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Wie könnte der Durchbruch von Linux gelingen? [Kommunikation]

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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dreadnought

Avatar von dreadnought

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21. Juli 2006

Beiträge: 1721

Wohnort: im tiefsten Westen der Republik

Dieser Thread gehört zu diesem Hauptthread. Hintergrundinformationen und weitere Unterthemen siehe bitte dort.

Hier können folgende Fragen diskutiert werden:

  • Wie kann man Linux durch sinnvolle, möglichst „objektive“ Kommunikation bekannter machen?

  • Welche Public-Relations-Konzepte kämen dafür in Frage, wie könnte eine sinnvolle Öffentlichkeitsarbeit aussehen?

  • Wie könnte man die Menschen ggf. durch klassische Werbung/Reklame auf Linux aufmerksam machen?

  • Wer, also welche Werbeträger, könnten für GNU/Linux werben (Institutionen, Persönlichkeiten)?

  • Welche Werbe-Slogans (auch für Ansteck-Buttons etc.) kämen dafür ggf. in Frage?

  • Wie könnten ein GNU/Linux-Logo und Merchandising-Artikel aussehen?

  • Wie könnten Anzeigen oder Werbesports für GNU/Linux aussehen und ggf. finanziert werden?

Kommunikation

Aufklärung / PR, Öffentlichkeitsarbeit / Werbung, Information (allgemein)

billiejuh schrieb:

Dazu gehört auch das Entwichḱlungskonzept von FOSS, auch wenn das den Neuanwender zum Teil überfordert. Ich kann mich an ein Gespräch mit einen Kollegen (reiner PC-Nutzer) erinnern, der es sich nicht vorstellen konnte, das Linux nicht von einer Firma, sondern von sehr vielen verteilt arbeitenden Entwickler, Tester, Übersetzer ... entwickelt und distribuiert wird und die Entwicklung stetig voran geht.

Bei andere Software steht eine Firma für die Software und das ist greifbar, aber das FOSS-Konzept ist für viele einfach zu abstrakt.

Ich denke hier kann man mit Aufklärungsarbeit ansetzen und gleichzeitig auch Imagepflege betreiben.

Linux muss dahin, wo die Menschen sind die es auch nutzen könnten, das soll heißen, dass für Linux muss einfach mehr Werbung gemacht werden, frei nach dem Motto "tue gutes und rede darüber". Das ganze muss noch nicht mal Fernsehwerbung sein, sondern evt. Flyer oder sonstiges Werbematerial. Linux muss zu einer festen Marke werden, der Pinguin muss in die Köpfe. Das Ganze muss aber koordiniert ablaufen und mit eindeutigen Botschaften versehen sein.

Es muss aber immer gesehen werden, dass Linux Marktanteile in einem bestehenden Markt erobern will und sich gleichzeitig von den Mitbewerbern abgrenzen muss. Ich stelle immer fest, dass zuwenig über die Fähigkeiten von Linux berichtet wird, sondern immer nur über die Teile die nicht funktionieren (Ok WLAN ist übel) oder MS/Apple schlecht gemacht werden, was wieder Gegenreaktionen zu Folge hat und das bleibt bei den Leuten haften, die sich in solchen Foren (Heise allen voran) mal verirren.

Was mich generell stört, ist ständig die Argumentation was an Linux nicht funktioniert oder etwas anders ist. Warum sollte man nicht mal ein Argumentation aufbauen, was eigentlich alles funktioniert."Ja, Linux ist toll, aber......."

Geissbock schrieb:

Ich glaube man muss dem Normalbenutzer erstmal klar machen was der Unterschied zwischen Linux und Windows ist. Oder erst einmal was ein Betriebssystem ist. Viele denken z.B auch das Office ein Betriebssystem ist (Schon selber mehrfach miterlebt).

Dann muss das ganze für die Leute einen Preisvorteil haben, sonst wechselt keiner freiwillig. Gerade in der Heutigen Zeit wo "Geiz geil" ist. Weiterhin muss den Leuten klar gemacht werden das Windows Software "normalerweise" nicht unter Linux läuft.

Die Leute müssen im Geschäft einen Rechner mit Windows sehen für 499,-€ und den identischen mit Linux für 449,-€. Dann fangen die Leute zu überlegen und informieren sich auch mehr über "dieses" Linux. Och für die 50€ kann ich mir ja eine größere Festplatte holen oder mehr Arbeitsspeicher.

