kommerziellen Betriebssystemen ausgesetzt gewesen?

Wenn ich meinen Kunden eine Anwendung an seiner Maschine mit so einer Philosophie andrehen würde, ich hätte keine Kunden mehr! Die Maschine würde mehr stehen als das sie läuft. Die Anwendung muss ohne Einweisung sich selber intuitiv erklären, Funktionen müssen eindeutig sein um Arbeitsunfälle zu vermeiden, Fehler müssen im Klartext angezeigt werden. Zur eigenen Information schreibt man im Fehlerfall die Daten mit, um die Auswertung des Fehlers zu erleichtern. Denn oberstes Ziel ist es, das mit der Software gearbeitet werden kann, Ausfallzeiten minimiert und Geld verdient werden kann. Es muss funktionieren!

Was für mich selbstverständlich ist, ist für Betriebssysteme längst Geschichte. Mal eben etwas installieren oder verändern birgt ein Risiko, das gar nichts mehr geht. Also ohne Datensicherung schon mal gar nicht möglich. Allein der Einbau einer anderen Grafikkarte kann dann mal eben 2Tage in Anspruch nehmen.

Meiner Meinung nach ist Linux außer in der Philosophie der freien Verfügbarkeit und Multiuserfähigkeit anderen kommerziellen Betriebssystemen in nichts überlegen. Ganz gehässig gesagt, selbst Windows läuft stabil, wenn ich nur den Standart anwende und nicht viel erwarte.

Wo ist das Betriebssystem, was bedienerfreundlich sich selber erklärt? Das wäre doch so simpel.. Warum nicht die Befehle endlich kurz beim Namen nennen, der zu ihrer Funktion passt? Man könnte sogar für eine Falscheingabe (Tippfehler) gleich die naheliegensten Befehle auflisten.

Warum muss ein Programm installiert werden? Völlig überflüssig! Ein Programm sollte sein eigenes Verzeichnis haben und automatisch vom Betriebssystem intrigiert werden. Einige Content Management Systeme machen es vor! Das Löschen und aktualisieren wäre jedem möglich der den Ordner finden könnte in dem das Programm abgelegt ist. Beim Programmstart sollte ein Programm immer seine Umgebung überprüfen, und etwaige nicht vorhandene, aber benötigte fremde Software oder Hardware melden. Nichts ist lästiger als wenn sich wiedermal gar nichts tut.

Ich weiß es ist lästig zu programmieren, aber auch ein Programm ohne grafische Oberfläche, kann einen minimalen Komfort bieten, indem es eine Einfache textbasierte Benutzerschnittstelle bietet.

Und mit relativ wenig Aufwand wäre ein System geschaffen, was einer viel breiteren Masse effektiv einsetzbar zur Verfügung stehen würde.

Mir ist klar wer hier entwickelt, wenn es funktioniert ist die Freude groß und das Ganze ganz schnell ins Netz gestellt..

Also nur so ein paar Gedanken... und Anregungen.

Gruß Michael

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: 7478

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Wenn Deine Kunden ein Problem mit ihrer CNC-Maschine haben, das sie nicht anhand der Fehlermeldung diagnostizieren und beheben können, rufen sie Dich und bezahlen Dir Geld dafür, dass Du Dich darum kümmerst, weil Du eben der "Admin" bzw. Experte bist. Sie könnten sich auch selbst eingehender mit der Materie befassen und lernen, es selbst zu machen. Wenn Du keine Lust hast, Dich mit den Innereien Deines PC-Betriebssystems zu befassen (was völlig legitim ist), solltest Du es genau so halten und jemanden dafür bezahlen, seine Expertise anzuwenden. Wo ist das Problem, wo ist der Widerspruch?

mreczio

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Anmeldungsdatum:
1. Mai 2006

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Zeige uns doch mal ein BS welches deine beschriebenen Anforderungen entspricht!
Was versteht du unter Intuitive Bedienung?
Es gibt kein BS welches sich einfach bedienen lässt wenn man mehr als den Standard möchte.

