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Communtu

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Dieses Thema ist die Diskussion des Artikels Archiv/Communtu.

mbecker

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16. September 2007

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Wohnort: Hahnheim

martingr schrieb:

Tut mir Leid aber die Argumentation mit Bug #1 zieht bei mir überhaupt nicht. Ich möchte auch, dass der Bug geschlossen werden kann. Aber nicht auf eure Art und Weise. Verschieben wir alle dummen User von Windows nach Ubuntu haben wir nichts erreicht, außer dass die gleichen Probleme von Windows auch auf Ubuntu existieren.

Für mich ist der Weg Bug #1 zu schließen, den User mündig zu machen. Deswegen arbeite ich hier am Wiki und im Forum. Ich möchte den mündigen User, der sich bewusst ist was er installiert. Der sich bewusst ist, warum Fremdquellen gefährlich sind. Der sich bewusst ist, warum sudo ein gutes Konzept ist. Euer Ansatz führt nicht zum mündigen User. Sondern er bleibt auf dem Stand von Windows stehen.

Tut mir Leid, ich bin Informatik und vertrete nun mal die Meinung, dass der User sich mit dem Computer auseinandersetzen soll. Es ist eines der mächtigsten und auch gefährlichsten Werkzeuge, die er besitzt. Das einzige andere Gerät in der Komplexität, welches mir einfällt, erforderte eine Lizenz zur Benutzung.

Wieso gibt es keinen Smilie der Applaus klatscht? Genauer kann man es nicht treffen!

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26. Mai 2006

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tillmo schrieb:

Fakt ist jedoch, dass es Ubuntu-Nutzer gibt, die Brasero nicht ausreichend finden, dann über "Hinzufügen/Entfernen" k3b installieren, es aber nicht schaffen, sich bis libk3b2-extracodecs durchzugooglen.

Nur wird das Problem nicht gelöst indem man man im Schrotflintenansatz pauschal alles was irgendwie mit Brennen zu tun hat installier und gleich noch ein paar Paketquellen mit, sondern dadurch, dass k3b auch einen Codec-Buddy implementiert.

tillmo schrieb:

Du hast den Hinweis auf der Communtu-Seite unterschlagen "Die erzeugte Liste enthält nur eine minimale Liste von (Meta-)Paketen, die notwendig ist, um deine Installation komplett wiederherzustellen." Was ist daran technisch schlecht gemacht?

Dass diese Metapakete eben nichts deinstallieren, sondern nur installieren, zudem es eine totale Vergewaltigung von deborphan ist. Mit dpkg --get-selections, etc. ist das wesentlich sinnvoller..

tillmo schrieb: Um diese Metapakete einfach erstellen zu können.

Das ist zwar ein interessanter Ansatz, kann einen aber genauso in die Dependency Hell führen. Mit automatiscehn Fremdquellen ist es dann allerdings schon wieder unschön.

tillmo

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3. Dezember 2006

Beiträge: 791

Wohnort: Bremen

Hallo Martin,

martingr schrieb:

Tut mir Leid aber die Argumentation mit Bug #1 zieht bei mir überhaupt nicht. Ich möchte auch, dass der Bug geschlossen werden kann. Aber nicht auf eure Art und Weise. Verschieben wir alle dummen User von Windows nach Ubuntu haben wir nichts erreicht, außer dass die gleichen Probleme von Windows auch auf Ubuntu existieren.

Für mich ist der Weg Bug #1 zu schließen, den User mündig zu machen. Deswegen arbeite ich hier am Wiki und im Forum. Ich möchte den mündigen User, der sich bewusst ist was er installiert. Der sich bewusst ist, warum Fremdquellen gefährlich sind. Der sich bewusst ist, warum sudo ein gutes Konzept ist. Euer Ansatz führt nicht zum mündigen User. Sondern er bleibt auf dem Stand von Windows stehen.

Tut mir Leid, ich bin Informatik und vertrete nun mal die Meinung, dass der User sich mit dem Computer auseinandersetzen soll. Es ist eines der mächtigsten und auch gefährlichsten Werkzeuge, die er besitzt. Das einzige andere Gerät in der Komplexität, welches mir einfällt, erforderte eine Lizenz zur Benutzung.

