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Verbunden mit unsicherem Netzwerk

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 24.04 (Noble Numbat)
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Charlie64

Anmeldungsdatum:
2. Dezember 2013

Beiträge: 38

Hallo,

ich habe ein Verständnisproblem bezüglich einer Netzwerkverbindung mit einem potentiell unsicherem Netzwerk.

Ich vermute mein WLAN-Router ist unzureichend abgesichert.

Ich könnte jetzt den Router neu konfigurieren, möchte aber, mit Eurer Hilfe, vorher noch einige Wissenslücken schließen.

Zurück zu meiner Frage: ist ein geladenes Linux-Live-System (von DVD gebootet, also nicht persistent), durch ein bloß eingestecktes LAN-Kabel von diesem unsicherem Router, ist diese Sitzung dann rasch kompromittiert sobald die Verbindung besteht?

Sind quasi wenn man das LAN-Kabel einsteckt, sofort irgendwelche bösartigen Datenpakete unterwegs?

Gilt weiter die Annahme: „kaum Linux-Viren im Umlauf“ auch hier?

Ist das Live-System hier sicherer, oder kann sich ein Schädling auch im RAM-Arbeitsspeicher entpacken?

Möchte im Anschluss dann über das Terminal und apt-get den Browser aktualisieren und https: benutzen. Dann bin ich quasi am sicheren Ufer angelangt ☺ 😀

Mein Ziel ist ein möglichst sicheres Surf-System.

Bin Anfänger in der Materie, bitte um Nachsehen. 😲

Danke & Gruß Charles

Moderiert von kB:

Keine konkrete Support-Anfrage erkennbar. Thema aus dem Forum internetzugang in einen vermutlich besser passenden Forenbereich verschoben. Bitte beachte die als wichtig markierten Themen („Welche Themen gehören hier her und welche nicht?“) in jedem Forenbereich. Danke.

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14580

Charlie64 schrieb:

Mein Ziel ist ein möglichst sicheres Surf-System.

Das kannst Du mit einem statischen System komplett vergessen.

Installiere eine aktuelle Linux-Distributionsversion und halte sie aktuell!

timothy2068

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 643

Charlie64 schrieb:

Ich vermute mein WLAN-Router ist unzureichend abgesichert.

Was bringt dich auf diese Vermutung?

ist ein geladenes Linux-Live-System (von DVD gebootet, also nicht persistent), durch ein bloß eingestecktes LAN-Kabel von diesem unsicherem Router, ist diese Sitzung dann rasch kompromittiert sobald die Verbindung besteht?

IMHO nein. Aber definiere „unsicher“ und „rasch“ mal quantitativ.

Sind quasi wenn man das LAN-Kabel einsteckt, sofort irgendwelche bösartigen Datenpakete unterwegs?

Datenpakete geistern nicht durch die Netze auf der Suche nach Opfern. Jedes Datenpaket hat einen Absender und ein Ziel. Wenn du deinen Rechner einstöpselst, nimmt er von sich aus Kontakt auf, erst zum DHCP-Server deines Routers, dann bei der ersten internetweiten Abfrage zu einem DNS-Server, und wird so „netzbekannt“. Dann können kompromittierte Server deinem Rechner auch Malware schicken.

So gut wie alle mir bekannten IT-Sicherheits-Fachleute betrachten aber nach wie vor E-Mail als Haupteinfallstor – also bösartige Anhänge, die von deinem Mailclient beim Öffnen der Mail ausgeführt werden. Auf Platz 2 steht der unterwegs auf der Sitzbank gefundene USB-Stick („mal gucken, was da drauf ist“).

Gilt weiter die Annahme: „kaum Linux-Viren im Umlauf“ auch hier?

Klar, warum nicht?

Ist das Live-System hier sicherer, oder kann sich ein Schädling auch im RAM-Arbeitsspeicher entpacken?

Das Live-System ist potenziell eher unsicher, da auf älterem Stand als ein installiertes und gepflegtes. Und „sich [selbst] entpacken“ kann ein Schädling überhaupt nicht. Jede Malware ist darauf angewiesen, vom laufenden Rechnersystem ausgeführt zu werden – entweder direkt von dir, oder von einem anderen Prozess, der bereits auf dem Rechner läuft (das wäre dann eine Sicherheitslücke). Vergleich: Auch die Zeichenkette „Ramm dir ein Messer in die Brust“ ist erst dann gefährlich, wenn man sie ausführt. Speichern und lesen ist vollkommen unschädlich. So isses auch mit Malware. Nur dass da für dich nicht immer erkennbar ist, wann das System was ausführt.

timothy2068

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 643

Frage ans Forum: Haben wir im Wiki eine Anleitung, wie man ein Ubuntu-Minimalsystem nur zum Surfen aufsetzen kann? Und wenn nicht, wär das eine Idee? Darunter würde ich verstehen: Möglichst wenig Software installiert (nur Browser, PDF-Viewer, Mailclient), keine Serverdienste, schlanke GUI mit wenig internen Server-Client-Verbindungen, also möglichst wenig, was irgendwo auf irgendwas lauscht.

lubux

Anmeldungsdatum:
21. November 2012

Beiträge: 14785

timothy2068 schrieb:

...-Minimalsystem nur zum Surfen ...