Chrissss Team-Icon

Anmeldungsdatum:
31. August 2005

Beiträge: 37971

terminator 691 schrieb:

Ich bin genervt, weil ich es nicht verstehen kann, wieso ich so manch wichtiges Programm z.B. GRUB nicht einfach aufrufen kann und es nicht zumindest etwas menuegeführt anwenden kann? Warum werde ich mit Details belästigt?

Immerhin hat Linux einen Bootmanager, der andere Betriebsysteme während der Installation erkennt und sie einbindet. Windows kennt nur sich und macht andere Bootmanager auch bei Windows7 noch kalt. Was soll dazu an Grub "schwer" sein. Im "Normalfall A" - Nur ein Linux auf der Platte - hat man rein gar nichts mit Grub zu tun. Im "Normalfall B" erkennt das System bei der Installation ein vorhandenes System und bindet es ein. Wieder muss man sich mit Grub nicht rumschlagen.

... Fehler müssen im Klartext angezeigt werden.

Jo, diese oder diese sagen ja viel mehr aus... Meistens kann man mit Fehlermeldungen in Linux wirklich was anfangen.

Zur eigenen Information schreibt man im Fehlerfall die Daten mit, um die Auswertung des Fehlers zu erleichtern.

Die Ereignisanzeige von Windows ist ja auch sehr ausführlich...

Mal eben etwas installieren oder verändern birgt ein Risiko, das gar nichts mehr geht.

Ist das bei Windows anders?

Also ohne Datensicherung schon mal gar nicht möglich.

Sowieso ein Muss...

Ganz gehässig gesagt, selbst Windows läuft stabil, wenn ich nur den Standart anwende und nicht viel erwarte.

Das erfüllt so ziemlich jedes OS.

Warum muss ein Programm installiert werden? Völlig überflüssig! Ein Programm sollte sein eigenes Verzeichnis haben und automatisch vom Betriebssystem intrigiert werden.

Weil Bibliotheken mehrfach genutzt werden. So werden Ressourcen eingespart und das System ist einfacher zu warten, denn so muss eine Bibliothek nur einmal aktualisiert werden und nicht für jede Anwendung extra.

primus_pilus Team-Icon

Ehemalige
Avatar von primus_pilus

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8. Oktober 2007

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terminator 691 schrieb:

Warum werde ich mit Details belästigt? Ich will das Programm nicht verstehen und 10 verschiedene Befehle auf der Konsole eingeben, ich will es benutzen. Wenn ich die Funktionen erst verstehen muss, dann kann ich es auch selber schreiben. (Jedenfalls fehlt dann nicht mehr viel dazu..)

Was du suchst ist ein Mac. Die sollen auch schön bunt sein.

Wenn ich meinen Kunden eine Anwendung an seiner Maschine mit so einer Philosophie andrehen würde, ich hätte keine Kunden mehr! Die Maschine würde mehr stehen als das sie läuft.

Du stellst dem Kunden aber auch nicht eine verpackte Maschine auf dem Hof und sagst viel Spaß damit. Du installierst sie vor Ort und weist das Personal ein vermute ich mal. Diese Dienstleistung verkaufen dir auch die großen Distributoren gerne.

Meiner Meinung nach ist Linux außer in der Philosophie der freien Verfügbarkeit und Multiuserfähigkeit anderen kommerziellen Betriebssystemen in nichts überlegen.

Richtig, deshalb wird auch im Forschungsbereich, auf Servern und überall wo das BS performant und stabil sein muss Windows und MacOS eingesetzt...

Grüße
Thomas

mcdaniels

Anmeldungsdatum:
15. September 2006

Beiträge: 119

Wohnort: Steiermark

Hallo!

nein man muss dazu die Fenster übereinander legen und Zeichen für Zeichen übertragen, um das gewünschte Ergebnis nicht durch Tippfehler zu gefährden

Es gibt aber auch bei allen Linuxdistributionen die Möglichkeit des Copy und Paste 😉

Im übrigen muss ich meinen Vorrednern recht geben... Was ist intuitiv?

LG

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: 7478

mcdaniels schrieb:

Was ist intuitiv?

Mit dieser Frage befasst sich ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die dazu bereits einige interessante Publikationen vorweisen können.

suseuser

Avatar von suseuser

Anmeldungsdatum:
1. Juni 2009

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terminator 691 schrieb:

Intuitiv, diesen Bergriff gibt es in der Linuxwelt nicht.