Mündige User sind auch mein Ziel. Es ist in der Tat gefährlich, Technologie in blindem Glauben zu nutzen. Allerdings ist die Frage, welche Kenntnisse und Fähigkeiten zu einem mündigem Umgang mit Computern erforderlich sind. Darüber gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Wir versuchen in Bremen, mit Ubuntu-Nutzern einen solchen Standard zu entwickeln, und wir von Communtu sind diejenigen, die da mehr fordern als die anderen. Das, was hier auf Ubuntuusers läuft, ist sehr gute Arbeit und extrem hilfreich. Der durchschnittliche Level an Fähigkeiten, den wir aufbauen können (u.a. mittels regelmäßiger Workshops) beinhaltet auch die Wiki- und Forumsnutzung - aber eben nicht immer rein selbsttätig, schon gar nicht, wenn es darum geht, ein Grundsystem aufzubauen, das z.B. einen brauchbaren Multimedia-Standard bereitstellt. Wenn jemand sich ein neues Auto kauft, liest er auch nicht alle möglichen Anleitungen, bis er dann damit fahren kann. Natürlich braucht er einen Führerschein, dabei geht es aber eher um Verhalten im laufenden Betrieb.

Communtu kann ein Baustein zur Vereinfachung der Grundinstallation sein. Es erlaubt auch Menschen, ihre Erfahrungen mit Programm-Zusammenstellungen mit anderen zu teilen. Warum gibt es z.B. im Bildungsbereich bisher nur Edubuntu und nicht feiner abgestimmte Derivate? Ich würde sagen, weil die Derivats-Zusammenstellung bisher nur für Informatiker machbar ist, aber nicht für Bildungs-Experten. Communtu kann das demokratisieren.

Gruß Till

tillmo

Anmeldungsdatum:
3. Dezember 2006

Beiträge: 791

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Hallo Rotbart,

Rotbart van Dainig schrieb:

Nur wird das Problem nicht gelöst indem man man im Schrotflintenansatz pauschal alles was irgendwie mit Brennen zu tun hat installier und gleich noch ein paar Paketquellen mit, sondern dadurch, dass k3b auch einen Codec-Buddy implementiert.

Unser Brennen-Metapaket installiert als neue Quellen nur universe und multiverse, also eher harmlos.

Dass diese Metapakete eben nichts deinstallieren, sondern nur installieren, zudem es eine totale Vergewaltigung von deborphan ist. Mit dpkg --get-selections, etc. ist das wesentlich sinnvoller..

Wir hatten erst dpkg --get-selections benutzt, aber ein Debian-Entwickler hat uns zu deborphan geraten. Die Paketliste wird dadurch deutlich kleiner und überschaubarer. Man wird zudem wohl kaum die gesamte Paketliste wieder deinstallieren wollen - dann hätte man gar kein System mehr. Dass Metapakete nicht sinnvoll zur Deinstallation genutzt werden können, ist ja eher ein Problem der Debian-Paketverwaltung und nicht eins von Communtu (wir haben auch schon überlegt, was man da tun kann). Ubuntustudio hat das gleiche Problem, und wird ungeachtet dieses Problems auf einer eigenen Wikiseite empfohlen.

Gruß Till

mgraesslin Team-Icon

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8. November 2006

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ich hab jetzt mal einen Vorschlag: warum wendet ihr euch nicht direkt an Ubuntu mit eurem Projekt. Sagt was ihr vorhabt, wie ihr es euch vorstellt. Wenn das ganze gut ist und gute Metapakete dabei herauskommen, spricht eigentlich nichts dagegen, dass die in universe bzw. multiverse aufgenommen werden.

Das fände ich bedeutend besser als irgendetwas auf einer externen Projekt Seite. Ubuntu braucht nicht noch tausend weitere Forks - die offiziellen sind ausreichend.

mbecker

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Anmeldungsdatum:
16. September 2007

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Wohnort: Hahnheim

tillmo schrieb:

Wir hatten erst dpkg --get-selections benutzt, aber ein Debian-Entwickler hat uns zu deborphan geraten. Die Paketliste wird dadurch deutlich kleiner und überschaubarer. Man wird zudem wohl kaum die gesamte Paketliste wieder deinstallieren wollen - dann hätte man gar kein System mehr. Dass Metapakete nicht sinnvoll zur Deinstallation genutzt werden können, ist ja eher ein Problem der Debian-Paketverwaltung und nicht eins von Communtu (wir haben auch schon überlegt, was man da tun kann). Ubuntustudio hat das gleiche Problem, und wird ungeachtet dieses Problems auf einer eigenen Wikiseite empfohlen.

Der Vergleich zu Ubuntu Studio hinkt doch jetzt eher, da Ubuntu Studio ein in sich abgeschlossenes System bietet, dass man eben auch mittels CD/DVD installieren kann. Sicherlich sind die Pakete auch auf Ubuntu einsetzbar, aber das ist ja Sinn und Zweck der Weiterentwicklung von diversen Derivaten, dass man zusammen an einem großen Ganzen arbeitet. Communtu ist aber ein Aufsatz, der auf jedes Ubuntu-System angewendet werden kann und keine eigenständige Distribution.

