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Distributionen mit aktuellestem Kernel

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Kein Ubuntu
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Pimpifax

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28. März 2017

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Wie kann man herausfinden welche Distribution(en) den aktuellen, oder einigermaßen aktuellsten Kernel nutzen? Bzw. gibt es irgendwo eine diesbezüglich Auflistung? Ich habe bereits danach gesucht, aber selbst bei Distrowatch gibt es leider nichts dergleichen. Oder muß man etwa wirklich bei jeder einzelenen Distri nachschauen??

[Hintergrund]: Ich habe leider den Fehler gemacht mir ein recht aktuelles Netbook zu kaufen, welches mit Win 10 daher kam. Und nun habe ich den Salat, daß unter Linux einiges an Hardware (Soundkarte, Off-Schalter, Touchpad nur rudimentär, Energieverwaltung,...) von Ubuntu, Mint, Manjaro,... noch nicht unterstützt wird. Andrer Distros, wie z.B. MX-Linux kann ich erst garnicht vom Stick starten (Stichwort UEFI). Dazumal, wie ich bereits herausgefunden habe, jene Distributionen auch (noch) nicht den aktuellsten Kernel nutzen. Unter Mint habe ich vom standardmäßig installierten Kernel 4.4 auf den optionalen Kernel 4.8 gewechselt. Jedoch auch wieder zurück, denn die Tastatur funktionierte nicht mehr ordnungsgemäß (egal bei welchem Tastendruck wurde lediglich das Menü zum Runterfahren, Neustarten, Abmelden,... aufgerufen).

unbuntuS12

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Eine entsprechnde Übersicht kenne ich auch nicht, aber ArchLinux, das auch hier im Forum viele verwenden, nutzt immer den aktuellsten Kernel. Für Distributionen, die die Arch-Paketquellen verwenden, gilt dasselbe. Das betrifft z.B. Manjaro oder Antergos.

DerMaex

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Du könntest Ubuntu 17.04 installieren, das kommt mit dem Kernel 4.10 daher und hat, soweit ich das nebenbei mitverfolgt habe, eh schon den feature-freeze hinter sich...

Cruiz Team-Icon

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Hallo,

Ubuntus LTS Enablement Stacks kennst du? Über das Paket linux-generic-hwe-16.04 bekommst du momentan immerhin Kernel 4.8 und nach dem Release von 17.04 sicherlich bald auch 4.10.

Ob deine Hardware je vernünftig unterstützt wird, kann dir ohne genauere Informationen niemand sagen. Vielleicht hast du auch einfach Müll gekauft für den es keine vernünftigen Treiber gibt/geben wird. Das gibt es auch 2017 noch.

Gruß
Cruiz

Pimpifax

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28. März 2017

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Danke für eure Antworten.

Ich habe btw. einen enstrprechende Listung/Suche gefunden: http://distrowatch.com/search.php → Package: "Linux" → Version: "4.10" oder je nach dem, was eben geünscht ist

Kernel 4.8. habe ich ja bereits mittels Mint und Lubuntu gestestet und wie bereits beschrieben gibt es da bei mir offensichtlich einen Bug mit der internen Tastatur. (Eine externe USB-Tastatur funktioniert)

Kernel 4.10 habe ich heute mittels Manjaro KDE gestestet. Brachte leider lediglich das Touchpad zum Scrollen. Auch die Tastatur funktioniert zwar. Alles andre jedoch weiterhin nicht. (Soundkarte, interner Cardreader, Energiesparfunktionen, Funktionstasten,...) :-/

Heißt für mich nun wohl vorerst abwarten, hoffen und Tee trinken...

Thomas_Do Team-Icon

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24. November 2009

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Pimpifax schrieb:

Heißt für mich nun wohl vorerst abwarten, hoffen und Tee trinken...

... oder mal "Butter bei die Fische" und hier einen spezifischen Supportthread aufmachen. Genaue Hardware und Probleme nennen und das beste hoffen ☺.

