xrolly
Anmeldungsdatum: 26. September 2007
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Hallo UserS, ich bin Kunde der Telekom, die in ihrem Breitgefaechertem Angebot eine Videothek (..hier Videoload) zur Verfuegung stellt. Ist man ueber den zugestellten Newsletter auf ein Film - Kaufangebot gestossen, so hat man die Moeglichkeit ueber Firefox sich das Video Down zuladen u. auf DVD zu brennen. Ebenso ist es moeglich sich vorher den passenden Trailer oder andere, anzuschauen. Jetzt macht mir mein OS (..auf Ubuntu basierend) einen Strich durch die Rechnung. Trailer anschauen funktioniert ueber Firefox, nur mit dem Microsoft_Silverlight-Plugin von u. unter M$Fenster, Microsoft_Silverlight- Betriebssysteme_und_Webbrowser: # Für Linux und FreeBSD wird die Silverlight-Funktionalität über das freie Moonlight-Projekt zur Verfügung gestellt.;
.. funktioniert bei mir nicht, das install. Plugin wird nicht erkannt obwohl es im FX unter about:plugins zu finden ist (Wie ist eure Erfahrung mit dem Plugin/Add-on?). Zum Download, um den Film auf eine DVD zu bringen, wird ebenso das Microsoft_Silverlight-Plugin benoetigt u. wieder nur unter M$Fenster, ein anderer Faktor spielt hier noch eine Rolle: Meine Anfrage an das T-Home Team, warum/weshalb/wieso u. der folg. Antwort, wird euch wohl nicht ueberraschen:
Wir bedauern sehr, dass Sie unser T-Online Angebot mit Mac OSX/Linux nicht nutzen können. Videoload basiert auf dem Digital Rights Management von Microsoft. Derzeit unterstützt das System Windows-basierte Betriebssysteme mit Internet Explorer bzw. Firefox und dem installierten Windows Media Player.
Man hat die Moeglichkeit, mit einem Add-on unter FX auf Webseiten vorzugeben, man waere mit Windows unterwegs, dem steht aber wohl die Digitale_Rechteverwaltung im Wege. Die Install. des IE unter Wine (..ein Versuch vor 2 Mon.) ist auch nicht das wahre vom Ei gewesen, unablaessige Abstuerze u. auch dort die Frage, wie sieht's mit dem DRM aus. Ich werde wohl nicht drum herum kommen u. mein XP dafuer starten zu muessen ABER: Meine Anfragen an euch:
Wuerde es reichen es mit dem IE & Wine (.. sollte ich es schaffen das ganze Stabiler zu bekommen) zu versuchen? Habe ich mit Linux/Ubuntu irgendeine Moeglichkeit das es zum Download eines Angebots kommen kann? Wie sieht es dann mit dem Brennen der DVD aus? Ist es so das ohne die Entschluesselung des Angebots: | Digitale_Rechteverwaltung-Technische_Umsetzung | ..verwirklichen die Idee der Zugriffskontrolle digitaler Inhalte mit Hilfe kryptografischer Verfahren. .. es unter Linux/Ubuntu wohl nie moeglich sein wird?
Vllt. hat jmd. etwas gehoert/gelesen wie es Aktuell mit DRM unter Linux aussieht?
PS: .. Puh, danke fuer's Lesen 😬
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nbkr
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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DRM für Linux wird es vermutlich nie geben. DRM baut darauf aus, dass es die Umgebung in welcher der Film / die Musik läuft, kontrollieren kann. Da Linux Open Source ist, wird sich vermutlich immer ein Weg finden einen evtl. Media Player der DRM Inhalte abspielen kann auszutricksen. Deshalb düfte kein Hersteller Linux unterstützen. Mit anderen Worten: DRM geschützte Medien kannst du unter Linux nicht abspielen, es sei denn du umgehst/brichst den Schutz, was aber illegal ist und je nach DRM System (Streaminginhalte) nicht möglich ist. Somit: Vergiss Videoload und MaxDome usw. und leih deine Filme in einer Offlinevideothek oder bei einem DVD-Versender aus.