Nur alleine wegen dem Open Source Gedanken werden nur die allerwenigsten zu Linux wechseln.

lilith2k3 schrieb:

Außerdem was bringt es dem Endanwender letztlich, wenn er genau zwischen Linux und Windows unterscheiden kann? Ich sehe da jetzt nicht ohne weiteres einen Nutzen drin.

Der Nutzen ist wohl so naheliegend, daß er von Dir übersehen wird: Wenn die Leute kein Linux kennen, dann wird auch versucht werden, Microsoft Produkte zu installieren, was natürlich dann nach Hinten losgeht. Wenn die Leute den Unterschied nicht kennen und WIndows erwarten, werden sie ganz schnell von "Mogelpackung" sprechen.

lilith2k3

Die Sache mit dem Walmartbeispiel hat natürlich einen Pferdefuß: die Dinger wurden da hingeklatscht, eine Zeitungsanzeige hat die Teile beworben, im Kleingedruckten stand dann was von "Linux" und das Ding war eine Totgeburt.

Wenn man nun "Fachpersonal" hat, sieht die ganze Sache wieder anders aus. Aber dennoch sollte man offen kommunizieren; ich denke, daß ist auch wohl gemeint: Wenn die Leute Fragen, ob die Software $MSONLY läuft, erhlich mit "Nein!" antworten.

Newubunti schrieb:

Deshalb bringt es auch nichts darüber zu streiten, was Windows nun besser kann und was nicht und umgekehrt. Die Masse entscheidet sich eher für die Außendarstellung des Produktes, als das Produkt an sich. Wenn dem nicht so wäre, dann würden sich Firmen aufwendiges Marketing gerne sparen.

Naja... hier möchte ich schon genau differenzieren. Ich stelle mir das nicht so vor, dass man versucht den Leuten eine Linux-Distri als Fast-Windows unterzuschieben. Es geht mehr darum, dass man auf den Unterschied nicht zwangsläufig mit großem Tamtam aufmerksam macht, solange der Nutzer davon nicht einen Nutzen hat. Ich sehe da einen feinen Unterschied. Nehmen wir dazu mal folgendes Beispiel: Der Kunde möchte Briefe schreiben, ins Internet und E-Mail. All das bringt Ubuntu ihm z.B. schon mit - ohne weitere Software. Genau das muss man dem Kunden nun klar machen. Und dann kommt der Kunde gar nicht zu der Frage, ob er denn nun auch MS Office instalieren kann, denn Office ist schon mit dabei.

Effekt: Kunde hat ein positives Aha-Erlebenis, nämlich Office ist schon mit dabei.

Würde man nun den Unterschied herausstellen und expletzit erwähnen, dass er MS Office nicht installieren kann, dann hat er erst mal ein negatives Aha-Erlebnis, nämlich MS Office läuft nicht.

Ich finde erstere Vorgehensweise geschickter. Ich hoffe es ist deutlich geworden, worum es mir dabei geht. Ich möchte dem Kunden nichts vormachen, aber ich möchte schon so weit es geht alle positiv darstellen. Wie gesagt, es geht ja immerhin auch um Werbung.

billiejuh schrieb:

Was mir pers. im Linux-Umfeld fehlt, ist eine Übersicht in deutsch über diverse Distributionen. Es würde unter Umständen eine Website genügen in der klar aufgeschlüsselt und auch für den nicht so versierten Nutzer, was welche Distri ausmacht.

Für den Win-Wechsler, der ein homogenes Umfeld gewohnt ist, ist es Linux doch eher heterogen (was ich selbst befürworte). Für einige ist es verwirrend, welches Linux er nehmen soll. Hier sollte man eine Hilfestellung leisten. Es sollte klar werden, welche Distri eher für Ein/Umsteiger geeignet ist und welche eher für den fortgeschrittenen Nutzer.

dreadnought schrieb:

barristan schrieb:

Wie wärs mit: Wir schleichen uns in den nächsten Mediamarkt und verstecken paar Ubuntu CDs in der Softwareabteilung mit dem Aufdruck: kostenlos + neue Windows Version Evtl klappts ja 😬

Geniale Idee: Guerilla-Marketing oder auch "subversive Marketing"... 😊

Man könnte auch einfach wie das Firefox team eine Anzeige in einer großen deutschen Zeitung schalten, das hat jedenfalls damals enorm dazu beigetragen Firefox bekannter zu machen.