??? Ich persönlich halte Linux (allen voran Ubuntu, aber auch SuSE, Fedora etc.) für mindestens genauso intuitiv wie Windows!

Wenn ein Befehl irgendeinen Bezug zu seiner sinngemäßen Verwendung hat, ist es schon Zufall. Nicht selten sind es wirre Buchstabenkürzel und Befehle die an Länge incl. Leer- u. Sonderzeichen nicht mal eben nachgelesen und eingegeben werden können, nein man muss dazu die Fenster übereinander legen und Zeichen für Zeichen übertragen, um das gewünschte Ergebnis nicht durch Tippfehler zu gefährden.

Nö, nicht wenn Du weißt, was Du gerade anstellst. z. B. ifup (if für Interface) finde ich schon aussagekräftig. Manchmal muss man halt schon mal eine manpage lesen. (oder copy & paste...)

Mir scheint Leute die intensiv mit Linux arbeiten, sind alles Freaks ihres Faches die beim Essen die Gabel falsch herum halten? 😉

Ich nicht.

Aber wenn ich dann wie blöde mehrere Tage, zudem erfolglos versuche Ubuntu auf eine Festplatte zu bringen um es dann auf einem System zu installieren, das auf kein anderes Medium Zugriff hat, dann ist die Schmerzgrenze erreicht.

So lange habe ich für eine Ubuntu-Installation genau einmal gebraucht, als Wubi nicht an der Firewall von windows vorbeigekommen ist. Im Normalfall ist eine Ubuntuinstallation eine Sache von max. anderthalb Stunden.

Alles kann man nun wirklich nicht beherrschen und sich im Detail damit beschäftigen, es fehlt einfach die Zeit dazu.

Muss man ja auch nicht.

Ich bin genervt, weil ich es nicht verstehen kann, wieso ich so manch wichtiges Programm z.B. GRUB nicht einfach aufrufen kann und es nicht zumindest etwas menuegeführt anwenden kann?

Wenn Du keine Lust hast, dich mit der GRUB-manpage auseinanderzusetzen, solltest Du auch nichts an der GRUB-Konfiguration ändern...

Unter SuSE kann der Bootloader ja im YaST konfiguriert werden. Gibt es nicht für Ubuntu auch so ein Tool? Meine, da mal was im Wik gelesen zu haben...

Warum werde ich mit Details belästigt? Ich will das Programm nicht verstehen und 10 verschiedene Befehle auf der Konsole eingeben, ich will es benutzen.

Kannst Du ja auch, wie Chrissss schon schrieb, wird der Grub im Normalfall ja von selbst ordentlich konfiguriert.

Wenn ich die Funktionen erst verstehen muss, dann kann ich es auch selber schreiben. (Jedenfalls fehlt dann nicht mehr viel dazu..) Wenn ich dann ein Programm installieren möchte, was mir das Image auf einen Stick oder vielleicht auch HDD bringt, stehe ich vor dem nächsten Problem, wenn der Paketmanager dies nicht kennt.

Meistens kennt er es ja. Aber Du sprichst da schon einen wunden Punkt an: die Paketverwaltung ist z. T. echt etwas merkwürdig, einheitliche Pakete für alle Linuxe wären echt schön.

Wenn ich meinen Kunden eine Anwendung an seiner Maschine mit so einer Philosophie andrehen würde, ich hätte keine Kunden mehr! Die Maschine würde mehr stehen als das sie läuft.

Mein Linux läuft...

Denn oberstes Ziel ist es, das mit der Software gearbeitet werden kann, Ausfallzeiten minimiert und Geld verdient werden kann. Es muss funktionieren!

s. o.

Was für mich selbstverständlich ist, ist für Betriebssysteme längst Geschichte. Mal eben etwas installieren oder verändern birgt ein Risiko, das gar nichts mehr geht.

Mit der Paketverwaltung normalerweise nicht...

Also ohne Datensicherung schon mal gar nicht möglich. Allein der Einbau einer anderen Grafikkarte kann dann mal eben 2Tage in Anspruch nehmen.

