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Fork von Wayland zeigt wahre Zustände hinter Wayland?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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k1l

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Der frühere Entwickler bei Compiz (nicht der, der bei Canonical war) und nun an Wayland mitartbeitende Entwickler Scott Moreau wurde von dem Hauptentwickler Kristian Høgsberg dazu gedrängt seine als "GH Next" benannten Entwicklungs Branches als kompletten Fork zu benennen und zu verkünden: http://lists.freedesktop.org/archives/wayland-devel/2013-March/008131.html
Nun gibt es den Wayland und Weston Fork Northfield/Norwood.

Scott bemängelte vorher, dass er seit Monaten versuchte Patches in Wayland zu bekommen, die aber abgelehnt und sogar getrollt wurden. Quelle: http://lists.freedesktop.org/archives/wayland-devel/2013-March/008127.html

The general point here is, I don't really plan on going to be making special time to bug upstream anymore because my efforts so far have been shunned, shot down, trolled and ultimately, less-than-appreciated. It's been a year, now I've had enough of the nonsense.

Auch wunderte er sich, dass seit der Mir-Ankündigung kein einziger Commit getätigt wurde.

Sein Ziel sei es die Fehler von X11 zu verhindern, die Compiz und anderen Projekten so viele Probleme beschert hatten. Zudem wolle er sicher gehen, dass Desktopeffekte sauber laufen und dem Enduser ein gutes Erlebnis gewährleisten. Die ersten Branches waren speziell als Spielwiese gedacht um auszuprobieren und das gesamte Projekt weiter vorran zu bringen. Obwohl er sagt, dass er libwayland nicht groß ändern wird:

The key point to understand is, that this is not a new protocol in its own right. It *is* the wayland protocol, with a few minor additions that make it possible to do new interesting things."

und somit einen ganz anderen Plan als Mir verfolge.

Um die gesamte Entwicklung zu beschleunigen wollte er die aktiven Entwickler auch in einen seperaten IRC Kanal (#wayland-dev) gruppieren um die Kommunikation und den Fortgang der Wayland-Entwicklung zu optimieren und zu beschleunigen. Daraufhin rief Høgsberg zum Boykott des neuen Entwicklerkanals auf.
Nach einer bisher nicht veröffentlichen Diskussion in #wayland wurde Moreau vom IRC Kanal verbannt und von der Wayland-Entwickler Mailingliste ausgetragen: http://lists.freedesktop.org/archives/wayland-devel/2013-March/008168.html

Dieses Verhalten lässt das Argument: "Canonical muss doch nur ein paar Patches hier und ein bisschen Mitarbeit da einbringen und schon kann Wayland alles was ihr braucht" der RedHat und KDE Entwickler im Shitstorm nach der Mir-Ankündigung in einem ganz anderem Licht erscheinen.
Mitarbeit fordern setzt auch immer vorraus, dass Mitarbeit erwünscht ist.

Lsf_Lf

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Es wird schon einen triftigen Grund gegeben haben, warum Canonical mit MIR einen eigenen Weg geht. Nicht auszudenken wie groß der "Shitstorm" erst gewesen wäre, wenn es Canonical gewesen wäre die angeführten Gründe zu verbreiten. Es ist halt wie im richtigen Leben, es gehören immer zwei Seiten zu einer Medaille … So oder so, bleibt es abzuwarten was sich wie entwickeln wird. Letztendlich wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird … ☺

eider

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Die "wahren Zustände hinter Wayland" zu beurteilen, traue ich mir zwar nicht zu. Der Vorgang kann auch an den Eigenschaften / dem Verhalten des Entwicklers Scott Moreau liegen... Jedenfalls spricht die Meldung nicht ohne Weiteres gegen Wayland.

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Ziemlich alberner Versuch von dir mal wieder gegen Wayland zu schießen.

Willste im Gegenzug lesen, dass nach dem Compiz-Entwickler jetzt auch der Upstart-Entwickler von Ubuntu, bzw. von Canonical großen Abstand nimmt, nachdem man ihre Patches nicht annimmt? Scott Moreau forkt, Canonical vergrault seine Entwickler.

eider

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5. Dezember 2009

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eider schrieb:

Die "wahren Zustände hinter Wayland" zu beurteilen, traue ich mir zwar nicht zu. Der Vorgang kann auch an den Eigenschaften / dem Verhalten des Entwicklers Scott Moreau liegen... Jedenfalls spricht die Meldung nicht ohne Weiteres gegen Wayland.

hier kann man was dazu lesen: http://www.linux-magazin.de/NEWS/Wayland-Forker-fliegt-aus-IRC-und-Mailingliste?tag=6

glasenisback

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[..] jetzt auch der Upstart-Entwickler von Ubuntu, bzw. von Canonical großen Abstand nimmt, [..]

