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So verwandeln Sie GIMP kostenlos zu Photoshop

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Yabba-Dabba-Doo

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7. Januar 2015

Beiträge: 445

Ich bin beim Stöbern im Internet auf folgenden Artikel aufmerksam geworden.

Da die Oberfläche von Gimp seit jeher Grund zur Diskussion bietet denke ich ist dies ein interessanter Ansatz, leider ist die Umsetzung verbesserungswürdig. Ich habe diese Spezialversion von Gimp gleich wieder deinstalliert, da beim Versuch diese Version zu starten kein Zugriff auf Maus, Touchpad, Tastatur oder sonst etwas mehr möglich war, so das man nur noch den Rechner ausschalten und neu Booten konnte. Dennoch finde ich die Sache interessant.

So verwandeln Sie GIMP kostenlos zu Photoshop

20.08.2016, 18:00 von Frank Schneidewind

Das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm GIMP erfreut sich vor allem bei Linux-Nutzern höchster Beliebtheit. Die Standard-Variante ist allerdings etwas knifflig in der Handhabung: Dagegen gibt es jetzt ein paar nützliche Tricks, mit denen sich GIMP fast genauso wie Photoshop nutzen lässt.

http://www.chip.de/news/So-gimp-photoshop_98666549.html

Ebenfalls sinnvoll

PSPI ist ein Plug-in für das Programm GIMP, mit dem Sie auch Plug-ins von Adobe Photoshop nutzen können.

http://www.chip.de/downloads/PSPI-fuer-GIMP_37803068.html

https://www.youtube.com/watch?v=jm7s22tRejI

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frostschutz

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18. November 2010

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Yabba-Dabba-Doo schrieb:

Da die Oberfläche von Gimp seit jeher Grund zur Diskussion bietet denke ich ist dies ein interessanter Ansatz, leider ist die Umsetzung verbesserungswürdig. Ich habe diese Spezialversion von Gimp gleich wieder deinstalliert, da beim Versuch diese Version zu starten kein Zugriff auf Maus, Touchpad, Tastatur oder sonst etwas mehr möglich war, so das man nur noch den Rechner ausschalten und neu Booten konnte. Dennoch finde ich die Sache interessant.

Eine Spezialversion braucht man bei Gimp eigentlich nicht.

Das woran sich viele "seit jeher" also vor langer, langer Zeit gestört haben, sind die vielen vielen einzelnen Fenster die Gimp so produziert. Die Verwaltung dieser Fenster hat Gimp dem Fenstermanager überlassen. Und dann noch daß einmal verschwundene Fenster nicht von selbst wieder auftauchen.

Aber dafür gibts ja den Einfenstermodus.

Gimp starten. Edit → Preferences → Window Management. Haken wegmachen bei "Save window positions on exit". Button drücken "Reset Saved Window Positions". Gimp schließen. Gimp starten. Windows → Single Window Mode ankreuzen. Fenster ins Vollbild machen. Jetzt bist du sozusagen im Photoshop-Modus - ein grosses Fenster mit allen Standardtools an ihren Standardpositionen. Ggf. noch Feintuning machen (Fensterunterteilung verschieben) bis du zufrieden bist. Abschließend Edit → Preferences → Window Management. Button drücken "Save Window Positions Now".

Fortan startet Gimp in einem großen Fenster mit der gewünschten Ausgangskonfiguration. Wenn du mal ausversehen was wegklickst/verschiebst/umdockst und nicht weißt wie es wieder normal wird, Gimp neu starten reicht.

Yabba-Dabba-Doo

(Themenstarter)

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7. Januar 2015

Beiträge: 445

Also wie man den Einzelfenster Modus atkiviert ist mir durchaus bekannt aber hier geht darum das man die Oberfläche so umbaut das sie ähnlich wie Adobe Photoshop aussieht und angeblich auch funktionieren soll (konnte ich wegen der oben genannten Gründe nicht ausprobieren) aber wenn ich mir mal die Bilder von Adobe Photoshop und dem Ergebnis des Umbaus so ansehe sehen sie sich ähnlich.

V_for_Vortex Team-Icon

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Sowas macht m.E. nur Sinn, wenn man parallel Photoshop und GIMP benutzt. Das UI jedes Programmes ist Übungssache, viele Leute sind Photoshop gewöhnt und sehen dessen UI als als den Standard an, an dem sie andere UIs messen (ähnlich wie Windows-Umsteiger Linux-Desktops am Windows-Desktop messen).

Benutzt man hingegen nur GIMP, ist es m.E. besser, sich in dessen UI einzuarbeiten und sich daran zu gewöhnen. Das erleichtert nebenbei das eventuelle Arbeiten an einem fremden GIMP und das „übersetzungsfreie“ Nachvollziehen von Tipps und Anleitungen aus dem Netz.

frostschutz

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18. November 2010

Beiträge: 7777

GIMP ist nun mal nicht Photoshop und verwandeln kann man es auch nicht. Wenn es unbedingt Photoshop sein muss dann bleibt man am besten beim Original.

