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Schleswig-Holstein migriert nach Linux - Windows und Microsoft Office werden ersetzt durch Linux

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Man muss sagen, dass seitens der Staatskanzlei und dem Digitalisierungsminister Herrn Schrödter ( https://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Schr%C3%B6dter sehr viel Schwung vorhanden ist.

Unter anderem gibt die „Digitalen Knotenpunkte“, auch ein tolles Konzept.

https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/digitalisierung-zukunftsthema/Knotenpunkte

Bereits über 30 Vereine und Firmen und Organisationen sind das schon im ganzen Land.

pregmatch

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hallo u. guten Tag - vielen Dank für das Update - und die Erörerung aus der Sicht eines "Landeskindes"

das ist sehr interessant. - so breit aufgestellt, so vernetzt und so angelegt sieht das doch sehr sehr anders aus als in München - beim Limux-Projekt.

U0679 schrieb:

Man muss sagen, dass seitens der Staatskanzlei und dem Digitalisierungsminister Herrn Schrödter ( https://de.wikipedia.org/wiki/Dirk_Schr%C3%B6dter sehr viel Schwung vorhanden ist.

Unter anderem gibt die „Digitalen Knotenpunkte“, auch ein tolles Konzept.

https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/digitalisierung/digitalisierung-zukunftsthema/Knotenpunkte

Bereits über 30 Vereine und Firmen und Organisationen sind das schon im ganzen Land.

Vielen Dank für deinen wichtigen Beitrag U0679 (!!!!!)- diese Kooperation und "Vernetzung" - die halte ich für sehr sehr wesentlich... - hier setzt Schleswig Holstein sehr viel gescheiter an - und nachhaltiger als das in München der Fall war.

Und ja: so wie ich ferner gehört habe, ist das auch am Kieler Linuxtag noch ein Thema gewesen - hatte das Projekt dort ein Forum. Tolle Sache!

Ja, ich glaube dass die ganze Republik nach Norden sieht - auf das Projekt in Schleswig Holstein (im Folgenden SH): Meines Erachtens hebt sich die "Open Source Strategie" des Landes Schleswig-Holstein in mehreren Aspekten von früheren Ansätzen wie der LiMux-Initiative der Stadt München ab und bietet Ansatzpunkte, die auf eine nachhaltigere Umsetzung hoffen lassen.

1. Unterschiede zu LiMux und Ansatz von Schleswig-Holstein LiMux: Das Münchner Projekt hatte meines Erachtens zum Ziel, die Verwaltung auf ein Linux-basiertes Betriebssystem umzustellen und proprietäre Software durch Open-Source-Alternativen zu ersetzen. Es scheiterte meines Erachtens letztlich eben auch an mangelnder Akzeptanz bei den Mitarbeitenden, unzureichender Integration von Drittsoftware und einem politischen Wechsel, der das Projekt ausbremste. in Schleswig Holstein (hingegen) geht's wohl deutlich anders voran: hier liegt der Fokus auf digitale Souveränität: SH verfolgt imho eine sehr viel umfassendere Strategie als das in München noch der Fall war, Diese zielt nicht nur auf Softwareumstellung ab, sondern auf die Kontrolle über IT-Systeme und Daten setzt. Das beinhaltet nicht nur Open Source, sondern auch die gezielte Förderung von Open Innovation, also die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Universitäten und Startups. Damit stellt sich das SH-Programm deutlich anders auf als das in München der Fall war.

Zwischenfrage: War das nicht eines der Schlüsselmomente im Scheitern von Limux!?

2. Innovationspotenzial und Leuchtturmcharakter: Schleswig-Holstein hat meines Erachtens das Zeug dazu, eine Blaupause für andere Bundesländer und Institutionen zu werden. Der Ansatz könnte ein Vorbild sein. Und wenns gut geht, dann können wir endlich das Münchner LinuxDebakel vergessen. Viele, die Linux und open-source nicht mögen, die berufen sich auf das Scheitern des LIMUX-Projektes. Das halt ich für fatal. Es könnte sehr sehr anders laufen - und hoffen wir, dass es in SH anders geht - weiter geht!

Fazit Mir scheint, dass Schleswig-Holsteins Strategie sich durch ihre Weitsicht und halt auch durch den viel umfassenderen Ansatz von früheren Projekten wie LiMux abhebt. Die Kombination aus Flexibilität, Kooperation (wie etwa mit Hochschulen auf der einen Seite - und auch mit Vereinen auf der anderen Seite, wie du hier hier in deinem Beitrag auch hervorhebst U0679 (!!!!!) und dem Fokus auf digitale Souveränität könnte dazu führen, dass das Projekt als Leuchtturm für nachhaltige, innovative Verwaltungsmodernisierung in Deutschland und darüber hinaus dient. Es bleibt jedoch entscheidend, wie die Umsetzung gestaltet wird und ob die notwendigen politischen, organisatorischen und technischen Ressourcen bereitgestellt werden.