Ja, auf jeden Fall! Aber dazu bräuchten wir erstmal nen Claim / Slogan und ein Logo (zumindest, wenn es nicht nur für eine bestimmte Distri sein soll). Aber da haben wir bisher leider noch keinen Durchbruch erzielt, obwohl ja viele gute Vorschläge im Raum stehen...

burli schrieb:

Ich fände es effektiver wenn man zb in der c't Zeitschrift über mehrere Ausgaben hinweg eine ausführliche Einführung in die Linux Welt bringen würde und parallel dazu im c't-Magazin eine Art Mini Serie zeigt die von der Installation von Linux über die Einrichtung bis zu einzelnen Programmen einfach mal zeigt was Linux überhaupt ist und kann.

uname schrieb:

Ich habe oh Wunder nach einiger Zeit mal wieder die c't gelesen. Es stand sogar ein Beitrag über den Linux-Kernel 2.6.26 oder so drin, habe ich auch gelesen. Man müsste die UNIX/Linux- und OpenSource-Welt in der c't viel mehr Beachtung schenken. Selbst die Drucker- und TFT-Käufer erhalten mehr Beiträge als die Linux-Fraktion. Aber ich denke für jeden getesteten Drucker oder Monitor gibt es Extra-Kohle. Da kann eine kostenlose Software nicht mithalten.

Finanzierung

barristan schrieb:

lounge.mark schrieb:

barristan schrieb:

Man könnte auch einfach wie das Firefox team eine Anzeige in einer großen deutschen Zeitung schalten, das hat jedenfalls damals enorm dazu beigetragen Firefox bekannter zu machen.

*sichfastamkaffeeverschlucke* *hust* *räusper* In den wichtigen Zeitungen kostet sowas 5-stellig. Nein, ich will keine Illusionen zerstören 😉

Naja Firefox hats nur durch Spenden finanziert und hat dann in der FAZ eine ganz seitige Anzeige geschaltet, warum sollte das hier nicht möglich sein? Dann würde man auch sehen, wieviel den Leuten wirklich die Verbreitung wert ist ^^.

Weniger debatieren, mehr machen, das sollte das Motto sein, die von Firefox haben auch einfach die Anzeige designen lassen, weil das ist so der nächste Punkt, wo man sich ewig aufhalten kann.

Werbeträger

lilith2k3 schrieb:

Hm. Gut, wenn Linux sich vom Klischee wegbewegen sollte, braucht es auch einen Werbeträger, bzw. eine Werbefigur. Beliebt für Werbespots (ob nun sinnvoll oder nicht, lasse ich hier mal außer acht) sind unteranderem auch Prominente. Welcher Promi sollte denn in Deutschland Werbung für Linux machen?

  • Günther Jauch

  • Barbara Schöneberger

  • die Gottschalk-Twins

  • Harald Schmidt

  • Oliver Pocher

  • Michaela Schaffrath

  • Stefan Raab

  • Mario Barth (immerhin hat der mal TK-Elektroniker gemacht *lol*)

oder fällt einem sonst noch wer ein

dreadnought schrieb:

Müssen es unbedingt Promis sein? Wenn du mich fragst:

  • Linus Torvalds ☺

  • Mark Shuttleworth

  • Stephen Fry

  • Leute vom FoeBuD oder CCC

  • ggf. Leute wie Brigitte Behrens (Greenpeace Deutschland) oder Vertreter ähnlicher Organisationen

... und wenn es denn unbedingt ein Promi sein muss:

  • Marcel Reich-Ranicki ☺

  • ne, mal ohne Quatsch: irgendeine junge, integere, gut aussehende (Nachwuchs-)Schauspielerin - eben jemand, der dem üblichen Computerfreak-Klischee genau entgegen positioniert ist.

lilith2k3 schrieb:

Ungültiges Makro

Dieses Makro ist nicht verfügbar

Die is glaub ich momentan frei 😀

http://www.gottschalk-behrens.com/kuenstler/birthe-wolter-44.html

Wenn wir alle zusammenlegen *chrchrchr*

50000 User .. jeder 3 Euro und Spot ins Fernsehn 😀 (und dazu die ganze Presse »Community wirbt für Linux« das kommt bestimmt auch in den Tagesthemen)

dreadnought schrieb:

Keine schlechte Wahl!

