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Ubuntu plant zukünftig ältere CPU nicht mehr zu unterstützen!

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Kätzchen

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Ubuntu spielt wohl mit dem Gedanken ältere CPU nicht mehr zu unterstützen. Nutzer aktuellerer Hardware könnten wohl von einem Performance-Boost profitieren.

So soll dann, zukünftig eine CPU diese Flags unterstützen:

x86-64-v3

        AVX	vzeroall
	AVX2	vpermd
	BMI1	andn
	BMI2	bzhi
	F16C	vcvtph2ps
	FMA	vfmadd132pd
	LZCNT	lzcnt
	MOVBE	movbe
	OSXSAVE	xgetbv

Die Fähigkeiten der eigene CPU kann man im Terminal mit lscpu auflisten.

CPU ab 2015 sollen diese Fähigkeiten haben. Mein Celeron und Atom (beide released 2015) können das beide nicht.

Durch eine derart geartete Maßnahme wären auch die offiziellen Ubuntu Flavours betroffen, ob das schon für 24.04 kommt wird man sehen. Wenn das umgesetzt wird ist Ubuntu für mich erstmal erledigt.

verdooft

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Das wäre heftig, weil das zukünftig wahrscheinlich auch schneller jetzt gerae aktuelle CPUs ausschließen würde. 24.04 habe ich schon wo laufen, wenn sie das noch umstellen, würde mich das wundern.

DocHifi

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Dann bin ich mit meinem 10 Jahre alten I7 auch raus, macht aber nichts, da ich nach 22-04 eh das System wechsel. ☺

noisefloor Team-Icon

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Hallo,

CPU ab 2015 sollen diese Fähigkeiten haben. Mein Celeron und Atom (beide released 2015) können das beide nicht.

Na ja, Intel und Celeron waren ja auch schon 2015 "low tech" Prozessoren, die, um sie preiswert zu machen, legacy Technologie nutzen. Von daher waren Celeron und Atom noch nie Maßstab für die Technologie im Jahr X, sondern eher so X-2 bis X-5.

Zu alter Hardware steht im Blogeintrag ja auch was im Abschnitt "Bumping the baseline?".

Aber für Linuxnutzer ist ja das gut: solange der Linux-Kernel an sich die CPU noch unterstützt findet sich sicherlich auch immer ein Linux-Distribution, die auf der Hardware läuft. Der Knackpunkt in Sachen "läuft ausreichend performant" ist heutzutage sowie eher der Browser als der Rest des Systems.

Das langer Hardwaresupport möglich ist zeigen ja Raspberry Pi OS und MacOS - aber die haben halt beide den immensen Vorteil, das sie auf dedizierte Hardware fokussieren können. Das können Feld- Wald- und Wiesendistro wie z.B. Ubuntu ja nicht.

Aber man könnte ja immerhin Ubuntu 22.04 LTS mit aktivierten ESM und möglichst viel Software als snap oder Flatpak oder AppImage bis 2032 nutzen - wenn die Hardware das so lange noch mitmacht und die Hardware schnell genug für die eingesetzten Anwendungsprogramme ist.

Gruß, noisefloor

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Das würde Richtung Microsoft tendieren mit den Windows 11 Voraussetzungen. Sehr schlecht, gerade im Sinne dee Müllvermeidung und Ressourcenschonung. Gerade gestern hier im Repair Cafe 4 Besucher gehabt mit Notebooks zwischen 2011 und 2016. Voll funktionsfähig aber natürlich zu langsam mit Win10 und keine Chance auf 11. Mit SSD und linux jetzt schön nutzbar, für die Anforderungen ( Surfen, Mails, Fotos ablegen) noch jahrelang geeignet. Und viel Geld für neue Rechner haben die meisten Besucher auch nicht.

trollsportverein

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Meine gute alte Sockel 775 CPU kann auch gar nichts von diesen Befehlssatzerweiterungen. Wir sind wohl bald alle am Arch. 😉 Oder suchen Spaß mit Funtoo, oder sind in die Void geflychted. Aber bis dahin halte ich durch und bleibe, schon wegen der Bequemlichkeit.