V0LKER

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23. Februar 2014

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unbuntuS12 schrieb:

Eine entsprechnde Übersicht kenne ich auch nicht, aber ArchLinux, das auch hier im Forum viele verwenden, nutzt immer den aktuellsten Kernel. Für Distributionen, die die Arch-Paketquellen verwenden, gilt dasselbe. Das betrifft z.B. Manjaro oder Antergos.

Das stimmt nicht ganz, bei Manjaro schon. Manjaro hatte schon den 4.10 da war arch gerade erst bei 4.9 angekommen. Anders wiederum Patch Manjaro stark an den kernel herum. weshalb ich zu arch tendiere.

Pimpifax

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28. März 2017

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Faktum ist, daß selbst der Kernel 4.10 meine Probleme derweil leider (noch) nicht löst...

glasenisback

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Du kannst unter Ubuntu grundsätzlich immer die aktuellste Kernelversion installieren:

http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/

Im jeweiligen Unterverzeichnis liegen dann die entsprechenden DEB-Pakete des Kernel. Der aktuelle Entwicklungskernel ist auch vorhanden:

http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v4.11-rc4/linux-headers-4.11.0-041100rc4_4.11.0-041100rc4.201703261831_all.deb http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v4.11-rc4/linux-headers-4.11.0-041100rc4-generic_4.11.0-041100rc4.201703261831_amd64.deb http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v4.11-rc4/linux-image-4.11.0-041100rc4-generic_4.11.0-041100rc4.201703261831_amd64.deb

Der Kernel lässt sich problemlos unter Ubuntu 16.04+ installieren. Dann muss man auch nicht mit mehreren Distributionen herumexperimentieren (Vor allem kannst du dir den Vergleich Ubuntu und Mint sparen, da bis auf die Oberfläche Mint identisch zu Ubuntu ist).

P.S.:

Welches Netbook hast du gekauft? Würde mich interessieren, da ich ab nächste Woche den "Ersties" an meiner Hochschule wieder Linux auf ihre Rechner installieren soll und ich Erfahrungen mit Linux im Zusammenhang mit den diversen Notebooks sehr dankbar bin.

Pimpifax

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28. März 2017

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glasenisback schrieb:

Du kannst unter Ubuntu grundsätzlich immer die aktuellste Kernelversion installieren:

http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/

Im jeweiligen Unterverzeichnis liegen dann die entsprechenden DEB-Pakete des Kernel. Der aktuelle Entwicklungskernel ist auch vorhanden:

http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v4.11-rc4/linux-headers-4.11.0-041100rc4_4.11.0-041100rc4.201703261831_all.deb http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v4.11-rc4/linux-headers-4.11.0-041100rc4-generic_4.11.0-041100rc4.201703261831_amd64.deb http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v4.11-rc4/linux-image-4.11.0-041100rc4-generic_4.11.0-041100rc4.201703261831_amd64.deb

Der Kernel lässt sich problemlos unter Ubuntu 16.04+ installieren. Dann muss man auch nicht mit mehreren Distributionen herumexperimentieren (Vor allem kannst du dir den Vergleich Ubuntu und Mint sparen, da bis auf die Oberfläche Mint identisch zu Ubuntu ist).

Vielen Dank für den Hinweis!

Frage 1: Muß ich hierbei jeweils alle drei Pakete installieren?

Frage 2: Die verlinkten Kernel-Pakete kann ich auch unter Mint 18.1 (Xfce) installieren?

Pimpifax

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28. März 2017

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glasenisback schrieb:

Welches Netbook hast du gekauft? Würde mich interessieren, da ich ab nächste Woche den "Ersties" an meiner Hochschule wieder Linux auf ihre Rechner installieren soll und ich Erfahrungen mit Linux im Zusammenhang mit den diversen Notebooks sehr dankbar bin.

