Geissbock
Anmeldungsdatum: 4. Juni 2007
Beiträge: 485
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Also ich finde es immer noch erschreckend wie schlecht Linux auf Notebooks läuft. Gerade nach dem letzten Test von der ct' http://www.heise.de/ct/inhalt/2011/20/148/ Warum ist es so schwierig die Treiber für das Energiemanagement für Linux zu optimieren? In dem Test haben die Notebooks unter Linux zum Teil 40 % mehr Strom verbraucht als unter Windows 7. Dadurch sinkt ja enorm die LAufzeit. Selbst bei Notebooks die man mit installiertem linux kaufen kann, werden oft Treiberprobleme bemängelt. Ist es wirklich so schwierig Linux vernünftig auf einem Laptop zum laufen zu bekommen? Hatte eigentlich vor mir ein 13" Subnotebook zu kaufen und dann dort Ubuntu zu installieren. Aber der Stromverbauch ist bei mir sehr wichtig da ich nicht ständig eine Steckdose in der Nähe habe.
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ChemicalBrother
Ehemaliger
Anmeldungsdatum: 17. Mai 2007
Beiträge: 3136
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Geissbock schrieb: Warum ist es so schwierig die Treiber für das Energiemanagement für Linux zu optimieren?
Weil es die Hersteller der Hardware nicht machen?
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redknight
Moderator & Supporter
Anmeldungsdatum: 30. Oktober 2008
Beiträge: 21817
Wohnort: Lorchhausen im schönen Rheingau
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Weil Hersteller ihre Spezifikationen nicht offenlegen. Nahezu alle Probleme im Test waren auf verschlossene Spezifikationen zurückzuführen - Davon ausdrücklich nicht berührt sind die genannten Probleme mit den Sandy-Bridge-Chipsätzen, da es für diese Referenztreiber von Intel gibt.
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harry123
Anmeldungsdatum: 3. Mai 2006
Beiträge: 3188
Wohnort: Leipzig
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Wenn man sich vorher informiert, dann finden sich Notebooks, mit denen der Energieverbrauch akzeptabel ist. Habe ein Lenovo x61 und bin sehr zufrieden. Grüße
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Das_Wort
Anmeldungsdatum: 23. Dezember 2009
Beiträge: 5269
Wohnort: /dev/null
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Der Abschnitt zum kruden BIOS sagt schon viel. Die Hersteller flicken ihre Treiber teilweise schlecht zusammen oder nach dem Credo "hauptsache funktioniert (irgendwie)". Sehr zu empfehlen ist dazu auch der RadioTux Podcast zum Projekt Coreboot, die müssen sich nämlich genau mit solchen Problemen herum schlagen (nicht technisch, da bootloader. Aber eben mit den Unternehmen). blog.radiotux.de/2011/05/24/linuxtag-2011-interview-mit-sven-schnelle-und-peter-stuge-von-coreboot/
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The_Eye
Anmeldungsdatum: 14. August 2005
Beiträge: 493
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@redknight
Dein Wort in Gottes Ohr! Ich hoffe wirklich, dass die Unterstützung von Sandy-Bridge so gut wird wie erhofft. @Geissbock
Deinen Zorn kann ich ja auf der einen Seite verstehen, aber wie in den anderen Beiträgen schon erwähnt wurde, es ist nicht so, dass die Linux-Entwickler alle dumm und unfähig sind. So lange sich aber keiner der Hersteller gegenüber Linux öffnet, erinnert ihre Arbeit ein bisschen an Topfschlagen, wie man es früher(heute?) auf Kindergeburtstagen gespielt hat. Außerdem muss man sagen, immerhin, es gibt eine positive Entwicklung. Als ich mir meinen ersten Laptop gekauft habe (um die Jahrtausendwende), war man stolz, wenn man überhaupt mit Linux darauf arbeiten konnte. Was mich nur wundert: warum tun sich die Hersteller so schwer damit? Wenn jetzt zB Lenovo die Community mit ausreichend Informationen zu ihren Geräten versorgen würde, würden doch auch die meisten Linux-User ihre Geräte kaufen. 'So' wenige sind wir ja nun auch nicht mehr. Und zB Lenovo hätte noch nicht mal die Arbeit ... Gibt es da vielleicht irgendeinen rechtlichen Punkt, der das unmöglich macht? Gruß
The_Eye
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VincentVale
Anmeldungsdatum: 11. Juni 2009
Beiträge: 317
Wohnort: Solingen
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Ein bissel Suchen hilft manchmal. Das Notebook meiner Freundin (ein Asus) oder das Netbook von meinem Großvater (Samsung) verbraucht z.B. weniger Strom unter Linux als unter Windows.