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ChemicalBrother
Ehemaliger
Anmeldungsdatum: 17. Mai 2007
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nbkr schrieb: DRM für Linux wird es vermutlich nie geben. DRM baut darauf aus, dass es die Umgebung in welcher der Film / die Musik läuft, kontrollieren kann. Da Linux Open Source ist, wird sich vermutlich immer ein Weg finden einen evtl. Media Player der DRM Inhalte abspielen kann auszutricksen. Deshalb düfte kein Hersteller Linux unterstützen.
Dieser Denkansatz ist schon von vornherein falsch. Linux als Kernel ist open-source, aber du kannst und darfst closed-source Programme abspielen (wäre ja auch eigenartig, wenn nicht) und die können durchaus DRM nutzen.
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nbkr
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Es mag ja sein, dass ich prinzipiell DRM Programme für Linux entwickeln / abspielen kann, aber vermutlich wird das kein Anbieter machen. Denn das DRM Programm muss ja zum Anzeigen des Filmes die Daten Letztenendes an die Grafikkarte geben. Dafür müssen die Daten an das Open Source System weitergeben werden. Damit kann ich die geschützten Daten vergleichsweise einfach abgreifen - notfalls passe ich halt den Grafikkartentreiber an, oder den Kernel, oder den XServer, oder was sonst noch zwischen meinen Augen und der Videodatei an Software existiert. Das ist wie der Versuch für den reinen Verkauf von GPL Software Geld zu verlangen. Theoretisch machbar, praktisch funktioniert es nicht, weil mein Nachbar die Software einmal von mir kauft und sie dann für einen Euro weniger anbietet. Wenn ich da keinen Mehrwert (Support, Schulungen, etc.) anbieten kann, bin ich aus dem Geschäft (mein Nachbar übrigens auch, weil irgendwer die Software von ihm kauft und für wieder einen Euro weiterverkauft ...)
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zephir
Anmeldungsdatum: 20. März 2006
Beiträge: 2766
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Wobei sich natürlich die Frage anschließt, gibt es einen entsprechenden Anbieter ohne DRM? Bei Musik hart sich das doch auch nicht durchsetzen lassen. Die Viedothek vor meiner Tür gibt es schon lange nicht mehr, und gelegentlich wäre ich schon bereit, für einen Filmdownload 3 - 5 EUR zu zahlen. Bisher kenne ich nur die üblichen illegalen Alternativen.
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zephir
Anmeldungsdatum: 20. März 2006
Beiträge: 2766
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nbkr schrieb: Es mag ja sein, dass ich prinzipiell DRM Programme für Linux entwickeln / abspielen kann, aber vermutlich wird das kein Anbieter machen. Denn das DRM Programm muss ja zum Anzeigen des Filmes die Daten letztenendes an die Grafikkarte geben. Dafür müssen die Daten an das Open Source System weitergeben werden. Damit kann ich die geschützten Daten vergleichsweise einfach abgreifen - notfalls passe ich halt den Grafikkartentreiber an, oder den Kernel, oder den XServer, oder was sonst noch zwischen meinen Augen und der Videodatei an Software existiert.
Gibt es den ihrgendeinen DRM Schutz für Windows der sich nicht umgehen läßt? Ansonsten zieht dieses Argument nicht richtig. Wer will kopiert so oder so, bzw. bsorgt sich die Filme gleich woanders. Insgesamt scheinen da Linux Entwickler allerdings nicht so viel Ergeiz reinzustecken. Um bestimmte kopiergeschütze DVD's oder Spiele zu kopieren, geht kein Weg an den einschlägigen, natürlich illegalen, Windows tools vorbei. Und das obwohl die Bedingungen auf einem OSS doch so viel besser sein müßten.
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nbkr
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Ein Video-on-Demand Angebot das DRM Frei ist gibt es meines Wissens nach nicht. Die gängigen wie Maxdome oder Videoload sind meines Wissens nach recht gut abgeshottet, mir wäre nichts bekannt wie man die Filme unter Linux ansehen oder unter Windows kopieren kann.