Ich hab mir ein Asus Vivobook e200ha zugelegt. Leider ist diese ansich darauf ausgelegt nur mit Windoof 10 zu laufen. Und aufgrund von UEFI/Secure-Boot lassen sich nicht alle Distris vom Stick starten, respektive installieren. Auch bei der Mint Installation hatte ich anfänglich immer eine Fehlermeldung bei der installation des Bootloaders auf die UEFI-Partition. Ich habe dann Manjaro installiert, die UEFI-Partition lassen und ncohmals Mint übers Manjarao installiert. Voila, dann klappte es. 😉 Ansonsten bin ich mit dem Netbook ansich sehr zufrieden, da es superkompakt und leicht ist. Außerdem ist die Tastaur (für diese Note/Netbook-Klasse) ein Hammer. Halt leider ein glare Display. Aber für den Preis...


Falls es dich interessiert, hier die Wermutstropfen:

Die Dinge, die unter Lunux Mint mit Kernel 4.4.0 nicht/eingeschränkt funktionieren:

- Energiesparfunktionen (funktioniert sehr eingeschränkt)

– z.B. lässt sich Ruhezustand zwar anwählen (z.B. bei Schließen des Laptops) führt jedoch lediglich zum Absturz → Kein Reaktivieren möglich.

– Bereitschaft (steht nicht zur Auswahl)

– Akku hält laut Anzeige 8 Std (Win 10 → 10-11 Std)

– Power Button (lässt sich zwar in den Einstellungen konfigurieren. Funktioniert jedoch garnicht. Lediglich das übliche "Hard Off" nach etwa 10 Sekunden gedrückt halten)

- Touchpad (Tap funktioniert. Scrollfunktion geht nicht / wird in den Einstellungen auch nicht angezeigt)

- Soundkarte (funktioniert garnicht)

- interner MicroSD Card-Reader (funktioniert garnicht)

- Zusatzfunktionen am Keyboard mittels der FN-Taste funktionieren nur teilweise:

– Steuerung der Laustärke funktioniert ansich (auch wenn generell nichts zu hören ist)

– Pos1, Ende, Page up/down (funktioniert)

– Steuerung der Bildschirmhelligkeit (geht nicht)

– Deaktivierung des Touchpads (geht nicht)

– Tasten für den Flugmodus (geht nicht)

– Taste für den Sleepmodus (geht nicht)


Kernel 4.8 (Linux Mint XFCE, manuel mittels Updateverwaltung installiert, bzw. mittels Lubuntu gestestet):

- Touchpad (Scrollen lässt sich in den Einstellungen aktivieren. Geht mittels zwei Fingern hakelig, mittels Randbereich funktioniert es einwandfrei)

- Tastatur (funktioniert auf einmal nicht mehr verbünftig. Egal welchem Tastendruck wird das Menü zum Herunterfahren/Standby/Neustart/... aufgerufen und muß ettliche male weggeklickt werden)

- externe USB-Tastatur funktioniert jedoch normal

- ansonten ist alle, wie bei Kernel 4.4.0 beschrieben


Kernel 4.10 (mittels Manjarao KDE live gestestet):

- Touchpad (Scrollen lässt sich in den Einstellungen aktivieren. Geht mittels zwei Fingern hakelig, mittels Randbereich funktioniert es einwandfrei)

- Tastatur funktioniert (bis auf die eingeschränkte Funktion der FN-Tasten)

- ansonten ist alle, wie bei Kernel 4.4.0 beschrieben


Kernel 4.11.x konnte ich derweil noch nicht testen

Frieder108

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7. März 2010

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warum probierst du eigentlich nicht einfach mal 17.04?

Des weiteren, die Empfehlung, eine Supportanfrage im passenden Forenbereich zu eröffnen, hast du schon bekommen - mach das doch einfach mal und dann natürlich mit dem aktuellsten System, was machbar ist → also 17.04.

Cruiz Team-Icon

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6. März 2014

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Wohnort: Freiburg i. Brsg.

Pimpifax schrieb:

Ich hab mir ein Asus Vivobook e200ha zugelegt. Leider ist diese ansich darauf ausgelegt nur mit Windoof 10 zu laufen. Und aufgrund von UEFI/Secure-Boot lassen sich nicht alle Distris vom Stick starten, respektive installieren.