Was für eine Grafikkarte benutzt Du? Also das ist unter Windows doch wirklich komplizierter als unter Linux, wo die GraKa sofort erkannt wird und die proprietären Treiber sich mit zwei Mausklicks nachistallieren lassen

Meiner Meinung nach ist Linux außer in der Philosophie der freien Verfügbarkeit und Multiuserfähigkeit anderen kommerziellen Betriebssystemen in nichts überlegen.

Paketverwaltung, Bash (gut, Win hat Powershell), ZWEI große Desktopumgebungen, die Win imho locker überbieten, Hardwareerkennung ootb...

Ganz gehässig gesagt, selbst Windows läuft stabil, wenn ich nur den Standart anwende und nicht viel erwarte.

Wo ist das Betriebssystem, was bedienerfreundlich sich selber erklärt? Das wäre doch so simpel.. Warum nicht die Befehle endlich kurz beim Namen nennen, der zu ihrer Funktion passt? Man könnte sogar für eine Falscheingabe (Tippfehler) gleich die naheliegensten Befehle auflisten.

Irgendeine Shell kann das (zsh?)

Warum muss ein Programm installiert werden? Völlig überflüssig! Ein Programm sollte sein eigenes Verzeichnis haben und automatisch vom Betriebssystem intrigiert werden. Einige Content Management Systeme machen es vor!

Ein OS mit einem CMS zu vergleichen, halte ich für sinnlos. Ja, ich finde theme-Installationen bei Wordpress auch ganz toll. Aber wie schon erwähnt: dynamisches Linken... Außerdem hast Du dann auch kein automatisches Update, von Distro-Upgrade (wo sich afaik ja auch die meisten Programmpakete ändern) ganz zu schweigen!

Das Löschen und aktualisieren wäre jedem möglich der den Ordner finden könnte in dem das Programm abgelegt ist.

Ist das bei Mac nicht so? Wenn Du unter Linux die Paketverwaltung benutzt, funktionieren Deinstallationen aber genauso einfach - zumindest auf dem Papier, in der Realität ist apt-get autoremove z. T etwas merkwürdig.

Beim Programmstart sollte ein Programm immer seine Umgebung überprüfen, und etwaige nicht vorhandene, aber benötigte fremde Software oder Hardware melden. Nichts ist lästiger als wenn sich wiedermal gar nichts tut.

Zustimmung.

Ich weiß es ist lästig zu programmieren, aber auch ein Programm ohne grafische Oberfläche, kann einen minimalen Komfort bieten, indem es eine Einfache

textbasierte Benutzerschnittstelle bietet.

Na gut, aber versuch mal, das dann in ein Bash-Script zu integrieren! Ich behaupte außerdem, dass eine Curses-Oberfläche (wie beim MOC, der hier ja gerade diskutiert wird) nicht einfacher als ein echtes GUI zu entwickeln ist. Praktisch wäre es z. T. trotzdem.

Und mit relativ wenig Aufwand wäre ein System geschaffen, was einer viel breiteren Masse effektiv einsetzbar zur Verfügung stehen würde.

Einiges von dem, was Du erwähnst, lässt sich mit "relativ wenig Aufwand" nicht implementieren.

Übrigens, wenn Du Linux einfach nur normal anwenden willst, kommst Du normalerweise auch ohne die Bash weiter.

Mich frustet Linux gelegentlich auch (WLAN...), aber deine Kritik finde ich stellenweise schon etwas überzogen.

Ciao,

Stephan

mreczio

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1. Mai 2006

Beiträge: 1820

Wohnort: Essen

Mal ein paar Befehle um es den Anwender einfach zu machen.
alt: ls # Zeigt Verzeichnisse und deren Inhalt an.
neu: VerzeichnisInhaltAnzeigen alt: copy Quelle Ziel # Kopiert Daten von A nach B
neu: kopiere Quelle nach Ziel
alt: mkdir Verzeichnisname #Anlegen von Verzeichnissen
neu: LegeVerzeichnisAn Verzeichnisname
alt: shutdown # Rechner ausschalten neu: RechnerAus
alt: cat Datei|grep Suchtext>Datei.neu # Finde Suchtext in Datei und schreibe diese Zeilen in die Datei.neu
neu: SucheTextInDateiundSchreibeDieseZeilenInDieDateiX Suchtext Datei.neu

terminator_691

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
1. Juni 2009

Beiträge: 11

prometheus0815 schrieb:

Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Wenn Deine Kunden ein Problem mit ihrer CNC-Maschine haben, das sie nicht anhand der Fehlermeldung diagnostizieren und beheben können, rufen sie Dich und bezahlen Dir Geld dafür, dass Du Dich darum kümmerst, weil Du eben der "Admin" bzw. Experte bist. Sie könnten sich auch selbst eingehender mit der Materie befassen und lernen, es selbst zu machen. Wenn Du keine Lust hast, Dich mit den Innereien Deines PC-Betriebssystems zu befassen (was völlig legitim ist), solltest Du es genau so halten und jemanden dafür bezahlen, seine Expertise anzuwenden. Wo ist das Problem, wo ist der Widerspruch?

Den Widerspruch hast du gerade unbemerkt selber wiedergegeben. Jeder kann nicht alles können "müssen", so weit schon richtig. Allerdings ist Dein Ansatz nicht ganz richtig. Richtig ist, ich will nicht wissen, welche Befehle die von mir angewendete Software ausführt, ich erwarte ein Ergebnis. Z.B. eine bootfähige Festplatte mit den Installationsdateien drauf. Unter Win keine 2 min. Sache. In etwa erwarte ich mit meinen bescheidenen Vorkenntnissen, das Gleiche mit Ubuntu realisieren zu können. Ohne vorherigen Lehrgang über Unix und co. Sollte ich dafür einen Experten bezahlen müssen, ist es fragwürdig in dieses OS überhaupt zu investieren. Natürlich wäre es legitim ein derart "unbrauchbares" OS auf den Markt zu bringen, um seine Dienstleistung an den Mann und die Frau zu bringen. Aber darum geht es bei Linux, insbesondere Ubuntu doch eben nicht?

Wenn ich eine grafische Oberfläche programmiert haben möchte, die eben diesen Vorgang visualisiert, dann wäre jemand angebracht, der sich mit der Materie besser auskennt als ich. In so weit stimmt Deine Aussage. Wenn ich allerdings schon bei solch, aus meiner Sicht primitiven "alltäglichen" Anforderungen auf derartige Probleme treffe läuft doch was falsch?

Wie ich schon schrieb, wenn meine Anwendungen im Maschinenbau ebenso undurchsichtig laufen würden, stünden Produktionsausfälle und bestenfalls die Gesundheit der Maschinenführer auf dem Spiel. Der Kunde hätte die Wahl, sich mit der Technik intensiver auseinander zu setzen, oder würde sich ganz schnell wo anders umsehen. Einfach weil das intensiver auseinandersetzen mit der Technik letztlich mehr Kosten verursacht.

Ergo bleibt mir nun die Wahl, mich eingehender mit Ubuntu zu beschäftigen oder mich einfach wo anders umzusehen.

Was ich insgesamt damit zum Ausdruck bringen möchte, ein benutzerfreundliches System hat auf Dauer mehr Erfolg.

Gruß Michael

Chrissss Team-Icon

Anmeldungsdatum:
31. August 2005

Beiträge: 37971

terminator 691 schrieb:

Wie ich schon schrieb, wenn meine Anwendungen im Maschinenbau ebenso undurchsichtig laufen würden, stünden Produktionsausfälle und bestenfalls die Gesundheit der Maschinenführer auf dem Spiel.

Du kannst doch nicht Maschinen mit Computern vergleichen. Eine CNC-Fräse ist eine CNC-Fräse und nicht auch noch eine Kaffeemaschine. Auch wenn du noch so sehr am System der CNC-Fräse schraubst, wird aus ihr noch lange keine Kaffeemaschine.

