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Alternative zu Xubuntu

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Xubuntu 22.04 (Jammy Jellyfish)
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PcDoc2000

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Mit SUSE kann ich irgendwie nicht. Wenn ich wirklich auf ein rolling Release wechsle würde ich etwas Arch based nehmen. Eventuell Manjaro.

Das Problem was ich damit schon in 2 Tests hatte ist, dass Wenns man mal ein paar Monate (einmal waren es 5, das andere Mal 8 Monate) keine Updates macht und dann alle Updates nachholt, sich die Installation zerschießt. Muss nicht sein, und auf dem Hauptrechner mehr oder weniger irrelevant, aber bei Testrechner und Notebooks die nicht regelmäßig verwendet werden ärgerlich. Da hatte ich bei Debian based noch nie ein Problem.

DocHifi

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Ich werfe mal SpiralLinux ins Spiel, basiert auf Debian und gibt es mit allen erdenklichen Desktopumgebungen.

Den ersten Rechner habe ich schon umgestellt, weitere werden folgen.

PcDoc2000

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Spiral Linux schaue ich mir an, das kannte ich noch gar nicht. Danke für den Tipp!

Frieder108

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PcDoc2000 schrieb:

Wenn ich wirklich auf ein rolling Release wechsle würde ich etwas Arch based nehmen. Eventuell Manjaro.

Naja, ist halt auch wieder so ein "basiert auf"-System → in dem Fall würde ich dann lieber direkt Arch nehmen.

PcDoc2000

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Bei Arch direkt finde ich die Installation einfach nur mühsam. Und etwas "blind" nach Anleitung ab zu tippen hat aus meiner Sicht wenig Wert. Und Manjaro gefällt mir deshalb besser, weil sie eine etwas abweichendere Politik verfolgen was die Paketeaktualisierung angeht. Vielleicht nur Einbildung, aber mit gefällt der Gedanke ein etwas "entschärftes" Arch System zu haben.

Ironischer weiß war der 8 Monate Test mit Manjaro und da ging gar nichts mehr nach den Updates. Hab es zwar versucht, konnte das System aber nicht mehr zum laufen bringen. War zum Glück nur eine VM und nichts wichtiges.

dirkolus

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PcDoc2000 schrieb:

Mit Flatpack hab ich mich bis jetzt nur oberflächlich beschäftigt, aber zwei grundlegende Fragen (hoffentlich ohne eine Grundsatzdiskussion auszulösen):

  1. Legt jedes installierte Programm auch ein loop device an wie das Snap tut?

Nein, jedes Flatpak-programm legt unter /var/lib/flatpak/app/ sein Unterverzeichnis an und läuft dann im Arbeitsspeicher in der eigenen Umgebung, die über das Binary 'flatpak' bereitgestellt wird. Im Unterverzeichnis kann man sich auch umschauen (halt nichts ändern, klar). Der Aufruf läuft ja dann über 'flatpak run org.developer.application', das macht aber manchmal die Parameter-Übergabe etwas schwierig. Flatpak ist halt in erster Linie nur für graphische Applikationen gedacht.

2. Auch wenn Snaps schon deutlich schneller starten als in den Anfängen, sind sie immer noch langsamer als über ein Repo installierte Programme. Ist das bei Flatpack auch so?

Das ist mir so bei Flatpaks noch nicht aufgefallen. Aber gut, Snaps erstellen ihr eigenes SquashFS, m.W. mach Flatpak das nicht, aber das braucht sicherlich etwas mehr Resourcen.

Ich frage deshalb, weil das eventuell eine Lösung wäre einzelne Sachen doch zu bekommen bei einer Distro bei der ich etwas im Repo vermisse.

PcDoc2000

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@dirkolus: Danke für die Info!

DocHifi schrieb:

Ich werfe mal SpiralLinux ins Spiel, basiert auf Debian und gibt es mit allen erdenklichen Desktopumgebungen.

Den ersten Rechner habe ich schon umgestellt, weitere werden folgen.

