reiga
Anmeldungsdatum: 30. Oktober 2008
Beiträge: 89
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Hallo, ich mach jetzt mal einen eignen Thread auf, da es im Linux Mint Thread ein wenig untergeht. Hoffe das ist ok ? Gleich mal aus dem Wiki Zitieren...
Cinnamon 🇬🇧 (englisch für Zimt) ist eine Abspaltung ( Fork) des GNOME Desktops, insbesondere der GNOME Shell. Cinnamon wurde von Entwicklern der (teilweise) auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint 🇬🇧 ins Leben gerufen. Da die GNOME-Entwickler ein völlig neues Bedienkonzept für den GNOME-Desktop vorsahen und in GNOME 3 umsetzten, entschieden sich die Linux-Mint-Entwickler zu einer Abspaltung der GNOME Shell, die sich in Bedienkonzept und Layout an GNOME 2.3 anlehnt.
Projektseite
Github Seite Vorgestern kam nun Version 1.4 raus, es ist schon beeindruckend was in so "kurzer" Zeit auf die beine gestellt wurde. Dafür das es das Projekt erst so "richtig" seit Dezember gibt, hat man nun schon viel erreicht. Ich bin gespannt ob sich Cinnamon durchsetzt. Im moment trau ich Cinnamon zu, neben KDE 4 die Nummer 2 der DE zu werden. Ich bleibe dabei die Gnome Shell war ein zu krasser bruch mit dem Bedienkonzept. Es gibt gute ansätze, aber so ein krassen bruch zum so beliebten 2.30 war einfach zu stark. Bei Unity seh ich es nicht so krass, aber es gibt doch einige kleinigkeiten die es für mich persönlich unbrauchbar machen. Aber da wir in der Linuxwelt "leben", gibt es vermutlich 1000 unterschiedliche meinungen zum Thema. 😉 Deswegen soll das hier ein allgemeiner Diskussionsthread zu Cinnamon werden.
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Tim87
Anmeldungsdatum: 3. September 2009
Beiträge: 53
Wohnort: Kirchtimke
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Ist Cinnamon nicht auch nur ein angepasstes Gnome 3?!
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reiga
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 30. Oktober 2008
Beiträge: 89
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nein, die MGSE (Mint Gnome-Shell Extension) waren eine Gnome 3 anpassung. Cinnamon ist ein Gnome 3 Fork!
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xpol
Anmeldungsdatum: 4. Dezember 2010
Beiträge: 432
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Ich hätte da mal 'ne Verständnisfrage - ich habe wirklich überhaupt keine Ahnung und nie gedacht, dass ich mich mal mit Desktopumgebungen beschäftigen müsste. Also: Ich könnte also Ubuntu 12.04 installieren, Cinnamon installieren, Unity deinstallieren und bis 2017(!) Ubuntu-LTS-Updates beziehen? Dabei gleichzeitig regelmässig verbesserte Versionen von Cinnamon überinstallieren, während die Ubuntu-Unity-Nutzer bis zu 5 Jahre lang mit Unity-2012 geschlagen sind? Läuft das so???
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reiga
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 30. Oktober 2008
Beiträge: 89
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naja nein Unity 2012 wirst du nicht bis 2017 bekommen 😉 wirst schon aktualisierungen bekommen, wie "stark" die aber sind keine ahnung. nutzt du ein aktuelles unity ppa hast du sogar immer das aktuelle. genauso als würdest du ein cinnamon ppa nutzen. aber fremdquellen, können halt die stabilität beeinträchtigen und dann ist eine LTS keine wirkliche LTS mehr.
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DerMaex
Anmeldungsdatum: 3. Januar 2009
Beiträge: 820
Wohnort: Las Palmas/Gran Canaria
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reiga schrieb: nein, die MGSE (Mint Gnome-Shell Extension) waren eine Gnome 3 anpassung. Cinnamon ist ein Gnome 3 Fork!
Ich habe da auch eine Verständnisfrage. Bis jetzt dachte ich eigentlich, dass Cinnamon kein Gnome3 Fork ist, sondern einfach eine andere Shell als die Gnome-Shell. Ich habe mich damit in letzter Zeit leider nicht genügend beschäftigt, was nicht nur am Zeitmangel liegt, sondern auch daran, dass für mich mit dem proprietären ATI-Treiber KDE gerade das Mass der Dinge darstellt.
