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GPL v2 - als kostenpflichtige Lösung anbieten - Ist das möglich?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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mbecker28

Anmeldungsdatum:
10. Juli 2013

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Hallo,

ich frage mich ob man eine Software die unter einer GPLv2/3 steht z.B. Icinga als kostenpflichtige Lösung für Kunden anbietet kann.

Beispiel:

Firma xyz erstellt für einen Kunden ein Homepage. Als Wartungsvertrag wird zusätzlich durch Icinga für den Kunden eine Lösung angeboten die die Seite überwacht. Somit würde man für Icinga - was ja kostenlos ist - Geld verlangen.

Weiß jemand ob sowas okay wäre?

Beste Grüß

Marco

user_unknown

Avatar von user_unknown

Anmeldungsdatum:
10. August 2005

Beiträge: 17672

Wohnort: Berlin

Installierst die Firma die Software, besorgt sie, leistet einen Service?

Muss ein Taxifahrer nochmal für jeden Kunden Geld an Mercedes abführen?

Selbst verkaufen kannst Du Open-Source-Software; nur wenn Du sie weitergibst greift die GPL. Da könnte der Wucherparagraph zuschlagen, wenn Du nur die für Dich kostenlose Software weiterreichst, aber wenn sie eingesetzt wird wird ja eine Dienstleistug verkauft.

glasenisback

Avatar von glasenisback

Anmeldungsdatum:
20. November 2011

Beiträge: 1603

Wohnort: Fernwald (Gießen)

mbecker28 schrieb:

Weiß jemand ob sowas okay wäre?

Du kannst mit GPL-lizensierter Software absolut Geld verdienen, solange die den Kunden die Rechte der GPL zusicherst und du einen Kunden findest, der Geld dafür zahlt.

Gerade bei Geschichten im SAS-Bereich, findet man sehr viele Projekte die GPL-lizensiert sind, ohne einen entsprechenden Supportvetrag aber nur im Hobby und/oder akademischen Bereich einsetzbar sind. Es gibt z.B. sehr viele Firmen, die ihr Geld damit verdienen auf Basis eines FSS-CMS den Kunden maßgeschneiderte Webseiten und deren Wartung anzubieten.

Um Mal beim Thema CMS zu bleiben:

Ich setze beruflich Contao als CMS ein. Dieses CMS ist GPL-lizensiert, jede neue Version steht kostenlos und im Quelltext zur Verfügung. Der automatische Update-Service dagegen kostet Geld. Wer ihn (Wie z.B. ich) nicht benötigt, kann auch ohne diesen Leben und kann sich trotzdem an allen Annehmlichkeiten dieses CMS erfreuen.

Richard Stallman erwähnt diesen Fakt immer wieder, auch wenn es manche, ich nenne sie mal absichtlich, "Freie Software"-Fundamentalisten (Wobei Frei automatisch bei diesen auch immer kostenlos heißt) nicht wahrhaben wollen.

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