Hab heute Vormittag Debian in der aktuellen Version und Spiral installiert. Ich muss sagen, Sprial gefällt mir richtig gut. Klingt jetzt blöd, aber wer auch immer das gemacht hat, dürfte ähnliche Erwartungen wie ich haben. Rein optisch gefällt es mir recht gut, klar muss ich noch einiges Umbauen, aber das ist bei jeder Distro der Fall. Bei Debian war bei dem kurzen Reinschauen jetzt nicht wirklich irgendwas schlechter, aber Bauchgefühl tendiert rein vom look and feel mehr zu Spiral. Da sind deutlich mehr Sachen schon mit dabei, die ich bei Debian nach installieren würde. Dafür musste ich bei Spiral eine Paketquelle aktivieren um zum Bsp Nemo zu installieren.

Ein paar Sachen wie zum Bsp XFDashboard gibts bei Debian aber garnicht in den Repos, die bei Ubuntu direkt dabei waren, da werde ich wohl andere Quellen finden müssen.

juribel

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20. April 2014

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Über XFDashboard hab ich gerade mal nachgelesen, für mich sehe ich da eigentlich nichts, was Xfce (zumal das vollständige und unverfälschte Xfce unter Debian) nicht auch hätte. Die Fensterknöpfe und die Arbeitsflächen bieten den vollen und bequemen Überblick über die geöffneten Anwendungen (bei mir sind es 12 Arbeitsflächen, und die meisten davon mit 3-6 Anwendungen, zumeist Terminals, bevölkert), und das zweite Panel am unteren Bildschirmrand (das habe ich nach vertikal links verschoben) nimmt alle Schnellstarter-Icons auf, die ich haben möchte, sogar in so vielen Reihen wie man will. Der Begriff "separate Launcher-Oberflächen" sagt mir nichts. Sind das diese riesigen smartphone-ähnlichen bildschirmfüllenden Programmstarterflächen? Nicht so richtig prickelnd auf einem 4K 28" Monitor. Naja, wer's wirklich braucht...

Ansonsten halte ich gar nicht viel von dieser überbordenden Derivatitis, M basiert auf U basiert wiederum auf D, da wackelt der Floh mit dem Schwanz mit dem Hund 🤣

Spiral fand ich ganz nett, aber... *schulterzuck*

Aber wir sind ja hier bei Linux, und da hat zum Glück jeder das Recht auf seinen eigenen Geschmack.

shiro Team-Icon

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Noch ein paar Zusatzinfos zu Flatpak ...

dirkolus schrieb:

... jedes Flatpak-programm legt unter /var/lib/flatpak/app/ sein Unterverzeichnis an ...

Dies trifft auf die installierte SW zu. Die Bewegungsdaten, die man sonst unter "~/.config" , "~/.local" usw findet stehen dann unter den IDs von "~/.var/app/". Diese Ordner kann man wie Übergabeordner verwenden oder Dateien/Ordner über "flatpak document-export" für die Sandbox (ro/rw) frei schalten (empfehlenswerter).

Flatpak ist halt in erster Linie nur für graphische Applikationen gedacht.

Das mag für viele Applikationen zutreffen doch kann man Parameter leicht über "echo" Pipes oder als normale Parameter an die Applikation übergeben (Beipiel: flatpak org.xyz.App Parameter1 Parameter2). Du kannst ja auch leicht dich mit einer laufenden Sandbox verbinden (z.B. flatpak enter) und in der laufenden Sandbox z.B. sh Befehle abgeben. (Beispiel: flatpak run --command=sh org.xyz.App). In den .desktop Dateien der Launcher erfolgt die Parameter-Übergabe in der Regel auf diesem Weg.

... langsamer ... Ist das bei Flatpack auch so?

Ich kann nicht für alle Flatpak Applikationen sprechen. Das über die Paketverwaltung installiert "evolution" Paket (.deb) startet genau so schnell (oder langsam) wie der "Flatpak" Aufruf.