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xpol
Anmeldungsdatum: 4. Dezember 2010
Beiträge: 432
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Danke erst einmal. Ich probiere das einfach mal aus mit Cinnamon unter Ubuntu-LTS. Sieht immerhin nach einer testwürdigen weiteren Unity-Vermeidungsstrategie aus - und die halte ich für dringend geboten und hoffe, dass möglichst viele sich für Ausweichmöglichkeiten entscheiden. Und zwar aus "erzieherischen Gründen": Ergonomie am Arbeitsplatz ist eine Wissenschaft und einige zehntausend Qualifizierte befassen sich weltweit damit. Eine der Grundregeln ist, wichtige Informationen im Blickfeld zu halten und so darzustellen, dass sie präsent sind, ohne dass das Auge darauf fokussieren muss. Und die Macher von Unity bringen es z.B. fertig, geöffnete Programme mit kleinen Markierungen an Icons zu kennzeichnen, die meist ausgeblendet sind. Eigentlich unfassbar ignorant und eine Rücksichtslosigkeit denen gegenüber, die vielleicht 8 Stunden und mehr täglich damit arbeiten müssen.
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k1l
Anmeldungsdatum: 22. September 2006
Beiträge: 1253
Wohnort: Köln
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xpol schrieb: Läuft das so???
Du vergleichst gerade ein PPA mit einem nicht PPA. DerMaex schrieb: reiga schrieb: nein, die MGSE (Mint Gnome-Shell Extension) waren eine Gnome 3 anpassung. Cinnamon ist ein Gnome 3 Fork!
Bis jetzt dachte ich eigentlich, dass Cinnamon kein Gnome3 Fork ist, sondern einfach eine andere Shell als die Gnome-Shell.
Also gestartet sind sie als Fork der Gnome-Shell. Die englische Wikipedia spricht da auch vom Shell-Fork. xpol schrieb: Und zwar aus "erzieherischen Gründen":
Das ist doch wohl jetzt nicht dein Ernst?
Eigentlich unfassbar ignorant und eine Rücksichtslosigkeit denen gegenüber, die vielleicht 8 Stunden und mehr täglich damit arbeiten müssen.
Was ist denn mit deiner unfassbaren Ignoranz und Rücksichtslosigkeit anderen die freie Wahl und die Auswahl abzusprechen? Benutzt doch Cinnamon (oder etwas anderes was dir gefällt) und freu dich da drüber.
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Tim87
Anmeldungsdatum: 3. September 2009
Beiträge: 53
Wohnort: Kirchtimke
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Ergonomie am Arbeitsplatz ist eine Wissenschaft und einige zehntausend Qualifizierte befassen sich weltweit damit. Eine der Grundregeln ist, wichtige Informationen im Blickfeld zu halten und so darzustellen, dass sie präsent sind, ohne dass das Auge darauf fokussieren muss. Und die Macher von Unity bringen es z.B. fertig, geöffnete Programme mit kleinen Markierungen an Icons zu kennzeichnen, die meist ausgeblendet sind. Eigentlich unfassbar ignorant und eine Rücksichtslosigkeit denen gegenüber, die vielleicht 8 Stunden und mehr täglich damit arbeiten müssen.
Also ich finde Unity mittlerweile so effizient, dass mich teilweise schon ärgert wie kompliziert die "vor Unity" Desktopumgebungen waren.
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Tim_Petu
Anmeldungsdatum: 24. November 2007
Beiträge: 245
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xpol schrieb:
Und zwar aus "erzieherischen Gründen":...
Der Cinnamon thread sollte nicht in einen weiteren Unity thread ausarten, sei es pro oder contra. Ich teile einige Kritik an Unity, man sollte aber nicht außer Acht lassen, das Unity - auch wenn es nun die Hauptoberfläche von Ubuntu ist - nur ein zusätzliches Angebot darstellt, über das andere Distributionen zunächst einmal nicht verfügen. Insofern ist es jedenfalls positiv zu sehen - man muß es nicht nutzen. Cinnamon habe ich mir in der Vorversion einmal angesehen - es lief bei mir deutlich zäher als Xfce und Lxde. Das mag sich ändern und soll von mir auch gar nicht kritisiert werden, das Projekt ist ja noch sehr jung. Ich finde es gut, daß reiga hier einen Cinnamon-Sammelthread eingerichtet hat, so kann man sich doch leichter über die Weiterentwicklung orientieren. 👍
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xpol
Anmeldungsdatum: 4. Dezember 2010
Beiträge: 432
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@k1l: Ich suche ja nach einer Alternative, brauche sie nämlich dringend! Was meint Ihr, wie mir jetzt Leid tut, jemals im Unternehmen freie Software unter Ubuntu eingeführt zu haben? Der Chef will die 5 Jahre Support und die Mitarbeiter drohen mit dem Betriebsrat, wenn ich Unity installiere. Mit "freier Wahl" ist es also nicht weit her: Die Ubuntu-LTS ist "Pflicht", Einheitlichkeit der Arbeitsplätze auch und die Mitarbeiter wollen kein Unity - und können das stichhaltig begründen (Grundlagen der Ergonomie am Arbeitsplatz missachtet). Mir persönlich ist das sowas von egal, mein Arbeitsplatzrechner läuft unter Win7.