Bringen wir den Vergleich mal auf eine andere Ebene. Handies sind letztendlich auch Computer. Sie sind relativ einfach zu bedienen, verzichten dabei jedoch auf Flexibilität und Funktionsumfang. Natürlich könnte man einen Computer wunderbar einfach machen

  • Man verkauft nur Foo-lizenzierte Hardware

  • Man beschränkt sich auf eine Hand voll Anwendungen

Und voila wir haben einen Apple. Funktioniert gut und ist einfach zu bedienen. Du erkaufst dir das mit hohen Preisaufschlägen beim Hardwarekauf und bist in der Wahl der Software komplett auf eine Reihe weniger - meist überteuerte Produkte - beschränkt.

prometheus0815

Anmeldungsdatum:
12. Juni 2006

Beiträge: 7478

terminator 691 schrieb:

Richtig ist, ich will nicht wissen, welche Befehle die von mir angewendete Software ausführt, ich erwarte ein Ergebnis. Z.B. eine bootfähige Festplatte mit den Installationsdateien drauf. Unter Win keine 2 min. Sache. In etwa erwarte ich mit meinen bescheidenen Vorkenntnissen, das Gleiche mit Ubuntu realisieren zu können. Ohne vorherigen Lehrgang über Unix und co.

CD booten, "Install" klicken, ein paar Minuten warten ... wo ist der Unterschied zu Windows, wo ist Dein Problem?

Wenn ich allerdings schon bei solch, aus meiner Sicht primitiven "alltäglichen" Anforderungen auf derartige Probleme treffe läuft doch was falsch?

Das Problem dürfte eher auf OSI-Layer 8 zu suchen sein. 😉

Ergo bleibt mir nun die Wahl, mich eingehender mit Ubuntu zu beschäftigen oder mich einfach wo anders umzusehen.

Nein, Du kannst einfach für Aufgaben, die über Deine eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten hinausgehen, einen Experten engagieren, so wie Deine Kunden auch.

Was ich insgesamt damit zum Ausdruck bringen möchte, ein benutzerfreundliches System hat auf Dauer mehr Erfolg.

Würdest Du geruhen zu erklären, wie benutzerfreundlich definiert ist? Reicht Dir ein grinsender Smiley als Hintergrundbild? Oder immer fein "bitte" und "danke" in den Dialogen? Anders gesagt: Der Begriff "benutzerfreundlich" ist totaler Müll. Was Du meinst, ist Aufgabenangemessenheit und vielleicht noch Ergonomie. Administrative Notwendigkeiten fallen da aber genau genommen eh durch's Raster.

Rochambeau

Anmeldungsdatum:
26. Juli 2007

Beiträge: 151

terminator 691 schrieb:

Also ich bin sehr früh angefangen mit Suse und seit langer Zeit Ubuntu Anwender. Die Betonung liegt auf Anwender, also ich installiere mit einer Installationsroutine und verwende dann die Programme. Ich programmiere keine Linuxanwendungen.

Das heißt, wenn ich alle paar Jahre mit den "Innereien" von Linux in Kontakt komme, muss ich alles mühselig nachlesen.

Inwiefern kommst du als Anwender mit den Innereien von Linux in Kontakt?

Intuitiv, diesen Bergriff gibt es in der Linuxwelt nicht.

Sehe ich anders. Besonders Leute, die vorher kein Windows benutzt haben, also nicht darauf geeicht sind, tun sich z.B. mit der Bedienung von Gnome sehr leicht.

Wenn ein Befehl irgendeinen Bezug zu seiner sinngemäßen Verwendung hat, ist es schon Zufall.

Nuja, z.B. rm für ReMove ist eigentlich sehr eingängig. Weitere positive Beispiele: cd = Change Directory, cp = CoPy, mv = MoVe

http://wiki.ubuntuusers.de/Shell/Befehls%C3%BCbersicht

Nicht selten sind es wirre Buchstabenkürzel und Befehle die an Länge incl. Leer- u. Sonderzeichen nicht mal eben nachgelesen und eingegeben werden können, nein man muss dazu die Fenster übereinander legen und Zeichen für Zeichen übertragen, um das gewünschte Ergebnis nicht durch Tippfehler zu gefährden.

Gib mal bitte ein konkretes Beispiel, was du meinst.