Oder auch (noch etwas prominenter):

Ungültiges Makro

Dieses Makro ist nicht verfügbar

Julia Jentsch.

dreadnought schrieb:

→ Abgesehen von Werbespots (das ist für mich erst der zweite Schritt) könnte man ja mal mit einem Logo anfangen. Mich würde da mal ein Vorschlag "zum Gucken" interessieren. Vielleicht kann man ja mal PMs durch die Gegend schicken, damit wir hier mal Input "zum Anfassen" bekommen. Oder gleich ne Ausschreibung machen...

Merchandising

dreadnought schrieb:

Mal ganz "bier-ernst" 😉 : Der Punkt Merchandising wurde bisher noch gar nicht angeschnitten, glaube ich. Aber warum sollte es in PinguinLäden nicht auch coole Taschen mit Tux-Motiven, Gürtel mit Ubuntu-Logo-Schnalle oder Ähnliches geben? Wer Linux ist bzw. lebt, sollte auch die Möglichkeit haben, das nach Außen zu tragen - siehe auch die Beliebtheit von "Buttons" bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, insbesondere Musikliebhabern.

Image / Slogans / Claims

billiejuh schrieb:

Image: Die Idee das derzeitige Image (Bastler, Frickel ...) in ein positives zu überführen, halte ich für gar nicht mal so schlecht. Der Ansatz von Individualismus ist auch nicht schlecht. Das ganze kann gute Früchte tragen. Ich habe mir mal IBM-Werbespots angeschaut und hier nimmt sich IBM selbst und andere ziemlich auf die Schippe und das nicht nur poistiv.. Es ist gut möglich, dass eine lockerer Umgangston das Image unterstreichen kann.

Slogan: Ein rein deutscher Slogan wäre sicherlich gut, aber ich denke Das Linux-Imagine! eigentlich alles aussagt. Der Vorteil eines eingängigen Slogans ist einfache der, dass auch diejenigen, die nicht so Werbung empfänglich, sich trotzdem den Spruch merken, ob sie wollen oder nicht. Ein Slogan/Logo dient auch dem Erkennungswert.

Newubunti schrieb:

Nur alleine wegen dem Open Source Gedanken werden nur die allerwenigsten zu Linux wechseln.

Das sehe ich auf alle Fälle auch so. Vorstellen könnte ich mir aber ein Slogan, der in Richtung Freiheit bzw. Unabhängigkeit geht. Natürlich nicht in ganz platter Form.

PhotonX schrieb:

Wie wär's mit "Computer für Menschen" (à la Ubuntu) oder "Der freundliche Pinguin"? 😀

lounge.mark schrieb:

Denglisch ist mitlerweile gang und gebe. Computer für Menschen halte ich aber für falsch, weil es die "anderen" ausschliesst

Wenn der Pinguin-Laden "Computer für Menschen" verkauft, was machen dann die anderen Läden? ☺

Newubunti schrieb:

Ich präzisiere mal warum mir der Slogan gefällt:

"Für Menschen" bedeutet für mich, dass da Menschlichkeit in dem Projekt mit drin steckt. Da passt sich dann unter anderem auch gut die Community mit ein.

"Für Menschen" heißt auch für den Kunden, im Interesse des Kunden. Das kann man so ausformen, dass bei Linux der Kunde und nicht der Gewinn im Vordergrund steht. Bei Microsoft hat man zuweilen das Gefühl, dass man in einer "Neue-Hardware-Neue-Software-Spirale" steckt, von der mehr die Unternehmen, als die Kunden profitieren.

Es lässt sich da noch eine ganze Menge rein interpretieren bzw. an positiven Aspekten herausholen, was durch entsprechende Kampagnen dann eben ausgestaltet werden müsste.

  • PenguinStores - freundliche Computer für freundliche Menschen.

  • PenguinStores - mehr als nur Computer.

  • Dein Rechner, unser Betiebsystem, unsere Community

  • GNU/Linux der ander Weg

lilith2k3 schrieb:

Ich weiß, jetzt kommen wieder die Sprachpuristen ....

Aber wie wäre es damit:

Linux - Imagine!

Das läßt ausreichend Platz für Interpretationen, appeliert an die Kreativität der Benutzer, ist kurz und knackig und wird auch im englischsprachigen Ausland verstanden.

