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Eurokom, Englisch Prüfung, Vortrag Ubuntu

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 14.04 (Trusty Tahr)
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anonsloe

Anmeldungsdatum:
27. Juni 2014

Beiträge: 6

Wohnort: Weil am Rhein

Hallo zusammen,

gegen November habe ich in meiner Realschule eine mündliche Englischprüfung abzulegen. Mit inbegriffen ist ein Votrag aus einem selbst gewählten Thema. Hier würde ich sehr gerne einen Vortrag über Ubuntu halten und meine Lehrer vielleicht zu einem Ubuntu Wechsel animieren. Warum mache ich jetzt extra hierfür einen Thread auf? Naja, meine Vorteile liegen auf der Hand... Ich Arbeite sehr gerne mit dem Terminal und fummel gerne in den tiefen Einstellungen rum (unter anderem). Leider fehlt mir das Auge eines Users, der von allem was den Computer angeht keine Ahnung hat. Mir fallen für Ubuntu nur Argumente ein, die etwas fortgeschrittenere Anwender interessieren könnten. Meine Frage hierzu nun: Wie sollte ich beginnen? Was für Argumente kann ich bringen, um einen Laien Ubuntu schmackhaft zu machen?

Vielen Dank schon mal im vorraus. ☺

Thomas_Do Team-Icon

Moderator
Avatar von Thomas_Do

Anmeldungsdatum:
24. November 2009

Beiträge: 8808

Falls Du Anfänger suchst, bist Du hier vielleicht falsch 😉.

Als Anregungen:

  • Einfache Programminstallation über Paketverwaltung (zentral wie App-Stores von Smartphones)

  • Keine Virenscanner nötig

  • Kein Kaufpreis; neue Versionen können ohne Neukosten installiert werden

  • Aktualisierungen (meist) ohne Neustart

  • Schnelle Bereitstellung von Sicherheitsupdates

  • Kontrolle über das eigene System (Sicherheit, Konfiguration, keine mitgelieferte Bloatware)

  • Große Auswahl an Oberflächen (Desktops)

  • Einfache Einrichtung neuer Sprachen (auch pro Nutzerkonto)

  • Freie Nutzung. Wenig Probleme mit proprietären Lizenzen bei Nutzung und Weiterentwicklung

... so nun reichst's sonst schreibe ich morgen noch 😉.

hoerianer

Anmeldungsdatum:
14. August 2012

Beiträge: 3156

Generell macht es keinen Unterschied ob ein User mit Linux, dem Schrott aus Redmond oder dem angefressenen Apfel mit Wurm drin arbeitet. Das hängt zunächst einfach mal von den Einsatzzwecken ab. geht man aber mal einfach von einem ganz normalen Ottonormaluser aus, was macht der so am PC? Das ist eigentlich Mail, Internet, bischen mp3, Dokumente und vielleicht auch mal eine kleine Tabelle oder auch mal das ein oder andere Bild zuschneiden, wenn man es von der Camera geladen hat. Okay nimmt man nun Gimp her, wäre das evtl. ein Vortrag an sich.

Ich würde einfach klein anfangen, kurz erklären was Linux ist, dass die Dateistruktur anders ist und das Filesystem - natürlich nicht zu tief! Und dann eben zu Ubuntu schwenken und den Anwendungen. Den ein oder anderen Tipp kann man sich auch bei http://www.http://warumlinuxbesserist.de/ holen, nur da ist auch Vorsicht geboten was so die Argumente betrifft.
Die Themen Aussehen der Oberfläche, die verschiedenen Möglichkeiten kontra dem Einheitsbrei oder auch Treiber fände ich nennenswert. Und dann eben, dass ein user genau gleich wie unter anderen Systemen arbeiten kann.

Und by the way, wenn man mal einem M$ Poweradmin zugeschaut hat, wie der über Konsole Änderungen am System macht, bekommt man schon große Augen 😉

anonsloe

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
27. Juni 2014

Beiträge: 6

Wohnort: Weil am Rhein

Ich bedanke mich schoneinmal bei euch. Sehr schöne Argumente sind dabei, die für mich sooo alltäglich waren, dass diese mir garnicht in den Sinn kamen (sowas wie kostenlose upgrades, spracherweiterung, ubuntu software center). Am besten finde ich das Update Argument (welches für mich genauso alltäglich ist, das ich es garnicht im Kopf hatte). Das Filesystem anzuschneiden halte ich persönlich für nicht sinnvoll, da die wenigsten das Windows Filesystem kennen, abgesehen von der berühmten C: Partition. Danke für den Internet link, ich werde ihn mir sofort ansehen! Danke !!!

chakkman

Anmeldungsdatum:
1. August 2007

Beiträge: 574

anonsloe schrieb:

Mir fallen für Ubuntu nur Argumente ein, die etwas fortgeschrittenere Anwender interessieren könnten. Meine Frage hierzu nun: Wie sollte ich beginnen? Was für Argumente kann ich bringen, um einen Laien Ubuntu schmackhaft zu machen?