Das liest wohl auch Phoronix.com? Sind dir aber drei Dinge aufgefallen:

  • Der Eintrag bei Phoronix ist verschwunden.

  • Der Blog-Eintrag von Scott James Remnant (Dem Upstart-Entwickler) ist vom 30. Oktober 2012, also schon mehrere Monate alt. Von einem "jetzt" kann also überhaupt nicht die Rede sein. Wenn du dir außerdem den Foren-Eintrag bei Phoronix zum Artikel durchgelesen hättest, dann wüsstest du auch, dass das ein Fehler seitens Michael Larabee war (Der Artikel wurde im in seinem Feedreader als aktuell angezeigt, obwohl er schon mehrere Monate alt ist) und er den Artikel zeitnah wegen des Fehlers von seiner Seite entfernt hat.

  • Scott James Remnant arbeitet schon seit Januar 2011 nicht mehr bei Canonical, und seine letzten Commits hinsichtlich Upstart und libnih liegen auch schon fast zwei Jahre zurück (Noch länger als seine Entscheidung Ubuntu nicht mehr zu benutzen). Scott hat Upstart zwar anfangen zu entwickeln, sich aber schon Mitte 2011 fast komplett aus dessen Entwicklung verabschiedet.

Zum Thema Compiz-Entwickler:

  • Der Compiz-Entwickler Sam Spilsbury hat Canonical ebenfalls schon vor Monaten verlassen. Zudem arbeitet er immer noch aktiv an der Entwicklung von Compiz mit. Was er eingestellt hat, ist die Pflege an den "Legacy-Branches" von Compiz. Zwischen diesen beiden Dingen besteht ein Riesenunterschied!

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glasenisback schrieb:

Zum Thema Compiz-Entwickler:

  • Der Compiz-Entwickler Sam Spilsbury hat Canonical ebenfalls schon vor Monaten verlassen. Zudem arbeitet er immer noch aktiv an der Entwicklung von Compiz mit. Was er eingestellt hat, ist die Pflege an den "Legacy-Branches" von Compiz. Zwischen diesen beiden Dingen besteht ein Riesenunterschied!

Es geht um seine Commits, die er als Nicht-Canonical-Entwickler nach seiner Zeit bei Canonical versucht hat beizutragen und die von Canonical immer abgewiesen wurden. Dabei ging es um Patches, die die Performance von Unity immens gesteigert hätten. Da sie immer abgelehnt wurden, hat er damit aufgegeben.

Das mit dem Upstart-Entwickler ist dann wohl Geschichte.

k1l

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@ ChemicalBrother

  • hier geht es aber nicht um Upstart oder Unity sondern um Wayland

  • die Upstart Geschichte ist schon älter als alt. Das hat aber oben glasenisback schon aufgeklärt.

Mir geht es darum, dass ein RIESEN Fass aufgemacht wurde, dass Wayland ja die super Zusammenarbeiter wären und Ubuntu/Canonical ja nur ein paar Patches einreichen müsste und alle sich auf die Zusammenarbeit freuen würden und gar nicht verstehen warum Ubuntu/Canonical denn Mir entwickelt.
Jeder der das angezweifelt hat wurde vom Shitstorm, angetrieben von RedHat und KDE, niedergemacht. Selbst auf dem Ubuntu Portal Ubuntuusers.de konnte man nicht mal falsche Behauptungen der Wayland-Entwickler aufzeigen oder richtigstellen ohne selber angegangen zu werden.

Jetzt zeigt sich aber, dass

  • die Mitarbeit bei Wayland doch nicht so einfach ist wie vorher behauptet

  • die Entwicklungsgeschwindigkeit alles andere als schnell ist

Vegeta

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Hier noch ein Blogartikel über Scott Moreau. Sollte es stimmen, dass er die anderen Entwickler immer wieder beleidigt und als Volltrottel und Arschlöcher bezeichnet hat, ist es kein Wunder, dass er irgendwann gekickt wird. Zudem steht dort auch wieso sein Code nicht angenommen wurde - absolut teamunfähiges Verhalten.