BTW: Es lohnt sich, das 27-seitige Dokument ( veröffentlich am 20. November 2024 von der Staatskanzlei in Schleswig-Holstein ) genauer anzusehen:

Nachtrag: und by the way: - um noch ein paar Anregungen zur Diskussion zu liefern - hier zwei Threads die auf Reddit zum Thema laufen -

:: ++ fast 290 Kommentare

:: ++ 23 Kommentare

  • ps. Falls das Erwähnen einer Reddit-Diskussion u. das linken hier irgendwie gegen die Foren-Netiquette - u. die Board-Rulez geht - dann bitte sagen. Dann nehme ich das wieder raus. Dachte nur, dass das der Diskussion hilft - wenn noch mehr Aspekte reinkommen.

Euch allen einen schönen Einstieg ins Wochenende. 😉

vg

pregmatch

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servus Community,

gerade gestern, also am 4. Dez. gab es eine Anhörung im Bundestag -

vgl. auch Open-Source-Software: Deutschland muss raus aus der Abhängigkeit Jährlich werden vom Staat Milliarden für proprietäre Programme ausgegeben, etwa für Microsoft. Experten fordern Mut zum Wandel und ein Ende der Abhängigkeiten. https://www.heise.de/news/Open-Source-Software-Deutschland-muss-raus-aus-der-Abhaengigkeit-10188035.html

zusammengefasst stellt sich die Lage m.E. doch wohl so dar:.

These vorweg: Regierungshandeln sollte (könnte) ein paar Leitplanken bieten - u. den Kommunen & Verwaltungen aufzeigen, wie man verantwortungsvoll mit dem Geld umgeht, wo Risiken lauern und was mittel u. langfristig mit Software-Architekturen passieren sollte/könnte - jedenfalls meines Erachtens...

Da die Ampel-Koalitionäre am Anfang ihrer Zusammenarbeit sich für den verstärkten Einsatz von Open Source anstelle proprietärer Software ausgesprochen hatten, hätte man erwarten können, also etwa, dass mehr geht - als nur das Projekt in Schleswig Holstein - (Schwarz Grün regiert ☺ ) - dass bei Beschaffung bzw. Entwicklung viel viel mehr auch auf Open Source gesetzt wird. Es sollten Verfahren u. Strategien entwickelt werden, die hier mit "offenen Schnittstellen" arbeiten, alles sollte in einem hohem Maße Transparenzvorgaben entsprechen. Aber das scheint so nicht eingetreten zu sein - die Debatte gestern - sie beklagte etwa, das immer noch Milliarden für proprietäre Software ausgegeben werden.... und dadurch auch knallharte Abhängigkeiten entstehen, ausgebaut werden.

und ich denke, dass das SH-Projekt - hier ein Vorreiter sein kann - ein Leuchtturm.

mehr zum Thema: Anhörung zum Thema „Open Source“ https://www.bundestag.de/ausschuesse/a23_digitales/Anhoerungen/1024966-1024966 Zeit: Mittwoch, 4. Dezember 2024, Berlin, Paul-Löbe-Haus,

Stellungnahmen von den Experten:

Prof. Dr. Stefan Decker (RWTH) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Isabel Drost-Fromm zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Peter Ganten (OSB Alliance) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Adriana Groh (Sovereign Tech Agency) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Dr. Oliver Grün (BITMi) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Bianca Kastl (InÖG) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Krcmar (TUM) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Alexander Sander (fsfe) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source" Jutta Horstmann (ZenDiS) zur 77. Sitzung am 4. Dezember 2024 (Öffentliche Anhörung) "Open Source"

Stellungnahme zur Anhörung Open Source: Bianca Kastl, Innovationsverbund Öffentliche Gesundheit e. V. (InÖG) https://www.bundestag.de/resource/blob/1032152/804c6ad97593b3ef8653138417a9a0da/Stellungnahme-Kastl.pdf

Stellungnahme Anhörung„Open Source“ im Ausschuss für Digitales Jutta Horstmann, Vorsitzende der Geschäftsführung des Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS), 04.12.2024 https://www.bundestag.de/resource/blob/1032268/1729bb139cc0c3b988b53fcc84745be8/Stellungnahme-Horstmann.pdf

etwas zugespitzt formuliert: Die Lage ist grad - angesichts der wirtschaftlichen "Krise" ja auch nicht besonders glücklich - denn grad jetzt wärs gescheit - wenn man eben nicht noch weitere "Milliarden in Abhängigkeiten reinpumpt"....

