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Fragen zur LPIC Zertifizierung

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Patsche

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Moin!

Da hier in Schleswig Holstein derzeit vieles auf Linux und Open Source Programme umgestellt wird, überlege ich das LPIC 1 und 2 Zertifikat zu erlangen. Habe auch schon die Suchfunktion benutzt, aber viele Links funktionieren leider nicht mehr.

Kennt jemand eine Online Seite mit Fragen, oder einem Onlineprüfungssimulator, der noch funktioniert?

Ich weiß, das bei dem Buch von Rheinwerk Computing, geschrieben von Harald Maaßen, einer dabei sein soll, aber wie gut funktioniert der? Hat jemand Erfahrung damit?

Ist hier vielleicht jemand, der auch vor hat das diese Zertifizierung zu machen?

Gibt es Buchempfehlungen und Tipps?

Liebe Grüße aus Kiel Marco

Mylin

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Patsche

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Ich hänge mich mal dran, weil ich auch am Überlegen bin, die LPIC 1 Zertifikate zu erlangen.

Wie sind die bei Arbeitgebern angesehen?

Oder sollte man lieber andere Prüfungen ablegen, die mehr Wert haben?

Die Preise für eine Schulung finde ich echt happig. Da werden mal eben 2000€ bis 4000€ verlangt. Den Kram kann man viel bequemer alleine Zuhause lernen. Aber schön wäre eine Art Online Lerngruppe, wo man auch mal Fragen stellen kann.

Gibt es so etwas? Ich finde dazu nicht wirklich was.

Was haltet ihr von Linux Essentials? Dieses Zertifikat läuft wenigstens nicht ab.....

Moderiert von Berlin_1946:

Das Thema ist mit diesem vom 29. September 2025 21:08 zusammengeführt worden.

Mankind75 Team-Icon

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Patsche schrieb:

Wie sind die bei Arbeitgebern angesehen?

Ich hatte 2014 meine mittlerweile "inaktive" LPIC-1 abgelegt und würde mittlerweile nicht sagen, dass das Zertifikat eine Art "Einstiegsgarantie" ist.

Praxiserfahrung zählt glaube ich eher. Die LPIC-1-Zertifizierung ist ja immerhin "nur ein Multiple-Choice Test mit Fill in the Blanks". Zu meiner Zeit galt "Red Hat Certified Engineer" mehr als "Gold Standard" gerade weil man eher praktische Arbeiten direkt am System machen musste.

Das soll aber nicht heißen, dass die LPIC-Zertifizierung nichts bringt aber meine Erfahrung ist glaube ich mehr, dass in Vorstellungsgesprächen mehr gefragt wird: "Was haben Sie bei Betrieb XYZ gemacht und erreicht".

Ich bin mehr zu dem Schluss gekommen, dass "professional achievements" ein IT-Zertifikat schlagen.

Viel Erfolg weiterhin. Mkd75

user_unknown

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Sagen wir mal so.

Ich habe gehört, dass man, wenn man die Prüfung ablegt, unterschreiben muss, nichts über die Prüfung und die Inhalte Dritten gegenüber zu verraten; dass sie eine an die Grenze von Paranoia reichendes Bohei darum machen. Aber mir gegenüber ist geäußert worden, dass die Prüfungsfragen in besagtem Buch sehr gut den gestellten Fragen entsprechen.

Mein Informant, um ihn mal so zu nennen, meinte, dass er alle ihm gestellten Fragen, deren Auswahl aber wohl immer wieder neu zusammengewürfelt wird, aus dem Buch kannte.

Ich kenne Buch und Fragen, aber vermute, dass die meisten Linuxadministratoren das Zertifikat nicht ohne Training mit den Fragen bestehen würden, denn der Test ist eben so gestaltet, dass Multiple-Choice-Fragen abgefragt werden, so dass der Test weitgehend automatisiert ablaufen kann. Geprüft wird, was leicht zu prüfen ist.

In der Praxis ist es aber so, dass man Kommandos und Schalter/Optionen, die man häufig benutzt, durch die Wiederholung automatisch auswendig lernt, und die selten benutzten kann man mit der Manpage und --help ins Gedächtnis rufen. Aber ich wüsste keinen guten Test, den man stattdessen durchführen kann. Als Arbeitgeber würde ich vielleicht 3 Aufgaben auf einer VM stellen und zusehen, wie der Proband das Problem angeht und löst. Wenn er von selbst Konfigurationsfiles in /etc sucht, logs in /var/log auswertet usw., Erfahrung zeigt, zeigt mir das dann mehr, als wenn er auswendig weiß, ob bei Commando cXY der Schalter für *rekursiv* -r oder -R ist.

