Hallo Andreas,
Glori schrieb:
ich soll einen Vortrag über Möglichkeiten und Grenzen von Ubuntu- Desktop und Server halten.
Darf man fragen wie Du zu diesem Thema kommst?
Meinem Verständnis nach würden sich Windows Server anbieten, wenn man ausschließlich Windows Clients an eine Domäne oder an ein Active Directory anbinden
würde?
Nein! Mal abgesehen davon, dass AD eine reine M$ Erfindung ist, kommt es generell darauf an was man machen möchte bzw. welche Dienste man anbieten mag/muss. Vergleiche die ganze Sache mal mit einem Werkzeugkasten und einer Reparatur, die Du zu erledigen hast. Für jeden speziellen Fall gibt es das spezielle Werkzeug. Sicherlich kann man auch mit einer Zange einen Nagel in die Wand schlagen, doch das ist keine professionelle Arbeitsweise. Behalte Dir diesen Vergleich ruhig mal im Hinterkopf.
Nehmen wir an, man möchte eine Arbeitsgruppe mit einem Druckserver und einer Dateiablage versorgen, dann geht das z.B. mit Linux sehr gut. Ebenso kann man mit Samba einen Domaincontroller aufsetzen. Es geht also immer nur um die Anforderungen. Die angebunden Clients spielen da erst einmal keine Rolle.
Oder wenn man möchte, dass die Profile der Windows Benutzer von einem Server geladen werden?
Bezieht sich wieder auf AD, geht aber auch auf Linux Basis mit LDAP.
Wenn man weiß, dass man auch in Zukunft auf Windows Clients setzen möchte, ist eine homogene Landschaft vielleicht vorteilhafter?
So denken sicherlich manche, doch ist eigentlich der Kosten/Nutzen Faktor entscheidend.
Habt ihr Denkanstöße für mich? Oder liege ich komplett falsch? Danke schon einmal!
Ob Du komplett falsch liegst mag ich so nicht beantworten. Leider ist es eben so, dass man nirgendwo eine objektive Meinung bekommst. Stell die gleiche Frage mal in einem Klickibunti Forum 😉
Ich will Dir mal noch ein paar Erfahrungen mit geben; möchte man bei besagter Arbeitsgruppe z.B. SAP einsetzen, spielt es erst einmal gar keine Rolle auf was für einem Serversystem das betrieben wird. Das Betriebsystem muss "lediglich" SAP zertifiziert sein. SuSE und RedHat sind es zum Beispiel.
Oder man möchte den erwähnten Fileserver hochverfügbar machen, dann fallen für M$ reine Lizenzkosten für einen zweier Cluster mit 20 Clientlizenzen rund 14000,- Euro an. Linux kostet da gar nichts.
Und abschliessend ein Wort zum Thema support, man soll nicht vergessen, sowohl M$ als auch Linux Support kostet Geld wenn man es professionell nutzen möchte.
Ich hoffe dies hilft Dir erst einmal weiter? Vielleicht kannst Du ja noch HIntergründe angeben, worum es genau geht?