Bzgl. Problem der Debian-Paketverwaltung:

Wie auch schon einige Vorredner erwähnt haben ist mMn der korrekte Ansatz hier die Entwickler zu unterstützen. Nicht noch eine Erweiterung/Skript/usw. drauf setzen, sondern die Entwickler unterstützen das Bestehende zu verbessern. Wer schon mal mit Yast, Yum (glaube das hieß so) gearbeitet hat, wird merken wie vielseitig die Debian-Paketverwaltung ist. Sicherlich ist hier noch einige Verbesserungen möglich.

tillmo

Anmeldungsdatum:
3. Dezember 2006

Beiträge: 791

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Hallo Martin,

martingr schrieb:

ich hab jetzt mal einen Vorschlag: warum wendet ihr euch nicht direkt an Ubuntu mit eurem Projekt. Sagt was ihr vorhabt, wie ihr es euch vorstellt. Wenn das ganze gut ist und gute Metapakete dabei herauskommen, spricht eigentlich nichts dagegen, dass die in universe bzw. multiverse aufgenommen werden.

Das fände ich bedeutend besser als irgendetwas auf einer externen Projekt Seite. Ubuntu braucht nicht noch tausend weitere Forks - die offiziellen sind ausreichend.

Natürlich ist das unser Ziel, dass die besten bei Communtu entstehenden Metapakete zu offiziellen Ubuntu-Derivaten werden. So weit sind wir aber noch nicht. Dazu haben wir ja das Web2.0-System entwickelt, um diese Derivate zu ermöglichen und zu verbessern, z.B. in Zusammenarbeit mit den Lehrern, die ich erwähnte.

Gruß Till

e2b Team-Icon

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Zum Artikel, kurz und knapp: -1

tillmo

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3. Dezember 2006

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Liebe Freunde und Mitarbeiter von Ubuntu(users),

also, die Diskussion war produktiv, scheint aber jetzt nicht mehr wirklich weiterzugehen. Ich schlage folgendes vor: wir lassen die Diskussion hier erstmal ruhen. Wir von Communtu greifen alle angesprochenen technischen Punkte auf, machen eine kleine Fallstudie, und wenn wir soweit sind, melden wir uns wieder.

Gruß Till

mgraesslin Team-Icon

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8. November 2006

Beiträge: 9183

tillmo schrieb:

Liebe Freunde und Mitarbeiter von Ubuntu(users),

also, die Diskussion war produktiv, scheint aber jetzt nicht mehr wirklich weiterzugehen. Ich schlage folgendes vor: wir lassen die Diskussion hier erstmal ruhen. Wir von Communtu greifen alle angesprochenen technischen Punkte auf, machen eine kleine Fallstudie, und wenn wir soweit sind, melden wir uns wieder.

+1 - gute Idee

noisefloor Team-Icon

Anmeldungsdatum:
6. Juni 2006

Beiträge: 29567

Hallo,

ja, sehr gut. Dann einfach hier im Thread wieder posten.

Gruß, noisefloor

noisefloor Team-Icon

Anmeldungsdatum:
6. Juni 2006

Beiträge: 29567

Hallo,

kann mal jemand von Communtu in die Baustelle/Communtu ein Fertigstellungsdatum eintragen? Nur damit wir die Baustelle nicht ausversehen mal löschen...

Gruß, noisefloor

tillmo

Anmeldungsdatum:
3. Dezember 2006

Beiträge: 791

Wohnort: Bremen

Folgender Thread ist relevant für diese Diskussion: http://forum.ubuntuusers.de/topic/communtu-auf-dem-linuxtag-in-berlin/. Da es eher um die Diskussion eines Papers über Communtu geht, habe ich einen neuen Thread angelegt.

Gruß Till

Serengeti

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24. Februar 2008

Beiträge: 1973

Anmerkung: Abhängig von der Auswahl der/des Benutzerin/Benutzers können Fremdpakete installiert werden.

Solche Wortklaubereien machen den Satz etwas schwer verständlich. Es ist mir überhaupt aufgefallen, das Communtu die geschlechtliche Gleichstellung zwar wichtig nimmt, das ganze aber irgendwie unglücklich und beim lesen behindernd umsetzt. Siehe auch das PDF zum Linuxtag

tillmo

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3. Dezember 2006

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