Mir scheint Leute die intensiv mit Linux arbeiten, sind alles Freaks ihres Faches die beim Essen die Gabel falsch herum halten? 😉

Ein ähnliches Bild habe ich von Leuten, die Mikrocontroller in Assembler programmieren 😉

Aber wenn ich dann wie blöde mehrere Tage, zudem erfolglos versuche Ubuntu auf eine Festplatte zu bringen um es dann auf einem System zu installieren, das auf kein anderes Medium Zugriff hat, dann ist die Schmerzgrenze erreicht.

???

Ich bin genervt, weil ich es nicht verstehen kann, wieso ich so manch wichtiges Programm z.B. GRUB nicht einfach aufrufen kann und es nicht zumindest etwas menuegeführt anwenden kann? Warum werde ich mit Details belästigt? Ich will das Programm nicht verstehen und 10 verschiedene Befehle auf der Konsole eingeben, ich will es benutzen. Wenn ich die Funktionen erst verstehen muss, dann kann ich es auch selber schreiben. (Jedenfalls fehlt dann nicht mehr viel dazu..)

GRUB/menu.lst editieren geht für einen normalen Anwender schon relativ weit. Wer da rumpfuscht, ohne zu verstehen, was er macht, handelt grob fahrlässig.

Wenn ich dann ein Programm installieren möchte, was mir das Image auf einen Stick oder vielleicht auch HDD bringt, stehe ich vor dem nächsten Problem, wenn der Paketmanager dies nicht kennt.

Wenn der Paketmanager dieses Programm nicht kennt, kennt er vielleicht ein anderes?

Kopieren geht ja nicht so einfach.

Sind die Entwickler zu lange kommerziellen Betriebssystemen ausgesetzt gewesen?

Oder vielleicht der Anwender??

Wenn ich meinen Kunden eine Anwendung an seiner Maschine mit so einer Philosophie andrehen würde, ich hätte keine Kunden mehr! Die Maschine würde mehr stehen als das sie läuft. Die Anwendung muss ohne Einweisung sich selber intuitiv erklären, Funktionen müssen eindeutig sein um Arbeitsunfälle zu vermeiden, Fehler müssen im Klartext angezeigt werden. Zur eigenen Information schreibt man im Fehlerfall die Daten mit, um die Auswertung des Fehlers zu erleichtern. Denn oberstes Ziel ist es, das mit der Software gearbeitet werden kann, Ausfallzeiten minimiert und Geld verdient werden kann. Es muss funktionieren!

Das tut es bei mir seit 2 Jahren hervorragend!

Was für mich selbstverständlich ist, ist für Betriebssysteme längst Geschichte. Mal eben etwas installieren oder verändern birgt ein Risiko, das gar nichts mehr geht.

Der Paketmanager arbeitet meines Erachtens sehr zuverlässig.

Also ohne Datensicherung schon mal gar nicht möglich.

Natürlich. Aber nicht empfehlenswert.

Allein der Einbau einer anderen Grafikkarte kann dann mal eben 2Tage in Anspruch nehmen.

Kann ich ebenfalls nicht bestätigen.

Meiner Meinung nach ist Linux außer in der Philosophie der freien Verfügbarkeit und Multiuserfähigkeit anderen kommerziellen Betriebssystemen in nichts überlegen.

Dank Paketverwaltung ist die Wartung und Aktualisierung von Treibern und Programmen unübertroffen einfach.

Ganz gehässig gesagt, selbst Windows läuft stabil, wenn ich nur den Standart anwende und nicht viel erwarte.

Running Gag: Standard.

Wo ist das Betriebssystem, was bedienerfreundlich sich selber erklärt? Das wäre doch so simpel.. Warum nicht die Befehle endlich kurz beim Namen nennen, der zu ihrer Funktion passt? Man könnte sogar für eine Falscheingabe (Tippfehler) gleich die naheliegensten Befehle auflisten.

http://wiki.ubuntuusers.de/Bash?highlight=bash#Autovervollstaendigung

Warum muss ein Programm installiert werden?

Irgendwoher muss es doch kommen!? Ich möchte im Internet surfen, aber keine Seite aufrufen müssen...

Völlig überflüssig! Ein Programm sollte sein eigenes Verzeichnis haben und automatisch vom Betriebssystem intrigiert werden.

Also doch installieren.