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DeJe
Anmeldungsdatum: 2. Januar 2008
Beiträge: 2377
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VincentVale schrieb: Ein bissel Suchen hilft manchmal. Das Notebook meiner Freundin (ein Asus) oder das Netbook von meinem Großvater (Samsung) verbraucht z.B. weniger Strom unter Linux als unter Windows.
Tata!!! Und wieder ein Problem gelöst. 😉 Im Ernst, gerade beim Thema Power-Management (Verbrauch, Hibernate, Klappe zu, Klappe auf, Sondertasten, Dock dran, Dock wieder ab, ...) ist fast jeder XP-Notebook besser aufgestellt. Bei meinem Dell Vostro mit Lucid habe ich es aufgegeben, Hibernate/Suspend funktioniert eben nicht richtig. Und so war es auch beim Acer, Toshiba, ... Und nein, ich habe keine Lust jedesmal zu frickeln das es funktioniert und nach einem Update wieder nicht mehr. Jetzt ist Klappe zu eben Shutdown! Man lernt damit zu leben...zumal Hibernate, Suspend to Disk → wake up, bei Ubuntu länger dauert als ein normaler Boot. 😉
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Geissbock
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 4. Juni 2007
Beiträge: 485
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Deje genau die selben Erfahrungen habe ich auch gemacht. Ich habe bis jetzt noch kein Notebook gefunden, das unter Linux genau so gut läuft wie unter Windows. Selbst bei meinem Uralt Notebook mit Lubuntu musste ich lange rumfrickeln bis es einigermaßen vernünftig lief. Ich finde es nur traurig das selbst Notebooks die "ab Werk" mit Linux zu kaufen sind, nicht so gut laufen wie die Windows Version. Gerade auf meinem Notebook könnte ich komplett auf Windows verzichten, da ich unterwegs auf kein spezieles Win Programm angewisen bin. Anders zu Hause, wo ich Dualboot mit Win 7 habe, da ich ein paar spezielle Win Programme brauche.
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redknight
Moderator & Supporter
Anmeldungsdatum: 30. Oktober 2008
Beiträge: 21817
Wohnort: Lorchhausen im schönen Rheingau
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KOmisch, ich hatte noch keine schlechten Erfahrungen, sowohl mit dem alten Samsung (modelnummer weiß ich nicht mehr) als auch mit Thinkpad SL510 (privat) und HP Elitebook 8440p (Firma) kein Problem mit diversen LiveCDs und Installationen. Dabei jeweils auch suspend und ähnliches in Nutzung
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Inkane
Anmeldungsdatum: 17. Oktober 2010
Beiträge: 306
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Mit suspend hatte ich auch noch nie Probleme, außer dass s2ram den Parameter -f braucht. Und dank TuxOnIce funktioniert auch hibernate gut, zumindest meistens. Der Energieverbrauch variiert stark, je nach DE/Fenstermanager.
