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Ubuntu-Umzug auf neuen Rechner

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 24.04 (Noble Numbat)
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EmilDO

Anmeldungsdatum:
22. Mai 2009

Beiträge: 398

Wohnort: NRW

Hallo zusammen!

Bei meinem über 6 Jahre alter Laptop, auf dem jetzt Ubuntu 24.04 LTS läuft (seit 12.04 immer fortgeführt ) ist ein Scharnier zum Deckel gebrochen und das Display löst sich an dieser Stelle auf, nach Auskunft von HP nicht reparabel.

Mit anderen Worten, ein neuer Rechner steht an. Und ich möchte meine Ubuntu-Daten auf einen neuen übertragen.

Dazu habe ich entsprechende Artikel wie https://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_umziehen/#source-1 und andere durchgelesen, ist aber schwierig durchzuführen für jemanden, der mit der Materie nicht so sehr bewandert ist.

An anderer Stelle ( https://forum.ubuntuusers.de/topic/ubuntu-auf-neuen-rechner-hw-umziehen/ )schlägt von.wert vor:

Nutze die saubere Neuinstallation einer aktuellen Distributionsversion, um eine separate Partition für "/home" zu erstellen! Dorthin kannst Du das bisherige "/home" kopieren und damit übernehmen

Diese Form des Umzugs erscheint mir erst einmal wesentlich einfacher, aber verstehe ich den Ablauf so richtig ? :

- Ub 26.04 LTS über Image downloaden u.installieren

- eine Partition für das neue /home-Verzeichnis erstellen, über gparted ? (was sind da für Angaben zu machen?)

- den Inhalt des alten /home-Verzeichnis in das neue /home-Verzeichnis kopieren.

❗ Für Unterstützung bei der Aktion wäre ich sehr dankbar ❗

trollsportverein

Avatar von trollsportverein

Anmeldungsdatum:
21. Oktober 2010

Beiträge: 6428

Das $HOME Verzeichnis sichern, also alle Dateien darin auf USB-Stick, oder sonst einen Massenspeicher.

Dann eine frische Neuinstallation. Wobei meiner Meinung nach eine Extra-Partition für $HOME im Laufe der Zeit eher hinderlich, weil unflexibel wird, wenn der Platz mal knapp wird.

Dann, nach Neuinstallation raus picken, was man wirtlich noch von den alten Daten braucht und behalten will. Manch alte Konfigurationsdatei im $HOME kann sogar zu Fehlern führen, die man ohne sie nicht hätte. So ein Tabula rasa durch die Neuinstallation, und nur noch ausgewählt herauspicken, was unbedingt rein muss, oder soll, vermeidet das.

timothy2068

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 677

EmilDO schrieb:

Diese Form des Umzugs erscheint mir erst einmal wesentlich einfacher, aber verstehe ich den Ablauf so richtig ? :

- Ub 26.04 LTS über Image downloaden u.installieren

Ja.

- eine Partition für das neue /home-Verzeichnis erstellen, über gparted ? (was sind da für Angaben zu machen?)

Partitionieren kannst du direkt in der Installation. Das steht bestimmt im Wiki. Persönlich würde ich empfehlen:

  • GPT-Partitionierung, versteht sich

  • 1 GB¹ EFI-System-Partition, FAT32-formatiert und auf /boot/efi gemountet

  • 50 bis 100 GB Systempartition, ext4-formatiert und auf / gemountet

  • Rest Home-Partition, formatiert nach Geschmack und auf /home gemountet

Swap legst du als Swapfile an, das braucht keine extra Partition. Das macht der Ubuntu-Installer glaub ich von selbst, wenn du keine Swap-Partition anlegst.

- den Inhalt des alten /home-Verzeichnis in das neue /home-Verzeichnis kopieren.

Genau. Und zwar mit rsync, nicht mit cp. Funktionieren wird beides, aber rsync ist auf so was spezialisiert und sicherer.

Was die Hardware angeht, wie wäre es mit Refurbished? Da kommst du an sehr solide Thinkpads für 300 bis 400 Eisen, auf denen Ubuntu möglicherweise sogar besser läuft als auf ganz neuer Hardware, bei der die Unterstützung noch fraglich sein kann ☺

¹ Das ist entsetzlich oversized, mehr als ein paar MB stehen da nie drin, zumindest wenn du mit GRUB bootest. Aber viele Installer wollen da Platz sehen. Die muss nicht am Anfang stehen, irgendwo auf der Platte reicht.

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 506

trollsportverein schrieb:

Das $HOME Verzeichnis sichern, also alle Dateien darin auf USB-Stick, oder sonst einen Massenspeicher.

Hinweis für Leute, die mit der Materie nicht so sehr bewandert sind:

  • nicht vergessen den USB-Stick, oder sonst einen Massenspeicher Ubuntu-tauglich zu formatieren

  • also nicht das ab Werk vorformatierte fat32, exFAT oder NTFS beibehalten sondern mit ext4 neu formatieren

Gern kannst du auch jetzt eben fix auf dem alten Notebook noch den openssh-server iststallieren

sudo apt-get install openssh-server

dann kommst du per ssh auch dann noch auf die alte Platte, wenn das Scharnier endgültig den Geist aufgibt und du kein Display mehr hast. Mit rsync -e ssh kannst du dann die Files in deinem /home-Verzeichnis auch dann noch auf das neue Gerät ziehen, wenn nichts anderes mehr geht.