Einige Content Management Systeme machen es vor! Das Löschen und aktualisieren wäre jedem möglich der den Ordner finden könnte in dem das Programm abgelegt ist.

Sicherheitstechnisch bedenklich.

Beim Programmstart sollte ein Programm immer seine Umgebung überprüfen, und etwaige nicht vorhandene, aber benötigte fremde Software oder Hardware melden.

Oder am besten gleich bei der Installation? → Paketverwaltung

Nichts ist lästiger als wenn sich wiedermal gar nichts tut.

Ich weiß es ist lästig zu programmieren, aber auch ein Programm ohne grafische Oberfläche, kann einen minimalen Komfort bieten, indem es eine Einfache textbasierte Benutzerschnittstelle bietet.

Und mit relativ wenig Aufwand wäre ein System geschaffen, was einer viel breiteren Masse effektiv einsetzbar zur Verfügung stehen würde.

Mir ist klar wer hier entwickelt, wenn es funktioniert ist die Freude groß und das Ganze ganz schnell ins Netz gestellt..

Also nur so ein paar Gedanken... und Anregungen.

Gruß Michael

mreczio

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Anmeldungsdatum:
1. Mai 2006

Beiträge: 1820

Wohnort: Essen

terminator 691 schrieb:

Richtig ist, ich will nicht wissen, welche Befehle die von mir angewendete Software ausführt, ich erwarte ein Ergebnis. Z.B. eine bootfähige Festplatte mit den Installationsdateien drauf.

Genau das unterscheidet Windows von Gnu/Linux.
Unter Win klicke ich irgendetwas an, weiß aber nicht was da im Hintergrund passiert. Da werden Einträge in irgendwelchen Datenbanken, Dateien vorgenommen und man muss schon suchen bzw. sich mit Win auskennen um es nachvollziehen zu können. Diesen Ansatz will Gnu/linux nicht erfüllen. Hier soll es für den Anwender transparent und nachvollziehbar sein.

In etwa erwarte ich mit meinen bescheidenen Vorkenntnissen, das Gleiche mit Ubuntu realisieren zu können. Ohne vorherigen Lehrgang über Unix und co.

Hättest du mit Gnu/Linux angefangen und nicht mit Windows so würdest du es anders sehen.

suseuser

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Anmeldungsdatum:
1. Juni 2009

Beiträge: 313

Wohnort: 127.0.0.1

prometheus0815 schrieb:

terminator 691 schrieb:

Wenn ich allerdings schon bei solch, aus meiner Sicht primitiven "alltäglichen" Anforderungen auf derartige Probleme treffe läuft doch was falsch?

Das Problem dürfte eher auf OSI-Layer 8 zu suchen sein. 😉

Genau, bei der Installation sehe ich z. B. echt kein Problem. Vielleicht könnte terminator691 uns mal verraten, was denn das Problem bei seiner Installation war.

Was ich insgesamt damit zum Ausdruck bringen möchte, ein benutzerfreundliches System hat auf Dauer mehr Erfolg.

Würdest Du geruhen zu erklären, wie benutzerfreundlich definiert ist? Reicht Dir ein grinsender Smiley als Hintergrundbild? Oder immer fein "bitte" und "danke" in den Dialogen? Anders gesagt: Der Begriff "benutzerfreundlich" ist totaler Müll. Was Du meinst, ist Aufgabenangemessenheit und vielleicht noch Ergonomie. Administrative Notwendigkeiten fallen da aber genau genommen eh durch's Raster.

Linux ist anwenderfreundlich - nuretwas eigen in der Auswahl seiner Freunde. Den Spruch hat hier sogar jemand in der Signatur, weiß gerade nicht wer...

Wie ich bereits oben geschrieben habe, ist Linux durchaus benutzerfreundlich! Aber eine gewisse Grundbereitschaft, sich mit den Unterschieden zu Windows auseinanderzusetzen muss schon da sein. Die Anwender deiner Maschinen sagen ja auch nicht "Die CNC-Maschine ist sch****, weil bei meiner Mikrowelle der Einschaltknopf eine andere farbe hat". Imho ist das genauso ein Äpfel- und Birnenvergleich wie Dein CMS/Linux-Vergleich.

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