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Benno-007
Anmeldungsdatum: 28. August 2007
Beiträge: 29240
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Google mal nach OTR. 😉 Funktioniert prima unter Linux. Streaming habe ich allerdings noch nicht probiert, ich downloade vorher. Es gibt Mirrors, die 1-2 Monate die Filme vorhalten, manchmal auch Jahre, wenn es richtige Knaller sind. ☺ Und es ist nicht verboten in Deutschland.
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ChemicalBrother
Ehemaliger
Anmeldungsdatum: 17. Mai 2007
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nbkr schrieb: Es mag ja sein, dass ich prinzipiell DRM Programme für Linux entwickeln / abspielen kann, aber vermutlich wird das kein Anbieter machen. Denn das DRM Programm muss ja zum Anzeigen des Filmes die Daten Letztenendes an die Grafikkarte geben. Dafür müssen die Daten an das Open Source System weitergeben werden. Damit kann ich die geschützten Daten vergleichsweise einfach abgreifen - notfalls passe ich halt den Grafikkartentreiber an, oder den Kernel, oder den XServer, oder was sonst noch zwischen meinen Augen und der Videodatei an Software existiert. Das ist wie der Versuch für den reinen Verkauf von GPL Software Geld zu verlangen. Theoretisch machbar, praktisch funktioniert es nicht, weil mein Nachbar die Software einmal von mir kauft und sie dann für einen Euro weniger anbietet. Wenn ich da keinen Mehrwert (Support, Schulungen, etc.) anbieten kann, bin ich aus dem Geschäft (mein Nachbar übrigens auch, weil irgendwer die Software von ihm kauft und für wieder einen Euro weiterverkauft ...)
Du wirfst hier aber einiges durcheinander. Mal abgesehen davon gibt es mehrere Wege von DRM, wie zum Beispiel Account-gebundene Onlinespiele, für die man eben den CD-Key oder was auch immer braucht und eben den Account. Ist auch eine Form von DRM und auch schon in Linux vorhanden. Bringt jetzt den Threadersteller nicht weiter und hat auch nix mit VODs etc. pp. zu tun, aber DRM für Linux ist vorhanden, closed source und hat nix mit GPL zu tun und ganz abgesehen davon für Leuten wie Linus Torvalds kein Problem. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob alle Software im Ubuntu Software-Center DRM frei ist.
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nbkr
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Benno-007 schrieb: Google mal nach OTR. 😉 Funktioniert prima unter Linux.
Das ist nur ein Videorekorder. Da gibts auch nur das was im Fernseh läuft. Das ist bekanntermaßen nicht so prickelnd. Abgesehen davon, Fernseher und Rekorder hab ich.
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nbkr
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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ChemicalBrother schrieb: Du wirfst hier aber einiges durcheinander. Mal abgesehen davon gibt es mehrere Wege von DRM, wie zum Beispiel Account-gebundene Onlinespiele, für die man eben den CD-Key oder was auch immer braucht
Onlinespiele haben nichts mit dem Betriebssystem des Clients zu tun. Die Sicherung liegt hier darin, dass ich Onlinezugriff brauche. D.h. ich muss mich zu einem Server verbinden der vom Spielehersteller kontrolliert wird. Welches Betriebssystem das TCP Paket für die Anfrage gepackt ist irrelevant. Die geschützten Daten erreichen erreichen mein PC in dem Sinne nie. Ich kann (zumindest theoretisch) einen Open Source WoW Client schreiben. Viel Arbeit, aber prinzipiell die selbe Vorgehensweise wie bei Samba. Trotzdem könnte der Open Source Client nicht mehr an Daten liefern.
und eben den Account. Ist auch eine Form von DRM und auch schon in Linux vorhanden. Bringt jetzt den Threadersteller nicht weiter und hat auch nix mit VODs etc. pp. zu tun, aber DRM für Linux ist vorhanden, closed source und hat nix mit GPL zu tun und ganz abgesehen davon für Leuten wie Linus Torvalds kein Problem.