PcDoc2000

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juribel schrieb:

Über XFDashboard hab ich gerade mal nachgelesen, für mich sehe ich da eigentlich nichts, was Xfce (zumal das vollständige und unverfälschte Xfce unter Debian) nicht auch hätte. Die Fensterknöpfe und die Arbeitsflächen bieten den vollen und bequemen Überblick über die geöffneten Anwendungen (bei mir sind es 12 Arbeitsflächen, und die meisten davon mit 3-6 Anwendungen, zumeist Terminals, bevölkert), und das zweite Panel am unteren Bildschirmrand (das habe ich nach vertikal links verschoben) nimmt alle Schnellstarter-Icons auf, die ich haben möchte, sogar in so vielen Reihen wie man will.

Das tut hier zwar nichts zur Sache, aber ich verwende XFDashboard in einer relativ stark modifizierten Version. Ich hab die Suche, den Arbeitsflächenwechsler und die Schnellstarter komplett rausgenommen. Was über bleibt ist eine Übersicht mit allen Fenstern. Ähnlich dem was man mit Alt+Tab bekommt, nur in Vollbild und Bildschirm spezifisch. Liegt bei mir auf einer Tastenkombination (Super+Tab) und ergänzt Alt+Tab für mich perfekt da ich mehrere Monitore Verwendet. Auch mit Touchscreen am Notebook/Tablet ist das nicht unpraktisch.

Mit mehreren Arbeitsflächen arbeite ich nur sehr ungern.

juribel schrieb:

Der Begriff "separate Launcher-Oberflächen" sagt mir nichts. Sind das diese riesigen smartphone-ähnlichen bildschirmfüllenden Programmstarterflächen? Nicht so richtig prickelnd auf einem 4K 28" Monitor. Naja, wer's wirklich braucht...

Ich vermute mit "separate Launcher-Oberflächen" ist gemeint, dass man links im Bild eine Leiste mit Icons eingeblendet bekommt wo man sich starter für alles Mögliche anlegen kann. Das verwende ich aber wie gesagt nicht.

juribel schrieb:

Ansonsten halte ich gar nicht viel von dieser überbordenden Derivatitis, M basiert auf U basiert wiederum auf D, da wackelt der Floh mit dem Schwanz mit dem Hund 🤣

Spiral fand ich ganz nett, aber... *schulterzuck*

Aber wir sind ja hier bei Linux, und da hat zum Glück jeder das Recht auf seinen eigenen Geschmack.

Das ist das schöne in der Tat! Aber wenn ich das richtig sehe macht zum Bsp Spiral da nicht wirklich irgendwas extra und es werden die Repos von Debian 1:1 verwendet. Dh alles was Sprial da beiträgt ist die Selektion an vorinstallierten Programmen, Themes und Schriftarten etwas abzuändern. Und damit haben sie "meinen" Geschmack wesentlich besser getroffen als das Debian tun. Aber wie gesagt das ist bei mir weniger relevant, weil ich sowieso den kompletten Desktop umgestalte und von der Optik im frisch installierten Zustand nichts mehr über bleibt. Aber jemand der da nicht so viel Zeit rein investieren will wird zu mindestens kurzfristig mit Spiral glücklicher sei könnte ich mir vorstellen.

sh4711 Team-Icon

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PcDoc2000 schrieb:

... Das tut hier zwar nichts zur Sache, aber ich verwende XFDashboard in einer relativ stark modifizierten Version.

Dann versuche es dir doch selber unter Debian zu kompilieren. Alles was du dazu brauchst findest du anscheinend hier.

Gruß SH

PcDoc2000

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Genau das hab ich gestern schon in der VM gemacht! ☺

Zwar etwas mühsamer, wie ein paar andere Sachen auch, aber ja hat funktioniert. 👍

Ich setzte jetzt mal ein Notebook mit Debian stable auf. Da kann ich dann am besten abschätzen wieviel zusätzlicher Aufwand das ist alles so hin zu bekommen wie ich es gewohnt bin.

PcDoc2000

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Mal ein erstes Feedback, sollte es wen interessieren:

  • Formatierter TextOhne zusätzliche Paketquellen (backports, contrib, non-free) fehlt mir doch einiges, aber die sind ja schnell hinzugefügt.

