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dirty frag Root-Lücke

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 25.10 (Questing Quokka)
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Stefan1107

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Durch Berichte wie diesen https://www.golem.de/news/dirty-frag-weitere-root-luecke-gefaehrdet-unzaehlige-linux-systeme-2605-208467.html bin ich verunsichert. Was soll man machen, warten oder diesen Workaround https://github.com/V4bel/dirtyfrag installieren?

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Stefan1107 schrieb:

Durch Berichte […] verunsichert. Was soll man machen

  1. Ubuntu 25.10 (Questing Quokka) überhaupt nicht installieren. Wenn das schon erfolgt ist, wegwerfen.

  2. Wenn Du einen Desktop installieren willst, nimm Ubuntu 26.04 und erwarte geduldig die Fehlerbereinigung über regelmäßige Aktualisierungen.

  3. Wenn es ein Server im öffentlichen Raum sein soll, befolge zusätzlich die offiziellen Hinweise für Ubuntu:
    https://ubuntu.com/blog/dirty-frag-linux-vulnerability-fixes-available 🇬🇧

trollsportverein

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21. Oktober 2010

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Abwarten, Kaffee trinken. [_]D 👍 Kommt Zeit, kommt Patch und Update. 😎

Oder den Xanmod Kernel benutzen, ich meine, der hätte bereits Patches drin. Kannst ja mal nach xfrm und RxRPC durchsuchen:

Und kannst ja auch mal nachschauen, ob wirklich das rxrpc.ko Kernelmodul geladen ist, bei mir auf Kubuntu mit dem Xanmod Kernel ist es nicht geladen.

Streifenschmerle

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Ich habe gestern bei meinem Privat-PC den Workaround angewendet, und dabei festgestellt, daß die betroffenen Kernel-Module dort vorher überhaupt nicht geladen waren.

Viele Grüße, Jan

trollsportverein

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21. Oktober 2010

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Alma Linux soll Patches übrigens schon in seine Ur-Ur-Uraltkernel portiert haben:

Als Linuxdesktop Nutzer wäre Alma Linux aber wohl für mich nicht die richtige Distribution. Und allzu viel Angst muss ich als Desktop Nutzer eigentlich auch nicht haben. root Rechte kann ich mir ja sowieso holen, egal ob "Dirty Frag" Lücke, oder nicht.

Und nun die Gretchenfrage: wie oft aktuallsiert ihr das Betriebssystem eures Routers? Denn auf Routern läuft ja auch oft ein Linux Kernel, oft ein Ur-Ur-Ur-Ur-Uraltkernel, noch viel älter, als der von Alma Linux, mit drumherum, das selten gepflegt wird. Negativbeispiel Fritzbox. Aber nicht, dass es nicht noch schlimmer ginge bei Routern.

Also besser nicht vom Geschäftsmodell solcher hyperventilierenden Webseiten kirre machen lassen. Ihr könnt ja mal gucken, ob es wenigstens für euren Router ein Update gibt, oder alternative Firmwaren, die besser aktuell gehalten werden. Von Canonical kommen die Patches für Ubuntu schon noch.

von.wert

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23. Dezember 2020

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trollsportverein schrieb:

root Rechte kann ich mir ja sowieso holen

Auf Anforderung und nach Paßworteingabe. Das ist etwas anderes als unbemerkt. Mit welchen Rechten laufen gleich noch Browser als größtem Angriffsvektor? Ach...es gehört so viel nicht dazu, solche Geschichten auszubauen.

Und nun die Gretchenfrage: wie oft aktuallsiert ihr das Betriebssystem eures Routers?

Sobald es eine neue Version gibt, bei OpenWrt also vor 3 Tagen auf 25.12.3. 😎 Ggf. auch RCs und mittendrin angefallenes auch bei Gelegenheit. Als das noch opkg-basiert gewesen ist, einsfixdrei über ssh. Beim Umstieg auf apk mit 25.12.0 ist da noch mißverständlich gewarnt worden (ich muß mir apk dafür erstmal genauer ansehen).

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

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Streifenschmerle schrieb:

festgestellt, daß die betroffenen Kernel-Module dort vorher überhaupt nicht geladen waren.

