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*Buntu-DVD

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Kein Ubuntu
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ede875

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Hallo Mitleser,

ich frage mich gerade, ob es sinnvoll sein könnte, eine DVD zu erstellen, auf der ALLE für *buntu verfügbaren Desktopumgebungen bereits drauf sind.

Dann könnte ein Einsteiger oder sonst wer im Login-Menü bequem die für ihn sinnvolle Umgebung einstellen, oder auch mal hin oder her switchen.

Natürlich sollte eine solche DVD dann nicht von jedem Flavour auch alle Anwendungen haben müssen.

Dazu könnte es wohl sinnvoll sein, sich mal über die bevorzugten Apps abzustimmen, und dann z.B. den Dateimanager zu nehmen, der am meisten "Rückhalt" genießt.

Oder Reader, oder Partitionsmanager oder oder oder.

Ich persönlich finde Gparted z.B. super, von KDE aber K3b am besten, Amarok besser als Rythmbox, jedoch Evolution besser als KMail etc....

Kann mir jemand sagen, wie ich so eine CD/DVD (es wird sicher eine DVD sein müssen) herstellen kann?

Mich hat als Anfänger immer genervt, dass ich die Flavours nicht einfach so wechseln konnte, sondern mir halt alles nach und nach mal runterladen musste, oder mein Erstsystem mit vielem überfrachten musste, bzw. Liebgewonnene einzelne Apps dann wieder weichen mussten.

ICH SCHREIBE DAS HIER ÜBRIGENS NICHT FÜR DEN SUPER-CUSTOMIZER, DER NIE EINSTEIGER WAR, SONDERN PRAKTISCH IN LINUX GEBOREN WURDE - Deine Kommentare kannst Du glecih bleiben lassen, ansonsten freue ich mich auf Hinweise und Rückfragen.

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ede875 schrieb:

ich frage mich gerade, ob es sinnvoll sein könnte, eine DVD zu erstellen, auf der ALLE für *buntu verfügbaren Desktopumgebungen bereits drauf sind.

Das gibt dann ein kleines Durcheinander bei der Konfiguration der Oberflächen.

Natürlich sollte eine solche DVD dann nicht von jedem Flavour auch alle Anwendungen haben müssen.

Womit es nicht mehr der anderen Versionen entsprechen würde.

Dazu könnte es wohl sinnvoll sein, sich mal über die bevorzugten Apps abzustimmen, und dann z.B. den Dateimanager zu nehmen, der am meisten "Rückhalt" genießt.

Dann frag mal ein paar Unity- (oder GNOME-), einen KDE- und einen Xfce-Anwender und du wirst mindestens fünf verschiedene Antworten bekommen. Tatsächliche Nutzerzahlen gibt es schlichtweg nicht.

Kann mir jemand sagen, wie ich so eine CD/DVD (es wird sicher eine DVD sein müssen) herstellen kann?

Siehe dazu Ubuntu Customization Kit oder auch LiveCD manuell remastern.

apt-ghetto

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Wenn du eine bootbare DVD brennen willst, müsstest du das ISO schon fixfertig vorbereitet haben. Das erfordert dann schon einige Kenntnisse in Linux.

Zum Ausprobieren könntest du dir mal einen 32 GB USB-Stick kaufen und im persistenten Modus eine bootbare Variante von Ubuntu installieren. Immer vom Stick booten und deine Projekte dort mal testen und ausprobieren.

chakkman

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1. August 2007

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Eine Möglichkeit, den Desktop, sowie die vorinstallierten Programme auszuwählen, so wie bei OpenSuse wäre klasse. Ist aber wohl ein sehr großer Aufwand, solch ein Installationsprogramm zu programmieren. Außerdem ist die Frage, ob Canonical das so will, oder doch eher Wert drauf legt, dass die Leute Unity nutzen. Immerhin gibt's ja die Amazon-Lense.

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tomtomtom Team-Icon

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chakkman schrieb:

Eine Möglichkeit, den Desktop, sowie die vorinstallierten Programme auszuwählen, so wie bei OpenSuse wäre klasse.

Sind auf der Live-DVD dort alle Desktopumgebungen auswählbar? Hab schon länger keine mehr gesehen, früher™ war da nur ein KDE-Livesystem drauf und der Installer bot die Möglichkeit, die angebotenen DEs bei der Installation mitzuinstallation. Hilft dann ja aber nichts bei der Auswahl der Oberfläche.

Ist aber wohl ein sehr großer Aufwand, solch ein Installationsprogramm zu programmieren.

Der derzeitige grafische Installer Ubiquity kopiert den Inhalt des Flashfilesystems auf der DVD bzw. auf dem USB-Stick auf das neuangelegte Dateisystem und ändert die angegebenen Daten (Benutzername, Passwort, Zeitzone etc., fstab, grub).