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Tim_Petu
Anmeldungsdatum: 24. November 2007
Beiträge: 245
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xpol schrieb:
Ich suche ja nach einer Alternative, brauche sie nämlich dringend!
Naja, z.B. CentOS - Gnome2 - Support bis 2017/2020
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Frieder108
Anmeldungsdatum: 7. März 2010
Beiträge: 9455
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xpol schrieb: Die Ubuntu-LTS ist "Pflicht",
dann nimm Kubuntu 12.04 LTS - mit der KDE-Oberfläche kann man hervorragend und professionell arbeiten und du bekommst die 5 Jahre Support. Jetzt aber zurück zum Thema Cinnemon - ich nutze es nicht,aber ich gebe meinen Vorpostern recht,freuen wir uns doch über ein weiteres Mitglied in den Arbeitsumgebungen. @ reiga
gutes Thema - aber wird nicht einfach, das sauber zu halten. Grüße Frieder
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xpol
Anmeldungsdatum: 4. Dezember 2010
Beiträge: 432
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@Frieder108 Hab' Dank, mein Retter! Kubuntu hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, da lange Zeit von 3 Jahren Support die Rede war. Anfang März wurde das wohl anders entschieden und ich werde Kubuntu auf jeden Fall vorstellen. Cinnamon wäre dann "Plan B".
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chakkman
Anmeldungsdatum: 1. August 2007
Beiträge: 574
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Tim Petu Cinnamon habe ich mir in der Vorversion einmal angesehen - es lief bei mir deutlich zäher als Xfce und Lxde. Das mag sich ändern und soll von mir auch gar nicht kritisiert werden, das Projekt ist ja noch sehr jung.
Also wenn Cinnamon ein Gnome 3 bzw. Gnome Shell Fork ist, dann solltest du es auch mit Unity oder MGSE vergleichen. Xfce und LXDE laufen bei mir schneller als Gnome 3 und Gnome 2, ist ja auch Sinn der Sache dieser schlanken, performanten Desktopumgebungen. ☺ Aber um auf das Thema zurückzukommen, bei mir schaut's ebenfalls so aus dass ich Ubuntu in Rente schicke, kann und will mich einfach nicht mit Unity anfreunden, am Anfang war die Euphorie groß, schlug dann aber schnell in Ernüchterung um, weil mir viele Sachen einfach dermaßen unlogisch und umständlich vorkommen... ein Beispiel sei hier genannt: Ich möchte das Programm Pidgin schliessen. Nun hat Pidgin unter Unity kein eigenes Task-Icon mehr, sondern versteckt sich in der Benachrichtigungsanzeige. Damit aber nicht genug, Pidgin als Messenger wird man meist minimiert haben, d.h. ich muss mir erst das Programmfenster wieder holen, indem ich in der Benachrichtigungsanzeige darauf klicke, damit die Menüleiste angezeigt wird, dort muss ich dann im Menü "Buddys" auf "Beenden" klicken. Zur Info: in Gnome 2 klicke ich mit der rechten Maustaste auf das Task-Icon und klicke auf Beenden. ☺ Außerdem geht's mir völlig ab, wie man ein Bedienkonzept in Richtung Tastatursteuerung entwickeln kann (soll heissen dass es unter Unity vielfach einfacher ist mit Tastenkombinationen zum Ziel zu kommen). Das ist einfach sowas von Neu-User-feindlich. Naja, lange Rede, kurzer Sinn: ich denke Linux Mint geht mit Cinnamon den richtigen Weg zum alten, bewährten Bedienkonzept. Für mich persönlich setzt Ubuntu auf's falsche Pferd.
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