ubuntuusers.de

Warum ist Samba unter Linux langsamer als unter Windows?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Kubuntu 26.04 (Resolute Raccoon)
Antworten |

maik2502

Anmeldungsdatum:
6. Dezember 2020

Beiträge: 72

Moin,

Ich habe einen Selbstbau-Fileserver mit NFS und Samba-Exporten

Jetzt hanbe ich folgendes festgestellt: Bei der Verbindung NFS Server - Linux-Client mit NFS: Datentransferrate ca 100-115 MB/Sek. Alles gut.

Bei der Verbindung Samba Server - Windows Client (SMB): ebenfalls 110-115 MB/Se. Alles gut.

Bei der Verbindung Samba-Server - Linuc Client mit Sambe / cifs erhalte ich "nur" ca 80-85 MB/Sek. Eigentlich auch gut!

Ist das Protokoll unter Linux wirklich ca 20 Prozent langsamer? Ich habe gegoogelt und gelesen, dass es wohl an der "Verschlüsselung" der Verbindung liegen könnte, die etwas Resourcen "frisst". Abschalten möchte ich die aber auch nicht, da sonst die Verbindung zu Windows nicht ,ehr funktioniert, Windows erfordet ja die Verschlüsselung.

Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Es geht hier natürlich um ein Luxusproblem. Ich würde gerne nur den technischen Hintergrund verstehen, ich kann mit einer Linux-Samba-Verbingung mit ca 85 MB/Sek. natürlich leben...

Ich verbinde stelle die Verbindung zwischen Samba-Server und Samba-Client (Linux) übrigens nicht per fstab her, sondern über das in Dolphin integrierten "Netzwerk-Assistenten".

LG

Bearbeitet von schwarzheit:

Bitte verwende in Zukunft Absätze (2x Enter), um die Lesbarkeit zu verbessern! Und benutze bitte den Vorschaubutton. Danke.

Moderiert von kB:

Thema aus dem Forum internetzugang in einen vermutlich besser passenden Forenbereich verschoben. Bitte beachte die als wichtig markierten Themen („Welche Themen gehören hier her und welche nicht?“) in jedem Forenbereich. Danke.

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 450

NFS bietet in Linux-/Unix-Umgebungen im Allgemeinen einen geringeren CPU-Overhead, einen geringeren Protokoll-Overhead und eine überlegene Leistung bei zufälligen Lesevorgängen und kleinen Dateien, während SMB in Windows-orientierten Umgebungen seine Stärken ausspielt und zufällige Schreibvorgänge sowie den Durchsatz bei großen Dateien sehr gut bewältigt.

Deine Frage beantwortet das aber nur teilweise, denn wir wissen ja nicht wie du getestet hast, ob mit vielen kleinen oder wenigen großen Dateien. Das macht ja schon einen Unterschied.

timothy2068

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 649

Wie hast du ausgeschlossen, dass ein Cache deine Messergebnisse verbiegt? Große Datenmengen, lange Testdauer? Du verrätst nichts über das Setup deiner Messungen.

Verschlüsselung beansprucht auf Systemen, die nicht gerade 20 Jahre alt sind, keine merkliche Verlangsamung. Der Ressourcenverbrauch ist messbar, aber nicht spürbar. Daran kann es nicht liegen.

Eine SMB-Verbindung zwischen zwei Linuxgeräten ist technisch Unsinn. Als würdest du mit deiner Mutter über zwei Simultandolmetscher telefonieren, die das Gespräch auf deiner Seite ins Japanische und auf ihrer wieder zurück übersetzen. NFS oder SSH/sftp sind einfacher und schneller.

Da du aber nicht mal das Betriebssystem des Servers oder die verwendete SMB-Variante verrätst, kann man dazu nicht viel Fundiertes sagen, fürchte ich.

In einem Gigabit-LAN sind technisch etwa 110 MB/s realistisch.

maik2502

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
6. Dezember 2020

Beiträge: 72

Also getestet habe ich das Kopieren großer iso-Images (z.B. 4 GB Größe). NFS benutze ich ja in der Hauptnutzung (Linux - Linux) Als File-Server läuft ein Opensuse Leap 16.0 mit Samba 4.23.4

Die Clients sind mal Opensuse Leap 16.0, mal Kubuntu 26.04. Ich habe da verschiedene Systeme in meinem Netzwerk Es handelt sich um ein Gigabit Netzwerk. Daher komme ich schon an die Grenze des technisch machbaren, halt nur nicht in der Verbindung zwischen Linux und Linux mit Samba... und das hatte doch einige Fragezeichen in meinem Kopf hinterlassen.

Ich denke den Cache habe ich ausgeschlossen indem ich immer verschiedene Dateien für den Kopiervorgang benutze und niemals die selbe.

Die Transferraten habe ich jeweils aus der Anzeige des Dateimanagers abgelesen (Windows Explorer bzw. Dolphin).

Wie gesagt: Ist ein "Luxusproblem" welches mir aufgefallen ist und nicht "lebenswichtig"... Aber manchmal beschäftigen einen ja solche Dinge...

kB Team-Icon

Supporter, Wikiteam
Avatar von kB

Anmeldungsdatum:
4. Oktober 2007

Beiträge: 10349

Wohnort: Münster

timothy2068 schrieb:

[…] Eine SMB-Verbindung zwischen zwei Linuxgeräten ist technisch Unsinn.

Steile Behauptung, für die ich keinen Grund kenne, denn:

Als würdest du mit deiner Mutter über zwei Simultandolmetscher telefonieren, die das Gespräch auf deiner Seite ins Japanische und auf ihrer wieder zurück übersetzen.

Beim Einsatz von SMB wird gar nichts übersetzt.

Antworten |