Wäre also dafür so nicht brauchbar. Der debian-installer (der auch bei der Serverinstallation zum Einsatz kommt) dagegen ist da weit flexibler.

Allerdings müsste man dann entweder sämtliche Pakete erst herunterladen und installieren oder man liefert die Pakete auf der DVD mit, was wiederum ein (viel) größeres Flashfilesystem benötigen würde.

Außerdem ist die Frage, ob Canonical das so will, oder doch eher Wert drauf legt, dass die Leute Unity nutzen.

Ubuntu hat schon seit dem ersten Release einen anderen Weg verfolgt als viele andere Distributionen.

Hier haben die verschiedenen Zusammenstellungen eben je nach Oberfläche entsprechende Namen, was wiederum auch ein Markenzeichen ist.

Die Alternative zu einer angepassten DVD wäre übrigens eine DVD, die die bootbaren ISOs der verschiedenen Versionen beinhaltet. Da kann man dann natürlich nicht im laufenden Betrieb von einer Oberfläche zur anderen wechseln, benötigt aber nur einen Datenträger.

Und das ganze ist mit MultiCD sehr einfach zu Erstellen.

chakkman

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1. August 2007

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Für mich persönlich wäre das eh nicht so interessant, da ich weiß welchen Desktop ich möchte. Aber für den ein oder anderen Einsteiger könnte das schon durchaus lohnenswert sein. Gibt halt einfach viele, die so noch nicht "über den Tellerrand" geschaut haben, und vielleicht gar nicht wissen, was für Desktops es überhaupt gibt, oder wie diese aussehen. Und ich fand den OpenSuse-Installer halt immer sehr komfortabel, was das angeht. Auch sehr geil halt, dass man da direkt auswählen konnte, was für Software installiert wird.

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chakkman schrieb:

Auch sehr geil halt, dass man da direkt auswählen konnte, was für Software installiert wird.

Kannst du mit dem debian-installer auf der Server-DVD bzw. der Minimalinstallation auch, ist eben nicht der Standardweg bei *buntu, da hier absichtlich verschiedene Derivate mit entsprechenden Namen und eigenen Installationsdatenträgern existieren.

Also technisch alles machbar, eher eine Frage des Aufwands und der Umsetzbarkeit.

ede875

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Um das nochmal klar zu stellen.

Ich bin kein Experte, wenn ich einer wäre, hätte ich die Idee vlt nie gehabt.

Wenn ich halt so in meine Vergangenheit schaue, dann habe ich schon einige Distros ausprobiert, sowohl die verschiedenen buntus als auch andere Linux-Systeme (suse, arch, etc.).

Rückblickend dachte ich eben, dass mir eine solche Auswahlmöglichkeit viel Aufwand erspart hätte, aber ich hier ja auch niemandem sein Hobby wegnehmen 😬

Lg

Ede

ede875

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und noch etwas:

Ich dachte nicht an eine Distro, die alle Pakete aller Flavours enthält, sondern sozusagen ein System, dass das Beste aus allen Welten hat (was, wie tomtomtom bereits sagte, subjektiv ist), und nur die Oberflächen ändern kann.

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ede875 schrieb:

Ich bin kein Experte, wenn ich einer wäre, hätte ich die Idee vlt nie gehabt.

Wenn du deine Idee umsetzen möchtest, wirst du dich in das Thema aber einarbeiten und selbst etwas ausprobieren müssen. Im Forum hier wirst du Hinweise und Unterstützung finden, wie z.B. die Links auf dieser Seite.

Rückblickend dachte ich eben, dass mir eine solche Auswahlmöglichkeit viel Aufwand erspart hätte, aber ich hier ja auch niemandem sein Hobby wegnehmen 😬

So wie ich dein Anliegen verstehe, wäre es kein kleiner Aufwand, eine solche Multi-DVD zusammen zu stellen. Und wäre damit wirklich so viel gespart? Wenn du bisher verschiedene *buntus kennenlernen willst, lädst du dir ein Iso und lässt ein Livesystem laufen, oder du installierst dir über die Paketverwaltung das jeweilige *-desktop-Paket. So wahnsinnig viel Arbeit finde ich das nicht - zumal das Internet jede Menge Videos und Screenshots bereitstellt, wo man sich die Desktop-Umgebungen einfach mal vorführen lassen kann. Man muss wirklich nicht alles selbst ausprobiert haben 😎.