GIMP kann man lernen, wer die Einstellung wie oben beschrieben durchgeht hat deutlich weniger Ärger. Mit mehreren/getrennten Fenstern kann man kaum umgehen und daß man sich aus Versehen mal ein Tool/Tab wegklickt und nicht weiß wie man das wiederbekommt, das passiert gerade am Anfang recht häufig.

Mir gefällt das neue/dunkle UI von GIMP überhaupt nicht ( https://www.gimp.org/news/2016/07/13/gimp-2-9-4-released/ ), soll das vielleicht auch von Photoshop inspiriert sein? Ich stelle das auch immer zurück aufs gute alte graubunt. An der Funktion ändert sich durch die Optik ja zum Glück nichts.

mrkramps Team-Icon

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GIMPshop ist eigentlich keine besonders neue Idee, siehe auch GIMPSHOP 🇬🇧 oder ähnliche Ansätze wie GIMPHOTO 🇬🇧. Das stammt aber im Urprung alles aus einer Zeit, als GIMP den Einzelfenstermodus noch nicht unterstützt hat. Die Modifikation bestand in erster Linie aus einer an PS angelehnteren Menüstruktur, diversen Voreinstellungen und zusätzlichen Plugins. Für mich war das Spannenste daran zu sehen, was man bei GIMP alles im Konfigurationsverzeichnis treiben konnte.

Diese Anleitung bei Chip ist denn eigentlich auch nicht mehr als, wie installiert man ein dunkles Oberflächenthema und hey, wir haben noch ein paar angepasste Tastenkürzel dazugepackt. Echt jetzt?

Das PSPI Plugin ist inzwischen ziemlich veraltet, nur 32 Bit und lief unter Linux auch lediglich über Wine (aber immerhin lief es mit Ubuntu 5.10). Offizielle Entwicklerseite ist übrigens Tor Lillqvist--PSPI:Running Photoshop plug-ins in GIMP 🇬🇧.

Nächste Überarbeitung der Oberfläche läuft gerade und kommt dann mit GIMP 2.10, siehe auch GIMP 2.9.4 Released 🇬🇧.

Helge55

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6. Juli 2015

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Hallo Frostschutz,

danke für die Einstellungen zum Einfenster-Modus. Das macht mir die Arbeit mit GIMP deutlich einfacher. 👍

Viele Grüße

Helge

Thomas_Do Team-Icon

Moderator
Avatar von Thomas_Do

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24. November 2009

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Also mir ist diese immer wiederkehrende Gimp-Kritik ein Rätsel. Die einen meinen es sei zu kompliziert, die anderen es sei nicht wie Photoshop. Kann ich beides nicht nachvollziehen. Ich habe früher viel mit PS gearbeitet und merke, wenn ich mal wieder Umsteige, den Unterschied kaum. Im Prinzip sind die gleichen Grundfunktionen vorhanden. Sicher gibt es auch einige (für mich) relevante Unterschiede: Gimp kann z.B. (noch) keine 16bit-Bilder bearbeiten und Farbkänale kann man nicht einfach per C&P tauschen. Dafür gibt es aber z.B. bei den Gradationskurven ein logarithmisches Histogramm ☺. Beide Programme haben ihre vor und Nachteile aber GIMP ist insgesamt wirklich gut.

Eine PS-gepimptes Gimp braucht es m.E. nicht wirklich.

Helge55

Anmeldungsdatum:
6. Juli 2015

Beiträge: 156

Richtig. Es wird halt nur gern gejammert, weil die Umstellung/Einarbeitung ihre Zeit braucht. 😉 Jetzt nach etlichen Monaten geht die Lernkurve deutlich steiler nach oben. 👍

Viele Grüße

Helge

H.

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7. Februar 2010

Beiträge: 45

Photoshop - das ist in meinen Augen eine Software, die durchaus von vielen wirklich gebraucht wird. Oftmals habe ich aber den Eindruck, dass das Photoshop Elements ausreichen würde... und ich nutze seit dem Abo-Modell von Adobe bewusst nur noch die alte Version - und setze mittlerweile so oft es geht unter Linux freie Alternativen ein... und da gefallen mir Gimp und Krita immer besser.

Ich bin immer wieder verwundert, wieviele User angeblich Photoshop brauchen - wenn ich das gefühlt in Zahlen umsetzen würde, müsste Adobe mehr Cash als Apple haben 😉

Überspitzt: Interessant ist in meinem "fotografischen Umfeld" die nicht vorhanden Wechselbereitschaft. Da wird auf den Workflow beharrt, egal wie unsinnig der am Ende ist - ebenso gilt da der Mac immer noch als der Kreativrechner (und das ist deutlichst widerlegt)... Wer nicht wechseln will - der wird mit nichts anderem zufrieden sein...

V0LKER

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23. Februar 2014

Beiträge: 1967

H. schrieb:

Photoshop - das ist in meinen Augen eine Software, die durchaus von vielen wirklich gebraucht wird. Oftmals habe ich aber den Eindruck, dass das Photoshop Elements ausreichen würde... und ich nutze seit dem Abo-Modell von Adobe bewusst nur noch die alte Version - und setze mit..........................