  • Auch mit den zusätzlichen Quellen fehlen ein paar Sachen. Ich konnte aber alle bis auf eine auf andere Weise bekommen. Die eine ist die GUI für Touchegg, die ich nicht compilieren konnte, da eine lib fehlt, die ich auch bis jetzt nicht nachinstallieren konnte. Da bin ich aber noch dran.

  • Einige Einstellungen XFCE betreffend hat Ubuntu (und auch Spiral) da recht komfortabel vorkonfiguriert, da ist Debian sehr "vanilla" und nicht wirklich optimal konfiguriert. Aber auch hier, wenn man weiß wie ist es kein Problem.

  • Auf der positiven Seite kommt es sehr clean daher, da ist nicht wirklich viel unnötiges Zeug mit drauf. Xubuntu installiert da gern eher mehr als zu wenig. Trotzdem gönnt sich Debian XFCE da bei einer frischen Installation fast 900MB RAM.

  • Synaptic ist echt nicht schlecht, aber mal ehrlich das geht auch deutlich "moderner". Generell was "Tools" angeht hält sich Debian da sehr zurück und ist sehr konservativ unterwegs.

  • Nvidia Treiber installieren ist aufwendiger als unter Ubuntu

  • Deb Pakete werden nicht mit doppelklick installiert

  • Home Verzeichnis von Xubuntu 22.04. übernehmen hat ziemlich gut funktioniert. Wobei ich dazu sagen muss, dass auf dem Notebook jetzt nicht annähernd so viel installiert/konfiguriert ist wie am Desktop, aber ich behaupte mal dass es immer noch mehr ist als bei den meisten normalen Usern.

Ist jetzt alles nichts Schlimmes und bis auf die eine lib die ich nicht installieren konnte, bin ich bis jetzt noch nicht auf irgendwelche unlösbaren Probleme gestoßen. Es ist aber deutlich mehr Zeit nötig um dorthin zu kommen wo ich hin will. Das ist bei einer einmaligen Installation nicht so relevant, aber wenn man mehrere Rechner umstellt schon etwas nervig.

Auf dem Notebook glaube ich aber nicht, dass ich im täglichen Betrieb einen großen Unterschied feststellen werde. 👍

schwarzheit Team-Icon

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Ich stell mal einen Gedanken in den Raum. ☺

Wenn du mehrere Rechner gleich installieren willst sollte es doch möglich sein Paketlisten zu erstellen anhand derer man das auf allen folgenden Rechner automatisch machen lassen kann.

Paketverwaltung/Tipps (Abschnitt „Paketlisten“)

P.S. wenn Debian es nicht kann MX kanns. 😀

juribel

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Das Terminal ist dein Freund!

sudo apt install -y <PAKETNAME>

Anschliessend den Befehl aus dem Terminal in eine Shellscript-Datei kopieren und das nach einer frischen Betriebssystem-Installation laufen lassen (oder die Befehle einzeln mit copypaste in ein Terminal kopieren und aufrufen). Funktioniert immer (auf Debian und allen darauf basierenden Systemen), und es sind keine Tools notwendig. Und du hast vor allem alles prima dokumentiert, zumal du in einem Skript ja auch beschreibende Kommentare unterbringen kannst.

Was meinst du in bezug auf Xfce mit "Vanilla"? So wie ich gesehen habe und auch den Screenshots von der Xfce-Homepage entnehmen konnte, installiert Debian das unverfälschte originale Xfce. Im Gegensatz zu Xubuntu, wo zumindest die zweite Starter-Leiste und die Arbeitsflächen entfernt wurden.

Mit den Nvidia-Treibern war es auch bei mir ein bisschen komplizierter. Es fehlte (warum auch immer) bei mir eine Konfigurationsdatei, die ich von meiner alten Xubuntu-Installation herüberkopieren konnte.

Das Firefox-Profil kann man oft nicht eins zu eins übernehmen, auf den Mozilla-Seiten ist aber dokumentiert, welche Dateien man herüber kopieren kann. Das hat bei mir reibungslos funktioniert.

Mein Home habe ich auch eins zu eins übernommen, und die Konfiguration war daraufhin identisch mit meinem Xubuntu. Bis auf fehlende zu installierende Programme, natürlich.