Ich dachte nicht an eine Distro, die alle Pakete aller Flavours enthält, sondern sozusagen ein System, dass das Beste aus allen Welten hat

Hier mischst du zwei verschiedene Ansätze: Der eine wäre "alle Flavours nebeneinander", der andere "das Beste aus allen Umgebungen". Die Entwickler der Flavours halten ja ihre jeweiligen Standardanwendungen für die, die am allerbesten zu ihrer Oberfläche passt. Das grafische Design und der spezielle Mix der Anwendungen ergeben erst den ganzen "Geschmack". Du würdest also mit einer Auswahl, die du für "das Beste" hältst, die Wirkung der einzelnen Oberflächen stark einschränken.

Durch die Abhängigkeiten, in der die Pakete installiert werden, wäre es auch nur schwer bis gar nicht möglich, von einem Flavour nur die Oberfläche zu installieren und die integrierten Programme außen vor zu lassen.

Trotzdem: Niemand wird dich daran hindern, dein persönliches Multiboot-System zu entwickeln, um Anfängern das Leben zu erleichtern. Dafür muss man kein Experte sein. Aber du müsstest schon bereit sein, dir einiges selbst zu erarbeiten.

ede875

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HaCeMei schrieb:

...

Hier mischst du zwei verschiedene Ansätze: Der eine wäre "alle Flavours nebeneinander", der andere "das Beste aus allen Umgebungen". Die Entwickler der Flavours halten ja ihre jeweiligen Standardanwendungen für die, die am allerbesten zu ihrer Oberfläche passt. Das grafische Design und der spezielle Mix der Anwendungen ergeben erst den ganzen "Geschmack". Du würdest also mit einer Auswahl, die du für "das Beste" hältst, die Wirkung der einzelnen Oberflächen stark einschränken.

Durch die Abhängigkeiten, in der die Pakete installiert werden, wäre es auch nur schwer bis gar nicht möglich, von einem Flavour nur die Oberfläche zu installieren und die integrierten Programme außen vor zu lassen.

Trotzdem: Niemand wird dich daran hindern, dein persönliches Multiboot-System zu entwickeln, um Anfängern das Leben zu erleichtern. Dafür muss man kein Experte sein. Aber du müsstest schon bereit sein, dir einiges selbst zu erarbeiten.

Ist das nicht eine ziemliche Verschwendung von Manpower, dass jede Umgebung ihre eigenen Apps entwickelt?

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Um es mal mit Kuchenbacken zu vergleichen: Man muss kein „Experte“ sein, um einen Kuchen zu backen, muss sich aber trotzdem etwas mit den Grundzügen des Backens beschäftigen. Und wenn es dann ein aufwändiger, mehrschichtiger Kuchen sein soll, etwas mehr als die Grundzüge etc. Aber genau so schrittweise von kleinen zu großen Aufgaben haben alle „Experten“ ihr Wissen erworben – ob Meisterbäcker oder Meisterhacker. 🤓

Mal als Idee und Frage an die Experten: Und eine DVD mit Images mehrerer *buntus mit Bootmenü, das das jeweilige Image dann als Loopdevice o.ä. startet? Wäre dann zwar nicht „das Beste aller Welten“, aber das ist wie hier schon gesagt eh so subjektiv, dass es immer maximal nur für eine kleine Gruppe gelten würde.

chakkman

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1. August 2007

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tomtomtom schrieb:

chakkman schrieb:

Auch sehr geil halt, dass man da direkt auswählen konnte, was für Software installiert wird.

Kannst du mit dem debian-installer auf der Server-DVD bzw. der Minimalinstallation auch, ist eben nicht der Standardweg bei *buntu, da hier absichtlich verschiedene Derivate mit entsprechenden Namen und eigenen Installationsdatenträgern existieren.

Also technisch alles machbar, eher eine Frage des Aufwands und der Umsetzbarkeit.

Eben, kein Einsteiger wird, insofern er überhaupt in der Lage ist ein Betriebssystem selbst zu installieren, die Minimalinstallation wählen, sondern eher von der Desktop-CD installieren. Insofern sind sowas eher theoretische Denkspielchen.

tomtomtom Team-Icon

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22. August 2008

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V for Vortex schrieb:

Und eine DVD mit Images mehrerer *buntus mit Bootmenü, das das jeweilige Image dann als Loopdevice o.ä. startet?

Hm...

HaCeMei schrieb:

Evtl. (nicht weiter nachgelesen) auch

tomtomtom schrieb:

Die Alternative zu einer angepassten DVD wäre übrigens eine DVD, die die bootbaren ISOs der verschiedenen Versionen beinhaltet. Da kann man dann natürlich nicht im laufenden Betrieb von einer Oberfläche zur anderen wechseln, benötigt aber nur einen Datenträger.

Und das ganze ist mit MultiCD sehr einfach zu Erstellen.

😈

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