Moin,

die meisten Menschen sind so gestrickt das diese alles (viele Funktionen) haben wollen und dann liegt es in der Ecke rum. Bedeutet wenn Du 10% des Funktionsumfanges von PS nutzt dann nutzt Du schon sehr viel, die meisten kommen garnicht auf so eine größe sondern dümpeln bei 2-3 %.

Persöhnlich habe ich mich in Krita eingearbeitet und das reicht mir, gimp ist entfernt.

V_for_Vortex Team-Icon

Avatar von V_for_Vortex

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1. Februar 2007

Beiträge: 12091

Wohnort: Berlin

V0LKER schrieb:

Persöhnlich habe ich mich in Krita eingearbeitet und das reicht mir, gimp ist entfernt.

Ich bin auch irgendwann von Gimp zu Krita gewechselt, aus reiner Faulheit, weil es bei Kubuntu standardmäßig installiert ist. ☺ Für das bisschen Bildbearbeitung, das ich mache, ist das Grafikprogramm völlig egal.

V0LKER

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23. Februar 2014

Beiträge: 1967

V_for_Vortex schrieb:

V0LKER schrieb:

Persöhnlich habe ich mich in Krita eingearbeitet und das reicht mir, gimp ist entfernt.

Ich bin auch irgendwann von Gimp zu Krita gewechselt, aus reiner Faulheit, weil es bei Kubuntu standardmäßig installiert ist. ☺ Für das bisschen Bildbearbeitung, das ich mache, ist das Grafikprogramm völlig egal.

So ist es wobei krita sogar Problemlos mit RAW - Formate klarkommt. Es reicht völlig für den "Hobby"-Fotografen.

shinichi

Anmeldungsdatum:
14. März 2008

Beiträge: 735

Wohnort: Lausitz + Honshu

Ich sehe nicht wirklich, warum 1-Fenster-Mode gleich Photoshop sein soll. Wenn ich mit Photoshop hantiere, stelle ich den absichtlich auf mehrere Fenster (1 je geöffnetem Bild und Werkzeuge separat, Einstelluungsfenster ggf. offen auf nem zweiten Monitor). Für mich ist das einfach logischer, auch wenn der Werkzeugkasten sein eigenes fenster hat. Ich finde es sogar gerade echt nervtötend, dass nun bei Gimps Mehrfenstermodus nicht mehr der Werkzeugkasten das Hauptfenster ist, sondern ein leeres Bildfenster. Habe ich nun kein Bild geöffnet, verschwendet trotzdem eines dieser großen Bildfenster Platz (gibt z.B. nicht die Sicht auf ein dahinter liegendes Dateimanagement-Fenster mit Bilddateien frei). Früher war dann nur der Werkzeugkasten geöffnet. Wäre schön, wenn dort die Programmoptionen zu finden wären und im Bildfenster nur die Bildbearbeitungsfunktionen. Naja …

Ich finde Gimp großartig, aber leider ist Photoshop noch deutlich „angenehmer“ zu bedienen. Ich meine hiermit die vielen fortschrittlichen Algorithmen, die Phototshop hat und einem viel Editierarbeit automatisch abnehmen. Zum einen ist das doof, weil manbei Gimp dadurch umständlöicher zum Ziel kommt, andererseits ist das aber auch schlecht, weil man dann die ganzen Grundlagen nicht mehr benutzt und „das Handwerk“ flöten geht.

Und sicherlich, ein paar Funktionen hat Gimp sschlicht nicht, die nötig wären, 16-bit z.B. oder Arbeit mittels CIE-Lab statt RGB. Was aber bitte raus bleiben soll ist CMYK. Das hat nichts mit Bildbearbeitung zu tun, sondern sind reine Druckdaten. Sobald man Druckdaten hat, sollte die Bildbearbeitung abgeschlossen sein. Wofür gibts denn Farbraum-previews? CMYK zu implementieren ist reine Zeitverscchwendung. Also GIMP, CIE-Lab bitte schnellstens her. ^^

Gimp benutze ich aber dennoch primär so weit es immer geht. Tolle Grundlage, um wirklich mächtige free open sorce software zu sein.

Helge55

Anmeldungsdatum:
6. Juli 2015

Beiträge: 156

Nachdem ich unter Linux alles Mögliche ausprobiert habe, sieht mein Workflow für die Bildbearbeitung so aus: Die RAW-Fotos werden mit Darktable zu TIFs konvertiert und dabei ein wenig bearbeitet. Die endgültige Bearbeitung erfolgt dann mit Fotoxx, das bei Bedarf auch JPEGs erzeugt. Die Oberfläche wirkt wohl etwas kindlich, aber darunter finden sich sehr gute Werkzeuge, die für mich leichter zu finden und verstehen sind als die in GIMP. Und 16-Bit können für TIFs und PNGs erzeugt werden.

Viele Grüße

Helge

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