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trollsportverein schrieb:

Wir sind wohl bald alle am Arch. 😉

👍 🤣 Klasse

Kätzchen

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1. Mai 2011

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U0679 schrieb:

Das würde Richtung Microsoft tendieren mit den Windows 11 Voraussetzungen. Sehr schlecht, gerade im Sinne dee Müllvermeidung und Ressourcenschonung.

Im Unterschied zu Windows 11 gibt es einige Linux-Distributionen die auf "zu alter" Hardware weiterhin genutzt werden können.

Edit: Es ist aber das Falsche Signal an mögliche Windows 10 aus/umsteiger. Ich habe auch gelesen das Windows 10 Privatanwender bis zu 3 Jahre zusätzlichen Support von Microsoft erwerben können.

noisefloor Team-Icon

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6. Juni 2006

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Das würde Richtung Microsoft tendieren mit den Windows 11 Voraussetzungen.

Nee, nicht wirklich. Microsoft spezifiziert ja noch diverse Sachen bzgl. GraKa und DirectX. Das ist im gegebenen Fall von Canonicals Plänen nicht gegeben.

Wenn man eine ultimativ lange Hardwareunterstützung in Kombination mit einem aktuellen OS haben will ist man IMHO bei Apple Rechnern und MacOS.

Gruß, noisefloor

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noisefloor schrieb:

Wenn man eine ultimativ lange Hardwareunterstützung in Kombination mit einem aktuellen OS haben will ist man IMHO bei Apple Rechnern und MacOS.

Das wird auch weniger, mittlerweile kann man bei Apple sagen, gute 6 Jahre.

DocHifi

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Im Unterschied zu Windows 11 gibt es einige Linux-Distributionen die auf "zu alter" Hardware weiterhin genutzt werden können.

Ja zB. MXLinux, das läuft sogar auf uralter Hardware.

trollsportverein

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21. Oktober 2010

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noisefloor schrieb:

Wenn man eine ultimativ lange Hardwareunterstützung in Kombination mit einem aktuellen OS haben will ist man IMHO bei Apple Rechnern und MacOS.

Die Apple-Welt ist eher das Gegenteil von nachhaltig. Immer wieder mal komplett die Architektur wechseln und aktuelle Version auf alter Hardware verwenden verhindern. Das ist doch die Apple-Historie.

Sollte hingegen Canonical wirklich keine Version für alte Hardware mehr machen wollen, dann bliebe in der nahen Pinguinverwandschaft auch noch Debian. Nur den 6.1er Kernel mit dem EXT4 Schluckauf sollte man wohl besser meiden. Der führte sogar dazu, dass im deutschen Debianforum User anfingen, sich gegenseitig Zuneigungsbekundigungen auszusprechen, was dann etwas aus dem Ruder lief.

noisefloor Team-Icon

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6. Juni 2006

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Hallo,

Die Apple-Welt ist eher das Gegenteil von nachhaltig.

Natürlich nicht - aber ganze Consumerhardwarewelt ist doch nicht wirklich nachhaltig, unabhängig vom OS, was darauf läuft. Oder ab wie viel Jahren Nutzungsdauer ist ein durchschnittlicher Laptop "nachhaltig"?

Gruß, noisefloor

DocHifi

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21. Oktober 2008

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Oder ab wie viel Jahren Nutzungsdauer ist ein durchschnittlicher Laptop "nachhaltig"?

Ich denke so ab 10 Jahre schon und ich hab ältere Geräte die noch funktionieren.

fleet_street

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trollsportverein schrieb:

… Nur den 6.1er Kernel mit dem EXT4 Schluckauf sollte man wohl besser meiden. …

Das halte ich für einen völlig übertriebenen und unangebrachten Seitenhieb. Man hatte gerade mal einen Tag Zeit diesen Kernel zu installieren. Natürlich Pech, wenn es einen erwischt hat. Aber da das Problem längst beseitigt ist, braucht man davor auch nicht mehr zu warnen.

Im übrigen kann ich mich daran erinnern, bei Ubuntu einen dieser berüchtigten Kernel erwischt zu haben. Hat bei meiner Hardware zum Glück nichts angestellt. Aber auch dort wurde das faule Ei umgehend vom Server genommen und wenig später erschien die korrigierte Version.

Wie war das noch? In jeder siebten Packung steckt ein faules Ei! (Wir sind jetzt mit dabei!) Oder so ähnlich. 😉

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