In diesem Moment. Kernel-Module können dynamisch geladen werden.

timothy2068

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10. März 2025

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Stefan1107 schrieb:

Durch Berichte wie diesen https://www.golem.de/news/dirty-frag-weitere-root-luecke-gefaehrdet-unzaehlige-linux-systeme-2605-208467.html bin ich verunsichert. Was soll man machen, warten oder diesen Workaround https://github.com/V4bel/dirtyfrag installieren?

Du solltest überlegen: Um die Lücke auszunutzen, muss der Angreifer auf deinem Rechner Befehle bzw. Skripte ausführen können. Wie kann er das, wenn er nicht an deinem Schreibtisch sitzt, was vermutlich nicht der Fall ist?

  • Möglichkeit 1: Du hast deinen Rechner so verbogen, dass er vom Internet durch deinen Router hindurch per tty (SSH oder so) erreichbar ist. Dann bieg das wieder zurück. Von Natur aus macht das kein Ubuntu.

  • Möglichkeit 2: Die schädlichen Befehle kommen mit einer verseuchten Website im Browser und werden dort ausgeführt. Hier sollte der Browser eine sichere Sandbox bieten, damit Web-Skripte nichts außerhalb des Browsers machen können. Wenn du sichergehen willst, Skripte beschränken oder abschalten in deinen Browsereinstellungen. Entsprechendes gilt für E-Mail, Messenger etc, die direkt aus dem Netz gefüttert werden.

  • Möglichkeit 3: Man jubelt dir eine brandneue, noch bessere, buntere und angesagtere Version eines mordsgeilen Hyper-Turbo-Systemoptimierers an, die du dir installierst und in bester Hoffnung laufen lässt. Die hat jetzt naturgemäß vollen Zugriff auf dein System, da du ihr diesen notfalls auf Nachfrage gern gestatten wirst, schließlich willst du das ja optimieren lassen. Aber Momentmal – dann braucht sie diese Lücke ja gar nicht, weil du ihr schon freiwillig Rootrechte gibst!

(Wäre ich böser Hacker, würde ich Möglichkeit 3 wählen.)

Also mal keine Panik hier. „Jeder kann root werden“ heißt genaugenommen nur „Jeder, der als normaler user auf deinen Rechner kommt, kann darauf root werden“, und wenn du schon den ersten Teil wirksam unterbindest, musst du dir um den zweiten gar keinen Kopp mehr machen.

Es gelten die üblichen Sicherheitsregeln, deren wichtigste lauten, zur Wiederholung:

  1. Schütz deinen Account mit einem sicheren Passwort. Sicher werden Passwörter durch Länge, nicht durch Sonderzeichen. Google nach "correct horse battery staple".

  2. Sperre deinen Rechner, wenn du nicht dransitzt. Immer. Auch wenn du nur mal pinkeln gehst oder Kaffeenachschub holst. Immer. Der darf nicht eine Minute unbewacht offen rumstehen. Immer.

  3. Installiere ausschließlich Software aus sicheren Quellen und prüf die Integrität deines Downloads. Am sichersten sind für dich die offiziellen Ubuntu-Repositories.

trollsportverein

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21. Oktober 2010

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von.wert schrieb:

Mit welchen Rechten laufen gleich noch Browser als größtem Angriffsvektor?

Der Firefox hat seine eigene Sandbox, lässt sich nachschauen und auch konfigurieren über about:confg und dann nach "sandbox" suchen. Da hofft man natürlich, dass die Firefox Sandbox funktioniert. Wäre ja unschön, wenn im $HOME randaliert wird, da wäre schon viel Schaden auch ganz ohne root Rechte angerichtet.

Nachtrag, hier noch ein bisschen was zum lesen, für diejenigen, die mehr über die Firefox Sandbox wissen möchten:

trollsportverein

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21. Oktober 2010

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So, jetzt aber:

Die Kernelversion 7.0.6 gabs gestern auch schon als XanMod in meine Kubuntu Installation rein.

von.wert

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23. Dezember 2020

Beiträge: 14597

von.wert schrieb:

trollsportverein schrieb:

Und nun die Gretchenfrage: wie oft aktuallsiert ihr das Betriebssystem eures Routers?

Sobald es eine neue Version gibt, bei OpenWrt also vor 3 Tagen auf 25.12.3. 😎

...und eben OpenWrt 25.12.4 brandneu (für die einzelnen Router wird seit Stunden nach und nach auf den Server gelegt, sobald meiner erfolgt ist, gleich gezogen und geflasht - also fixer geht nicht) mit letzte Nacht kompiliertem Kernel 6.12.87.

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