Aber wie verbreitet das Schauen auf Zertifikate im Bewerbungsprozess ist? Das weiß ich nicht.

Denn andererseits ist es zwar so, dass man mit gezieltem Büffeln der Fragen und Antworten den Test bestehen kann, ohne je mit Linux gearbeitet zu haben, aber wer würde das tun? Dieser Jemand will einen Job, bei dem man tiefergehende Linuxkenntnisse braucht, aber er will nur das Zertifikat, um an den Job zu kommen? Was will er dann in dem Job? Gibt es da keine Probezeit?

Für die meisten Jobs wird man auch nicht alle Themengebiete gleichermaßen drauf haben müssen. Also falls ich mich für einen Linuxjob bewerben würde, würde ich auf das Zertifikat nicht so viel geben. Wenn ich es hätte, würde ich es aber erwähnen und auf der anderen Seite gäbe es einen kleinen Pluspunkt, das Zertifikat zu haben.

Eine Lerngruppe bilden und das Buch durcharbeiten ist eine gute Idee, wenn man das Zertifikat machen will. Es ist aber auch eine recht trockene Angelegenheit.

Mankind75 Team-Icon

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user_unknown schrieb:

Aber wie verbreitet das Schauen auf Zertifikate im Bewerbungsprozess ist? Das weiß ich nicht.

Für mich (persönlich!) würde ein Blick auf ein eventuelles git-Repository mehr aussagen als ein Zertifikat. Aber HR/Recruiting redet sich auch glaube ich gerne mit "Ich bin doch gar kein Techie" raus und übersieht sowas gerne.

Patsche

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Sagen wir mal so: Ich interessiere mich schon lange für Linux und nutze es auch schon ziemlich lang und bin nicht ganz hilflos, wenn es mal irgendwo klemmt. Habe auch schon verschiedene Distros ausprobiert. Mein erstes Linux war Ubuntu 12.04.

Mir macht es Spaß auf der Kommandozeile zu arbeiten, eben, weil es schnell und einfach geht. Beruflich bin ich gelernter Indsutrieelektroniker, aber hier in Kiel sieht es nicht gut aus in diesem Bereich.

Daher wollte ich mich mal Versuchen mich als Queereinsteiger zu bewerben. Und dafür wollte ich schon gerne ein Zertifikat vorweisen können.

Vielleicht ist es auch schlauer sich erst vorher bei Firmen zu erkundigen und dann in Absprache eine richtige Ausbildung dort zu machen?

Ich habe keine Ahnung?

Mir macht das Lernen mit und über Linux Spaß. Für Vorschläge, wie man da am besten vorgeht, bin ich offen.

Ich habe noch einen Bekannten, der schon ziemlich weit drin bei Microsoft ist. Vielleicht wäre es einfacher dort Fuß zu fassen über Vitamin B? Aber ich mag den Ansatz von Linux einfach lieber.

Ich habe mir jetzt mal die Bücher LPIC 1 und LPIC 2 von Harald Maaßen gekauft und werde damit arbeiten. Gerade weil dort auch der Prüfungssimmulator dabei ist. So bekommt man doch etwas mehr Gefühl, wie so eine Prüfung abläuft.

Wir steht ihr zu Linux Essentials?

Wäre es klüger erst dieses Zertifikat zu erlangen? Das läuft wenigstens nicht ab. Oder ist das sinnlos?

Mankind75 Team-Icon

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Patsche schrieb:

Wir steht ihr zu Linux Essentials?

Wäre es klüger erst dieses Zertifikat zu erlangen? Das läuft wenigstens nicht ab. Oder ist das sinnlos?

Ich war Betatester auf dem Linuxtag Berlin damals und konnte die Prüfung kostenlos ablegen. Persönlich halte ich LPIC-1 schon sehr ambitioniert wenn man nicht aus dem IT-Bereich kommt.

Auf Anhieb bestanden und das hat mich schon sehr motiviert, mit LPIC-1 weiter zu machen. Für die Motivation halte ich "Linux Essentials" sehr gut wenn man sowas schon einmal hat.

Momentan gibt es glaube ich auch Rabatte auf die Zertifizierung, die ohnehin nicht so kostspielig ist.

Meine Empfehlung wäre aus diesen Gründen: Machen und Mitnehmen.

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