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Einfachheit von Linux für Linux-SupportFirmen uninteressant?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Wutz

Anmeldungsdatum:
11. Juni 2007

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Mir ist gerade ein Einfall gekommen, den ich um bedingt mal mit Euch besprechen möchte. Ob meine Idee wahr oder nicht wahr ist, lassen wir mal dahingestellt. Ich weiß es nicht und Ihr wisst es sicher auch nicht zu 100%. Ich kann also nur Vermutungen anstellen. Im übrigen ist diese Idee noch nicht zu Ende gedacht und ich habe noch keine große Energie verwendet, den Gedanken zu Ende zu denken. Ich möchte mir eine Meinung zu diesem Thema bilden, weil ich mich auf diesem Gebiet nicht auskenne. Ich möchte hören wie andere dazu denken.

Jetzt meine Theorie / Vermutung / Idee (nennt das Kind wie Ihr wollt und bedenkt das ich hier nur einen Gedanken von mir schreibe). Wahrscheinlich habe ich irgendwas einfaches vergessen, das meine Vermutung sofort in Luft auflöst und hinfällig macht. Diese Thread spiegelt auch nicht meine Meinung wieder sondern nur einen einzelnen Gedanken der mir gerade eingefallen ist. Ich sage auch nicht das es so ist!

→ Linux ist für die meisten Anfänger recht kompliziert
→ verschiedene Firmen verdienen an dem Support zu Linux

Man könnte darauf folgern, das es für viele Firmen nachteilig wäre, wenn Linux so einfach zu bedienen wäre wie Windows oder Mac OS X. Den wenn jeder Idiot mit Linux umgehen könnte, woran sollten die "Linux"-Firmen den dann noch Geld verdienen? Kann es sein, das bestimmte Gruppen / Firmen / Vereinigungen / etc. gar kein Interesse daran haben, das Linux einfach zu bedienen ist? Genau wie Virenhersteller kein Interesse daran haben können, das es auf einmal keine Viren mehr gibt. Ich könnte mir sogar Vorstellen (ich sage nicht das es so ist!) das einige Firmen die Virensoftware herstellen um einige Ecken dafür sorgen, das ab und dann auch ordentliche Viren in Umlauf gebracht werden. (Ich kann mir das vorstellen und sage nicht das es so ist! Ich betone noch einmal das ich hier keine Fakten schreibe sondern nur Vorstellungen, also wie es sein "könnte". Ob es so ist weiß ich nicht. Es sind wie gesagt nur Möglichkeiten / Vorstellungen / Theorien / etc. )

Genau wie Hersteller von Betriebssystemen eigentlich froh sein sollten, das diese Fehlerhaft sind und der Anwender unzufrieden damit ist. Den wäre ein Anwender zufrieden mit dem gängigen Betriebssystem, dann würde er ja wahrscheinlich kein neues mehr kaufen. Was wäre wenn Softwarehersteller kein Geld mehr verdienen würden, weil alle Anwender auf einmal beschließen, das Ihnen die jetzige Version der Software ausreicht.

Bei dem Arbeitsspeicher und Motherboards ist es ja ähnlich. Arbeitsspeicher kann man so gut wie nie mitnehmen, weil die neueren Boards meistens anderen Speicher brauchen. Bei Prozessoren ist es ähnlich. Die Industrie scheint mir hier auf den ersten Blick selbst dafür zu sorgen, das die Anwender immer alles neu kaufen müssen.

Ob dem so ist, kann ich nur vermuten. Ich weiß es nicht. Ich hoffe auf einige interessante Denkaspekte durch Euch. Bedenkt bitte, alles was ich geschrieben habe sind keine Fakten, sondern nur Einfälle die mir gerade so in den Sinn gekommen sind. Ich kann nicht sagen ob es so ist oder ob es nicht so ist. Ich weiß es nicht! Nicht das mir hier jemand gleich unterstellt, das ich gesagt habe, das es so ist!

linuxpower

Avatar von linuxpower

Anmeldungsdatum:
7. September 2006

Beiträge: 433

Wohnort: Neuss

Ich glaube die würden gennauso viel verdienen oder deutlich mehr, wenn es einfach wäre für DAUS.
Im Profibereich ist Linux einfach im Vergleich zu anderem, da man alles nachvollziehen kann. Die Firmen verdienen nämlich nicht im Privatbereich sondern im Profi Segment, sprich andere Firmen die entsprechende Lösungen brauchen. Wenn Linux viele Leute kennen würden, bräuchten sie kein bzw. kaum Marketing und würden deutlich höhere Gewinne einfahren.