Ein Schelm, wem das symptomatisch vorkommt. 😉 Irgendwo ist was dran, dass sich die eigentlichen Vorteile von Ubuntu, oder Linux generell, eher dem fortgeschrittenen User offenbaren. Ich denke, der Normalo-PC User möchte eigentlich einfach nur, dass es schön einfach ist, und dass man kompatibel zu anderen ist. Besonders bei der Programminstallation haben die meisten Distributionen da noch deutlich Nachholbedarf.

Frieder108

Avatar von Frieder108

Anmeldungsdatum:
7. März 2010

Beiträge: 9455

Hi,

ich würd so nen Vortrag in der "Baumsprache" erzählen - also ein bischen über die Wurzeln, dann den Stamm und die "Hauptäste" erwähnen und danach auf Ubuntu umschwenken.

Um einen unbedarften Menschen (bspw. deine Prüfer) neugierig zu machen und auch glaubhaft zu wirken, solltest du auch auf die "Fallstricke" hinweisen - also speziell für den Alltag brauch man ja noch nen Drucker und Scanner und .exe gibts halt nun mal nicht - bedeutet, man muß sich ein bischen kümmern.

Aber in den Vordergrund muss man das auch nicht rücken, nur halt mal kurz zwischendrin erwähnen und weiter nix 😉

Sollte es möglicherweise zu Nachfragen kommen, dann hast dein Ziel - Interesse wecken - ja schon erreicht und kannst zum Smalltalk übergehen 👍

Viel Spaß und viel Erfolg

Mankind75 Team-Icon

Lokalisierungsteam
Avatar von Mankind75

Anmeldungsdatum:
4. Juni 2007

Beiträge: 3339

Wohnort: Wernigerode

Ich finde, es gut, dass Du einen Ubuntuvortrag machen möchtest aber ich wäre da auch vorsichtig, dass es nicht zu technisch ausartet. So Sachen wie Dateisystem etc. könnte eventuell zu technisch sein und ich würde wenn Du darüber referieren möchtest, darauf hinweisen, dass es andere Dateisystemkonzepte gibt.

Ich würde eher den Ansatz nehmen, über das Konzept der "Free Software" zu referieren. Beispielsweise ist ja der Verkauf und die Vervielfältigung von freier Software möglich. Dabei würde ich auf die vier Grundfreiheiten von GNU eingehen.Man könnte den geschäftlichen Aspekt der freien Software dann so formulieren: "Anyone has the freedom to start up his or her own business based on free software." Du könntest dann auch auf deinem Laptop die Unity-Oberfläche über einen Beamer zeigen, etwas über Richard Stallman und Linus Torvalds sagen etc. Von Richard Stallman gibt es auf www.gnu.org zahlreiche Audiodokumente und Interviews auf YouTube, die zur Inspiration dienen könnten. Last but not least: Die Rolle freier Software im Bildungswesen. Hier hat Stallman einige Ideen: https://www.gnu.org/education/ (Okay, das Video ist auf Spanisch aber auch mit englischen Untertitel).

Falk_Linux

Anmeldungsdatum:
4. Mai 2012

Beiträge: 192

Ich würde, wie Mankind75 schon erwähnt hat, zunächst mal kurz den sozialökonomischen Aspekt erwähnen, aus welcher Motivation heraus GNU und Freie Software entstanden sind. Ganz wichtig der Grundsatz dass Software frei sein wie das Wissen sein muss / sollte.

Dann würde ich erwähnen welche öffentlichen Einrichtungen bereits zu Linux migriert sind, also klassisch die Münchner Stadtverwaltung mit Limux (wenn auch der neue OB als Windowsfan zickt), die französische Gendarmerie, die US Navy, die Raumstation ISS und viele andere, siehe Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen.

Denn man kann die beste Sache oder Idee präsentieren, doch wenn man Nachahmer benennt, gibt man dem Produkt / der Idee gleich einen Touch mehr.

Viel Erfolg! 👍

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