Edit: Golem hat jetzt auch einen Artikel dazu: Moreau trollt sich aus dem Entwickler-Team

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k1l schrieb:

Jetzt zeigt sich aber, dass

  • die Mitarbeit bei Wayland doch nicht so einfach ist wie vorher behauptet

  • die Entwicklungsgeschwindigkeit alles andere als schnell ist

Doch, die Mitarbeit ist einfach, sofern man die Leute im IRC nicht ständig mit "fucking idiots" beschimpft. Und was die Entwicklungsgeschwindigkeit angeht: Wayland soll von Anfang an ordentlich geschrieben werden und eine stabile Basis, auf die man sich verlassen kann. Es soll nicht wie bei X geschehen. Wir nutzen X11. Kannst du dir vorstellen warum 11 und warum man das nicht in Wayland sehen will? Was ist wichtiger? Etwas, worauf man sich verlassen kann, oder etwas schnell hingeschriebenes?

Du belegst die angeblich schlechte Arbeit des Wayland-Teams mit einem Troll, der Patches einführen will, die Wayland kaputt machen, der nicht gewillt ist zu begründen, was sie bringen, der nicht mit den Devs diskutieren will.

Wenn du noch was zum Nachlesen brauchst:

glasenisback

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ChemicalBrother schrieb:

Dabei ging es um Patches, die die Performance von Unity immens gesteigert hätten. Da sie immer abgelehnt wurden, hat er damit aufgegeben.

Sam hat übrigens in der Kommentarsektion eines seiner Blog-Einträge seine Aussage gegenüber Canonical relativiert:

http://smspillaz.wordpress.com/2013/03/06/delivering-free-software-to-the-masses/

For example, it is highly unlikely at this point that my performance-enhancing patches are going to be accepted into the Ubuntu Raring release. Why? Because Canonical has forked compiz for raring[1], de-prioritized its development and has told me that they will not accept any new community patches. The reason? Because they can’t have any accountability over that contribution anymore. It is in their best interest to maintain complete control of their codebase, even it it means shutting everyone else out no matter how good or bad their contribution is, because it guarantees them some stability and peace of mind from others interacting with their business goals.

Vor allem im Zusammenhang mit dem Blog-Eintrag ist der Kommentar sehr interessant. Sam scheint kapiert zu haben, dass die Art und Weise wie die Gemeinschaft Software entwickelt dem gegenüber steht, wie Firmen Software entwickeln.

Kelhim

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Wie viele Leute hier immer in der Lage sind, solche Schritten vollumfänglich zu beurteilen und aus so einer Geschichte wieder eine Canonical-Diskussion zu stricken. Das kann man doch noch in einem der zweiunddrölfzig anderen Themen tun. Der Punkt ist, dass Patches offenbar nicht angenommen wurden, vielleicht aus guten, vielleicht aus schlechten Gründen, aber wenn man Gründe sucht, wird man immer welche finden. Es spielt auch keine Rolle mehr, das Kind ist nun in den Brunnen gefallen.

Aus welchen Gründen auch immer dieser Scott Moreau nun Wayland verlassen hat, jetzt herrscht ordentlicher Wettbewerb, und das muss überhaupt nicht schlecht sein.

AroDorn

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Kelhim schrieb:

Wie viele Leute hier immer in der Lage sind, solche Schritten vollumfänglich zu beurteilen und aus so einer Geschichte wieder eine Canonical-Diskussion zu stricken. Das kann man doch noch in einem der zweiunddrölfzig anderen Themen tun. Der Punkt ist, dass Patches offenbar nicht angenommen wurden, vielleicht aus guten, vielleicht aus schlechten Gründen, aber wenn man Gründe sucht, wird man immer welche finden. Es spielt auch keine Rolle mehr, das Kind ist nun in den Brunnen gefallen.

Da der Beitrag von vornherein als nach-tarockende Schuldzuweisung konzipiert war, braucht man sich da ja wohl kaum zu wundern.

Aus welchen Gründen auch immer dieser Scott Moreau nun Wayland verlassen hat, jetzt herrscht ordentlicher Wettbewerb, und das muss überhaupt nicht schlecht sein.

kann man so stehn lassen.

Kelhim

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18. September 2006

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Ach, komm. Und selbst wenn: Wie viele Canonical-kritische Themen gibt es hier, die alle lange genug diskutiert wurden, um damit Bücher füllen zu können? Und wir halten sie alle aus. Halten wir also vielleicht ebenso ein Thema aus, dessen Ersteller Spuren von Kritik an einem anderen Projekt äußert.

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