Also meine Schlussfolgerung: Supportfirmen, welche Linuxsupport anbieten, sind zu 99% im Profi Bereich anzutreffen und dort IST Linux einfach.
Von daher werden sie entweder die Einfachheit für DAUS fördern, da Werbung, oder es wird ihnen egal sein.
Übrigens verdienen Linux Firmen, wie Novell oder Red Hat immer mehr. Quasi jedes mal, wenn es einfacher wird, wird mehr Gewinn eingefahren.

VitaminC

Avatar von VitaminC

Anmeldungsdatum:
28. April 2007

Beiträge: 140

Hast du vor etwas Angst, oder warum rechtfertigst du dich so ausführlich? ☺

Zu deinen Ausführungen stelle ich dir aber einfach mal eine Gegenfrage: Was bezahlst du für dieses Support-Forum?

Selket

Avatar von Selket

Anmeldungsdatum:
9. Mai 2007

Beiträge: 115

Wohnort: China, Ningbo

interessante theorie.

ok linux ist kompliziert...das weiss jeder.

Aber auch so kompliziert wie XP zb?
Da bin ich mir nicht so sicher. Meine starke vermutung ist das jemand der noch NIE sich mit PCs beschaeftigt hat auf linux besser klarkommt als wenn er ein jahr XP hinter sich hat.

die lerngeschwindigkeit ist bei linux sehr hoch da alles sehr logisch strukturiert ist (nach meiner meinung).

Das problem ist leider nur das linux das image des Langhaarigen Nerds anlastet. Windows hat dagegen das image als familien system zu gelten...waehrend Linuxuser sozusagen die Kellerkinder sind.

linux muss einfach cooler werden.

Ein TV spot mit bruce willis wuerde wunder wirken ☺

foerdi

Avatar von foerdi

Anmeldungsdatum:
24. Februar 2007

Beiträge: 214

Wohnort: Paderborn

Linux wird "einfacher" - obwohl das eine ziemlich relative Bewertung ist.
Aber wenn ich den Unterton in diesem Thread richtig verstanden habe, lautet meine Antwort definitiv: Mit jedem Tag wird Linux einfacher werden.

"Einfacher" für den DAU.

Ob es auch einfacher für die anderen wird, das steht in den Sternen.

Ich kann mir vorstellen, dass spezialisierte Anwenungen (und die sind nunmal die Goldgruben der IT) kompliziert bleiben oder komplizierter werden.

Profis bezahlen Profis dafür, dass sie Profis bleiben dürfen.

Alles relativ.

Auch der letzte DAU kann mit viel Aufwand selbst zum Profi werden. Ohne dafür zu bezahlen. Jedenfalls kein Geld... Eher Zeit.

Geld, was man hat, wird auch ausgegeben.
Und Support ist das Geld wert.

Besonders, wenn es nicht mein Geld - Sondern das Geld von meinem Kunden ist ☺

queue

Anmeldungsdatum:
5. November 2006

Beiträge: 307

Bruce Willis ist Schnee von gestern. Jack Bauers neue Uhr läuft mit Linux!
Sein Handy mit Ubuntu Mobile, und auf den PCs der CTU Kubuntu mit kTorture, der neuen onlinegestützten Software zur vollen Folterkontrolle!
Debian auf den Servern ist selbstverständlich.
Nur die Terroristen verwenden Gentoo, stellt euch mal diese spektakuläre Baller-Prügel-Orgie vor, in der sich Jack Bauer vorwärts kämpft, in den 24 Stunden, die der Compiler läuft! :twisted:

*hust*
Ähm, okay, im Ernst.

Ich denke auch, dass Linux nicht künstlich kompliziert gehalten wird. Wie sollten die Support-Firmen auch ihre Leute in z.B. Debian einschleusen?
Support-Firmen verdienen an maßgeschneiderten Lösungen für Unternehmen, und da ist Linux nicht kompliziert, sondern genau so, wie es sein muss. Für alle Aufgaben anpassbar, mit vergleichsweise geringem Aufwand. Für den Anwender stehen genau die Funktionen zur Verfügung, die er braucht oder laut Aufgabenstellung brauchen sollte.
Da ist nichts kompliziert.

Kompliziert ist es, wenn überhaupt, für den Heimanwender, der aber fast nichts zum Umsatz der Support-Firmen beiträgt.

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