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DeJe
Anmeldungsdatum: 2. Januar 2008
Beiträge: 2377
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@Geissbock. Wir sind in der Unterzahl und Linux unterstützt scheinbar hervorragendes Power Management. Ich frage mich, was mache ich falsch? 😉 Meine Notebooks werden nach Standard ausgewählt, zugegeben nicht auf Biegen und Brechen nach Linux. Aber die Komponenten sind immer Mainstream, keine Experimente. Linux (egal welches) läuft auch immer ohne Probleme. Aber beim Power Management hatte ich bisher nie Glück...und mir geht es nicht einmal um Akku-Laufzeit. Wichtiger ist mir, das der mobile Betrieb funktioniert. Also Zuklappen, Aufklappen, Dockingstation, usw., aber auch da versagt Ubuntu. 🙄
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Trollkiller
Anmeldungsdatum: 3. Juni 2009
Beiträge: 62
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DeJe schrieb: @Geissbock. Wir sind in der Unterzahl und Linux unterstützt scheinbar hervorragendes Power Management. Ich frage mich, was mache ich falsch? 😉 Meine Notebooks werden nach Standard ausgewählt, zugegeben nicht auf Biegen und Brechen nach Linux. Aber die Komponenten sind immer Mainstream, keine Experimente. Linux (egal welches) läuft auch immer ohne Probleme. Aber beim Power Management hatte ich bisher nie Glück...und mir geht es nicht einmal um Akku-Laufzeit. Wichtiger ist mir, das der mobile Betrieb funktioniert. Also Zuklappen, Aufklappen, Dockingstation, usw., aber auch da versagt Ubuntu. 🙄
Meine Güte, was hat ich Probleme mit Windows, was muss ich meiner Frau dauernd mit ihrem ach so intuitiven osx helfen und wie hervorragend funktioniert bei mir mein ach so kompliziertes frickel sid, aber ich bin ja ein totaler Einzelfall, ich vergaß. Ist doch alles pille palle. ich hab mir trotzdem Win (7) wieder draufgemacht und hock wegen indesign am rechner der Frau, weil ohne da irendwelche Schuldzuweisungen suchen zu wollen, wer soll denn überhaupt Schuld sein, ich ohne msoffice/indesign und co. halt Stunden mit workarounds usw. verbringen musste und das kann ich mir nicht mehr leisten, nicht finanziell, sondern zeitlich. Das hat aber niente mit linux zu tun, sondern mit den regeln des Freien Marktes. Wer die Folgen nicht mag, soll sich darüber aufregen. Und jetzt soll mir bloß keiner mit irgendwelchen "mit linux kann man auch Geld verdienen" Sprüchen kommen. Kann man von mir aus, interessiert aber große IT-Firmen nüscht die Bohne - die rechnen in Rendite und da interessiert "auch was verdienen können" soviel wie das GNU in Afrika oder Fragen ist menschlich. Ach ja, bin mit meinen Linux, BSD, OSX und Windowssystemen eigentlich allesamt zufrieden, BSD lässt nach, aber zwei OPEN-BSD Saufkumpane helfen da schön aus. Prost und alles nicht so wichtig nehmen, oft an die Sonne und viel Amore soll schon von so manchem laptop oder was auch immer Problem mehr als abgelenkt haben ... hiks ... mein Gott waren die Zeiten schön als ein schlichter Assembler noch als Luxus galt ...
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Dragonboy
Anmeldungsdatum: 2. Januar 2010
Beiträge: 154
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Ich sage nur IBM Thinkpads ☺ Mein R40 läuft und läuft... schnell,stabil und sogar mit Compiz Effekten wie dem 3D Cube.
Und das bei 1,3 Ghz Single Core... 512 MB Ram und 16 MB ATI Chip ☺
Der Akku hält locker 5 Stunden...und wenn man wirklich nichts mit dem Gerät macht ist es sogar am nächsten Morgen noch an. Selbst KDE läuft flüssig ☺ Also unter XP war das Ding nicht zu benutzen... unter Ubuntu ist es ein Marathonläufer...
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themroc
Anmeldungsdatum: 5. November 2006
Beiträge: 1551
Wohnort: JWD bei Berlin
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Geissbock schrieb: Also ich finde es immer noch erschreckend wie schlecht Linux auf Notebooks läuft. Gerade nach dem letzten Test von der ct' http://www.heise.de/ct/inhalt/2011/20/148/
Also ich benutze seit eh und je nur Notebooks und hatte seit Dapper Drake nur selten Probleme. Einfach eine Release warten bei einem Neukauf und schon funktioniert alles. Und Heise und Ahnung von Linux ist so ein Thema für sich. Wenn die über Kubuntu berichten, denkt man immer, die berichten über den Stand von vor 4 Jahren.
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