Wonzeff

Anmeldungsdatum:
21. März 2019

Beiträge: 12

Hallo,

vor ca. einem Monat hat ein Umzug von Debian 13.6 von einem uralten I7 PC von 2013, auf einen neuen Ryzen7 ganz famos mit Clonezilla funktioniert. Ich habe vorher die KI gefragt, und diese empfahl mir vor dem Image- Backup eine erweiterte Anzahl von WLAN Treibern zu installieren, dann das System zu bereinigen, und danach auf die neue Maschine aufzuspielen.

Beste Grüße

kB Team-Icon

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Avatar von kB

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4. Oktober 2007

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Wohnort: Münster

EmilDO schrieb:

[…] Bei meinem über 6 Jahre alter Laptop […] ist ein Scharnier zum Deckel gebrochen […]

Paketband hilft bzw. schafft Zeit für ein aktuelles Backup.

Mit anderen Worten, ein neuer Rechner steht an. Und ich möchte meine Ubuntu-Daten auf einen neuen übertragen.

Am einfachsten: Festplatte aus dem alten Rechner in den neuen einbauen. Ggf. musst Du beim Boot-Verhalten nachbessern, dazu benötigst Du ein Live-System.

Anderer Weg: Festplatte aus dem alten Rechner auf die neue Festplatte kopieren, das geht mit cat, cp oder dd.

EmilDO

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
22. Mai 2009

Beiträge: 398

Wohnort: NRW

@kB

Danke für Deinen Vorschlag mit dem transp.Paketband, das hat das Scharnier/Display bis jetzt zuverlässig stabilisiert.

@NurNochDebianUser

Vielleicht kannst Du mir ein bisschen genauer erklären, wie das mit dem openssh-server funktioniert. Bin (auch da) völlig unterbelichtet 😎

timothy2068

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 677

EmilDO schrieb:

Vielleicht kannst Du mir ein bisschen genauer erklären, wie das mit dem openssh-server funktioniert. Bin (auch da) völlig unterbelichtet 😎

Man höre und staune, wir haben hier ein Wiki und darin die Seite SSH. Das ist vielleicht etwas viel, aber wenn da Fragen auftauchen, kannst du sie hier stellen.

Ganz kurz: Sobald ein SSH-Server auf dem Notebook mit dem kaputten Display läuft, kannst du dich von jedem anderen Rechner, der per Netzwerk darauf kommt, mit

ssh BENUTZER@NOTEBOOK

im Terminal dort anmelden (natürlich BENUTZER durch einen auf dem Notebook existierenden Benutzer und NOTEBOOK durch einen Netzwerknamen des Notebooks oder dessen IP-Adresse ersetzen) und ganz normal darauf arbeiten. Im Dateimanager eines anderen Rechners kannst du die Zeile sftp://BENUTZER@NOTEBOOK als aktives Verzeichnis angeben und hast nach Anmeldung vollen Zugriff auf das Notebook, kannst also Dateien herunterkopieren und so was. Dazu muss das Notebook nur laufen (muss niemand drauf angemeldet sein, Booten reicht), das ist alles. Und wenn du den kompletten Datenbestand runterkopieren willst, kannst du mit rsync direkt auf die SSH-Quelle zugreifen:

rsync -avP -e ssh BENUTZER@NOTEBOOK/Verzeichnis <ziel>

weholei

Anmeldungsdatum:
7. Februar 2019

Beiträge: 1084

Wohnort: Mittelfranken

Das Wiki über ssh ist sehr gut, ich habe damit alle meine Rechner eingerichtet.

Wenn du keine besonderen Sicherheitsvorkehrungen (anderer ssh Port, ssh keys) brauchst, wird es nach der Installation sofort funktionieren.

Solltest Du aber Konfigurationsdateien kopieren wollen/müssen, die Root gehören, ist etwas mehr Arbeit nötig.

Aber auch das ist kein Hexenwerk.

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 506

EmilDO schrieb:

wie das mit dem openssh-server funktioniert

Das "Rad" wurde bereits erfunden 😉 und die gute und ausführliche Dokumentation dazu findet sich in SSH (Abschnitt „SSH-Server“)

Weitere Infos hast du ja bereits von timothy2068 und weholei erhalten.

Von mir noch der Hinweis, dass es bei Nutzung von IP-Adressen hinter dem @ den Router (z.B. FritzBox) anzuweisen dem Notebook mit dem defekten Scharnier immer die selbe IP-Adresse per DHCP zuzuweisen.

EmilDO

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
22. Mai 2009

Beiträge: 398

Wohnort: NRW

Dank an timothy2068, weholei und NurNochDebianUser.

Natürlich hatte ich ich mir das Wki intensiv zu Gemüte geführt,aber ihr müsst doch zugeben, dass das für einen unterbelichteten User (wie mich) ziemlich schwerer und unübersichtlicher Tobak ist. Und deswegen hatte ich es eben nochmal gewagt, um Unterstützung zu bitten.Eure letzten Hinweise waren als Ergänzung für mich verständlicher als die Ausführungen im Wiki.

Ich hoffe einfach mal, dass ich jetzt zurechtkomme,ohne Euch in dieser Angelegenheit nochmal "belästigen" zu müssen.

Eine gute Zeit wünscht

EmilDO

schwarzheit Team-Icon

Supporter
Avatar von schwarzheit

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 9220

Du eierst seit 3 Wochen damit rum. In der Zeit hätteste schon x mal neu installieren können.

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