Grüße

DekWizArt

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12. Dezember 2016

Beiträge: 3

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Moin,

ich war etwas verwundert hier noch gar nichts vom IT-Dienstleister Dataport zu lesen und fand dann bei eben diesem folgendes:

https://www.dataport.de/fileadmin/user_upload/themen/open-source/linux_arbeitsplatz_fuer_die_oeffentliche_verwaltung_.pdf

Ist zwar nur eine bunte Präsentation.. 😉

trollsportverein

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21. Oktober 2010

Beiträge: 6387

DekWizArt schrieb:

https://www.dataport.de/fileadmin/user_upload/themen/open-source/linux_arbeitsplatz_fuer_die_oeffentliche_verwaltung_.pdf

Ist zwar nur eine bunte Präsentation.. 😉

Immerhin keine PowerPoint Show. Das nennt man dann wohl schon mal Fortschritt. 🤣

pregmatch

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30. Januar 2011

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servus liebe Ubuntu-Freunde, 😎

es gibt Neuigkeiten und doch ziemlich gute Nachrichten zum Thema Open Source-Umzug ( also der Weggang von MS ) in Schleswig Holstein Nachrichten - die es zu teilen lohnt: Das Projekt in Schleswig Holstein - es kommt voran und scheint sich auch zu "rechnen".

in der vergangenen Woche wurden mehrere Artikel publiziert . vgl.

Digitale Souveränität ist möglich und wirtschaftlich :: LibreOffice ersetzt Microsoft: Schon fast 80 Prozent der Arbeitsplätze in der Landesverwaltung sind auf die quelloffene Office-Lösung umgestellt. Letzte Aktualisierung: 04.12.2025

https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/I/_startseite/Artikel2025/IV/251204_cds_digitale_souveraenitaet

Schleswig-Holstein ist einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer digital souveränen Verwaltung gegangen: Die Open-Source-Software LibreOffice ist der verbindliche Standard für Büroanwendungen in den Ressorts und Behörden des Landes. ""Auf nahezu 80 Prozent aller Arbeitsplätze, außerhalb der Steuerverwaltung, wird über sämtliche Ressorts hinweg mit der Open Source Büro-Software LibreOffice gearbeitet. Hier wurden Microsoft Office und Outlook bereits deinstalliert oder es erfolgt aktuell die Deinstallation."

und weiter: ..... [b]Schleswig-Holstein spart mehr als 15 Millionen Euro an Lizenzkosten [/b]

""Wir setzen mit der Einführung von LibreOffice als Standard unsere Open Innovation und Open Source Strategie weiter konsequent um und stärken die digitale Souveränität des Landes. So reduzieren wir unsere technische und damit wirtschaftliche Abhängigkeit von einzelnen Herstellern"", sagte Schrödter. Damit erreiche das Land nach dem erfolgreichen Umzug von fast 44.000 E-Mail-Postfächern auf Open-Xchange als E-Mail-Lösung einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung der Souveränitätsstrategie

vgl. https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/I/_startseite/Artikel2025/IV/251204_cds_digitale_souveraenitaet

Minister sieht in Open-Source-Software „wirtschaftliche Chance“ - Artikel vom 8.12. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/digitalisierung-minister-sieht-in-open-source-software-wirtschaftliche-chance/100177926.html

Schleswig-Holstein stellt als erstes Bundesland seine Verwaltung auf Open Source um. Landes-Digitalminister Dirk Schrödter über digitale Souveränität, Sparpotenzial und Lehren für den Bund. Schleswig-Holstein schlägt bei digitaler Souveränität in Deutschland einen Sonderweg ein. Während andere Länder zögern, hat Kiel seine Verwaltung größtenteils von Microsoft-Produkten gelöst. „Die gute Botschaft ist: Digitale Souveränität durch den Einsatz von Open-Source-Lösungen ist machbar und schaffbar und wirtschaftlich umsetzbar“, sagt Digitalminister Dirk Schrödter im Gespräch mit ...

by the way: und ja: Das Bundesheer Österreichs ist so gut wie fertig, auf LibreOffice umzusteigen, um Abhängigkeiten zu entgehen.

vgl. https://blog.documentfoundation.org/blog/2025/09/30/austrias-military-switches

euch allen noch einen schönen Abend,

humid_gimmick

Anmeldungsdatum:
10. Februar 2026

Beiträge: 10

Hat jemand Informationen zur verwendeten Linuxdistribution in SH? Konnt nix dazu finden.

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 446

Leider nein. Aber was die von der Anzahl der umzustellenden Systeme bedeutenderen Niederlande und das noch bedeutendere FRankreich angeht, so weiß man es. Beide haben sich für NixOS als Basis entschieden.

Quellen:

Mylin

Avatar von Mylin

Anmeldungsdatum:
23. Juli 2024

Beiträge: 559

humid_gimmick

Anmeldungsdatum:
10. Februar 2026

Beiträge: 10

Dank Euch!

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