Und ich bin mir auch nicht sicher, ob alle Software im Ubuntu Software-Center DRM frei ist.
Software ist was anderes als Filme bzw. Daten. Das ich unfreie Software auf Linux laufen lassen kann ist klar, ich brauch den Quellcode nicht um ein Programm laufen zu lassen. Aber ich brauche das Filmmaterial (und darum ging es dem Threadersteller ja) in Qualität X um es in Qualität X ansehen zu können. Daten kann ich nicht in Binärcode übersetzen, denn ich will da schlussendlich die Daten.
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ChemicalBrother
Ehemaliger
Anmeldungsdatum: 17. Mai 2007
Beiträge: 3136
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Ich habe es das Gefühl, du bist nicht von dieser Welt, nbkr. Glaubst du, was du da schreibst, weißt du, ob das auch verständlich ist, bist du dir sicher, dass das stimmt?
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nbkr
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Was genau empfindest du als unverständlich oder fehlerhaft?
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ChemicalBrother
Ehemaliger
Anmeldungsdatum: 17. Mai 2007
Beiträge: 3136
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nbkr schrieb: Was genau empfindest du als unverständlich oder fehlerhaft?
Alles, deswegen weiß ich nicht, wo ich anfangen soll.
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nbkr
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Wohnort: Aschaffenburg
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Ok, dann versuche ich es klarer zu machen. Behauptung DRM geschützte Videoangebote wie Maxdome oder Videoload wird es für ein Open Source Betriebssystem nicht geben. Annahme(n) Den Rechteinhabern ("die Filmindustrie") ist es wichtiger einen effektiven Kopierschutz zu haben, als möglichst viele Kunden zu erreichen. Begründung Bei Videofilmen handelt es sich um Daten die nicht in eine Form gebracht werden können die kopieren unmöglich macht. Anders als z.B. bei Anwendungssoftware gibt es von Videodaten keine unterscheidung Binärdatei/Source Code. Die Videodaten die geschützt werden müssen, sind dass was der Kunde haben will. (Bei einem Anwendungsprogramm würde der Kunde eine laufende und funktionierende Anwendung haben, der Source Code interessiert den Kunden nicht). Die Rechteinhaber sind deshalb auf ein System angewiesen dessen Mechanismen sie vollständig kontrollieren können, oder die zumindest nicht von beliebigen Personen geändert werden können. Da sie die Daten selbst nicht schützen können, muss sozusagen alles "drum rum" gesichert werden. Zum "drum rum" gehören alle Schnittstellen welche die Daten passieren. Userland Tools, Kernel, Hardware. Geschlossene Plattformen wie Microsoft Windows bieten dies, denn Microsoft kann, dank Closed-Source verhindern dass man die Schnittstellen verändern kann. Microsoft hat dies auch schon getan. Windows Vista hatte erstmals Protected Video Path an Board, welches verhindert dass Daten kopiert werden. Sollte mangels kompatibler Hardware ein solcher Schutz nicht möglich sein, reduzierte Vista die Ausgabequalität der Daten, so dass man nur eine schlechtere Kopie anfertigen konnte. Open Source Systeme können eine solche geschützte Umgebung im Sinne der Rechteinhaber nicht bieten. Sollte ein Kernelentwickler entsprechendes in den Kernel einbauen, dürfte vermutlich innerhalb weniger Stunden ein Patch bereit stehen, welcher die Änderungen umgeht und das vollständige Signal wieder weitergibt. Fazit Meiner Meinung nach wird es aus diesem Grund niemals ein Videoangebot a la Maxdome oder Videoload für Linux nie geben. Zumindest nicht in der Form wie es dass für Windows gibt. Man kann nur hoffen dass die Rechteinhaber umdenken, wie dies im Musikbereich ja passiert ist - dort verschwand DRM recht schnell wieder.
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