Windoof ist mir zwar völlig unbekannt, aber Secureboot lässt sich sicherlich im BIOS deaktivieren.

Ansonsten konnte man zur Hardware im Internet nicht viel finden, außer Intel Atom-Kern. Mach doch mal Supportthemen in den richtigen Bereichen auf.

glasenisback

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20. November 2011

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Wohnort: Fernwald (Gießen)

Pimpifax schrieb:

Vielen Dank für den Hinweis!

Frage 1: Muß ich hierbei jeweils alle drei Pakete installieren?

Grundsätzlich reicht das "image"-Paket. Die "header"-Pakete sind nur wichtig, wenn du externe Kernelmodule (z.B. die proprietären Nvidia-Treiber oder VirtualBox) nachinstallieren willst.

Frage 2: Die verlinkten Kernel-Pakete kann ich auch unter Mint 18.1 (Xfce) installieren?

Wie schon gesagt ist Mint unter der Haube 100% identisch zu Ubuntu.

Pimpifax

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28. März 2017

Beiträge: 16

Cruiz schrieb:

Windoof ist mir zwar völlig unbekannt, aber Secureboot lässt sich sicherlich im BIOS deaktivieren.

Ansonsten konnte man zur Hardware im Internet nicht viel finden, außer Intel Atom-Kern. Mach doch mal Supportthemen in den richtigen Bereichen auf.

Windoof? Kennst du nicht. Das Dingens vom Bill. Der mit der Brille und mehr Knaster, als wie allesamt Haare am Kopf. Das Bios ist (Netbook-like) leider ziemlich rudimentär. Selbst wenn ich Secure-Boot deaktiviere lassen sich dennoch nur Distributionen vom Stick starten, die UEFI-Kompatibel sind. Und selbst hier nicht alle. Weshalb das so ist? Keine Ahnung! Ich würde auf ein billig programmiertes, rein auf auf Windoof ausgelegtes Bios tippen.

Frieder108 schrieb:

warum probierst du eigentlich nicht einfach mal 17.04?

Des weiteren, die Empfehlung, eine Supportanfrage im passenden Forenbereich zu eröffnen, hast du schon bekommen - mach das doch einfach mal und dann natürlich mit dem aktuellsten System, was machbar ist → also 17.04.

Stimmt. Ich hätte eigentlich das 17.04er probieren können. Daran hatte ich nicht gedacht. Letztendlich fands ichs jedoch durchwegs aufschlußreich (wenn auch riskant) den Kernel direkt in meiner Mint Umgebung zu testen. Und ja, ich denke ich werde eventuell noch eine Supportanfrage eröffnen. Die genaue Fehlerauflistung habe ich jedenfalls hier primär mal als Info für Glasenisback geposted, der nach meinen Erfahrungen mit dem Netbook gefragt hat.

glasenisback schrieb:

Grundsätzlich reicht das "image"-Paket. Die "header"-Pakete sind nur wichtig, wenn du externe Kernelmodule (z.B. die proprietären Nvidia-Treiber oder VirtualBox) nachinstallieren willst.

Wie schon gesagt ist Mint unter der Haube 100% identisch zu Ubuntu.

Also mit dem Kernel 4.11-rc4 wurde zwar endlich die Soundkarte angezeigt. Allerdings hatte ich derart Probleme mit den Codecs, daß ich weder Mp3s, noch verschiedenste Video-Dateien abspielen konnte und Youtube funktionierte auch nicht mehr vernünftig. Aber immerhin zeigt es mir, daß hier offensichtlich etwas in Arbeit ist. 😉 Ich habe jedenfalls jetzt den 4.10er installiert und am Laufen. Und zumindest funktioniert jetzt Multitouch am Touchpad. Ich habe nun auch den Ruhezustand zur Auswahl. Insofern hat mich das ein Stück weiter gebracht. Vielen Dank nochmals. ☺

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