Dafür reichen auch 2 Regeln in der INPUT chain am input-Interface.
Die 1. Regel mit dem target ACCEPT für die ankommenden "RELATED,ESTABLISHED"-Verbindungen und die 2. Regel mit dem target REJECT (oder DROP) für die ankommenden "INVALID,NEW,UNTRACKED"-Verbindungen.

schwarzheit Team-Icon

Supporter
Avatar von schwarzheit

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 9086

timothy2068 schrieb:

... Ubuntu-Minimalsystem ...

Minimalinstallation

kB Team-Icon

Supporter, Wikiteam
Avatar von kB

Anmeldungsdatum:
4. Oktober 2007

Beiträge: 10342

Wohnort: Münster

Charlie64 schrieb:

[…] Ich vermute mein WLAN-Router ist unzureichend abgesichert.

Dann sichere ihn ab. Wenn Du dabei die folgenden Grundsätze beachtest, hast du bereits alles getan, was ein Endverbraucher sinnvollerweise tun kann:

  • Verwende nur ein Gerät, welches auch Sicherheitsupdates vom Hersteller erhält.

  • Konfiguriere auf dem Router nur WLANs mit Verschlüsselung.

  • Verwende nach Möglichkeit nur WPA3. Wenn der Router das nicht beherrscht, tausche das Gerät gegen ein aktuelles.

  • Wenn deine WLAN-Clients kein WPA3 können, aktualisiere am besten auch deren Hardware. Zweitbeste Lösung: Auf dem Router auch WPA2 zulassen.

  • Vergib für die WLAN starke Passwörter. Das heißt konkret lange und kryptische.

  • Halte die WLAN-Passwörter geheim.

  • Kontrolliere regelmäßig das Systemlog des Routers.

  • Sperre auf dem Router alle Zugänge vom Internet auf die Bedienoberfläche. Die Bedienoberfläche des Routers darf nur vom internen Netzwerk aus zugänglich sein.

Und außerdem:

  • Vor der Benutzung des Internets führe das Programm Brain.exe aus.

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 446

kB schrieb:

führe das Programm Brain.exe aus.

👏 ❗

HarryD

Anmeldungsdatum:
14. Juni 2006

Beiträge: 2952

Wohnort: Germany - BW

kB schrieb:

  • ... führe das Programm Brain.exe aus.

Läuft das unter wine? Gibt es kein natives Linuxprogramm?

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 446

Brain.exe läuft bisher nur auf NOS (Neuronal Operating System)

schwarzheit Team-Icon

Supporter
Avatar von schwarzheit

Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 9086

Warum ist es dann aber eine .exe?

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 446

„Namen sind Schall und Rauch“ entsprungen der überragenden Brain.exe, instaliert auf dem NOS von Johann Wolfgang von Goethe - und das bereits Anno 1808.

Charlie64

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
2. Dezember 2013

Beiträge: 38

Sehr viele nützliche Informationen aufgesammelt hier für mein Neuronales Netz mit der Haupt-Datei "Brain.exe" 😛

Habe mich doch entschieden auf die ganzen Live-Systeme zu verzichten und mich auf meine Desktop-Installation zu konzentrieren.

Vielen Dank Euch für den Input. 😛

Charles

Kätzchen

Avatar von Kätzchen

Anmeldungsdatum:
1. Mai 2011

Beiträge: 7440

Wohnort: Technische Republik

Ich kann empfehlen, wenn der Router mit Openwrt kompatibel ist über einen Einsatz von Openwrt nachzudenken. Meinen Router, der keine Updates vom Hersteller mehr bekommt habe ich damit geflasht und seitdem auch WPA3. Das Initiale Flashen erfordert aufmerksames lesen, das springen von einer Openwrt Version zur nächsten ist nicht mehr schwierig.

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14580

Kätzchen schrieb:

Ich kann empfehlen, wenn der Router mit Openwrt kompatibel ist über einen Einsatz von Openwrt nachzudenken.

Mehr noch, wenn man einen Router kauft, sollte man gezielt darauf kaufen, um sofort OpenWrt flashen zu können, sich bis auf den Punkt des Flashens gar nicht erst mit der mitgelieferten Firmware abzugeben.

https://openwrt.org/supported_devices

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