Und als Logo für die Stores gibt's dann ein Imagine! (in Kursiv) und irgendwo dann den Pinguin untergebracht, fertig.

lilith2k3 schrieb:

Ich denke nicht, daß man sich mit "Linux - Imagine!" vornehmlich an ein jüngeres Publikum wendet. Es richtet sich an jeden, der seiner Vorstellungskraft einen Raum bieten will. Man sollte die Zielgruppe der WOOPes (Well Off Older People) nicht unterschätzen. Gerade ältere Menschen finden jetzt ,im Ruhestand, die Zeit, die sie in jungen Jahren nie hatten, um sich selbst zu verwirklichen. Wenn ich beispielsweise an meinen Onkel denke, der hat erst im Rentenalter mit Computer angefangen und ist mit Begeisterung an das Thema herangetreten. Ich denke, daß der Werbespruch recht abstrakt ist und eine große Projektionsfläche für all die individuellen Wünsche läßt - was übrigens auch die "Individualisten" mit einschließt. Auch spiegelt sich darin die Vielfalt der Distributionen wieder. »Imagine! There is an operating system where your dreams become true« oder so ähnlich. Wer will kann sich sein Linux ja so gestalten, wie er es wünscht.

Außerdem beinhaltet die Idee der Vorstellungskraft ebenso die Idee der Freiheit - wo, wenn nicht in unserer Phantasie sind wir frei? Und wo, wenn nicht mit Linux, besitzt man die wirkliche Freiheit, seiner Phantasie freien Lauf zu lassen und seine Wünsche ohne Restriktion umzusetzen?

Ich finde, daß man damit ein breites Publikum anspricht, und niemanden von Vornherein ausschließt oder abschreckt.

P.S.: Und so könnte man aus dem "Bastler-Image" gewinn schlagen, schließlich ist basteln ein kreatives Hobby 😉

JoschiC schrieb:

Feel Free! Linux!

oder....

Free spirit ... Linux

oder....

Free World, Free Science, Free People ... Welcome to Linux

Newubunti schrieb:

Zu dem Slogan:

Ich würde nichts Englisches nehmen, da es viele Leute geben wird, die damit dann nichts anfangen können oder es sich sogar falsch übersetzen. Da hab' ich neulich mal einen Bericht zu gelesen. Viele Firmen gehen wieder mehr dazu über, die Slogans in der jeweiligen Landessprache zu übersetzen, weil die Verbraucher die Slogans nicht so verstehen, wie sie gemeint waren.

dreadnought schrieb:

Ich verstehe andererseits auch die Einwände gegen das "Denglisch", das eben tatsächlich von vielen Menschen missverstanden wird, nicht nur von den Älteren - das zeigen aktuelle Untersuchungen zuhauf. Bestenfalls werden viele englische Werbesprüche als hohle Phrasen wahrgenommen, schlimmstenfalls völlig fehl- oder uminterpretiert. Diese Gefahr sehe ich bei "Linux - Imagine!" allerdings nicht, da es ja auch im Deutschen das Wort "Imagination" gibt. Diese Transfer-Leistung sollte den meisten Leuten intuitiv gelingen.

Newubunti schrieb:

"Computer für Menschen" finde ich da schon ziemlich gut. Da steckt vieles drin, was Linux sein möchte. Zumindest wäre es ein guter "Überslogan" den man durch weitere Kampagnen noch präzisieren könnte.

Gut fand ich weiter vorne auch die Idee, Linux so eine Art BIO-Image zu verpassen.

Ansonsten sollte nach meiner Meinung nach auch "Unabhängigkeit" genannt werden, weil es doch auch einige Nutzer gibt, die Windows zwar nutzen, dabei aber schon spüren, dass sie sich in einer nicht unerheblichen Abhängigkeit befinden.

underwood schrieb:

Es ist schwierig einem Produkt ein Image zu verpassen, wenn es schon ein Image hat. Vielleicht ist es einfacher, ein bisweilen negativ behaftetes Image in eine positive Richtung zu schubsen. Linux hat nun mal das Freak-Image - das Mensch(im Sinne von "für alle Menschen")-Image wäre eine 180° Drehung. Allerdings habe ich das Gefühl, es entwickelt sich in der Gesellschaft ein gewisser "Trend zum Individualismus" (was eigentlich ziemlich paradox ist). Und genau diese Schiene könnte doch das Sprungbrett für Linux werden. Aus dem Freak wird der Individualist und somit verkaufen wir Computer für Individualisten. Nur so ein Gedanke.

Zumal nicht jeder, der kein Linux-System hat, unmenschlich ist - nicht, dass ich den Slogan so verstehen wollte, aber evt. könnte er so verstanden werden und einen überheblichen Beigeschmack haben. Ich denke außerdem, dass Linux sich eine etwas spezialisierte Zielgruppe aussuchen sollte als (alle) Menschen. Wieso also nicht eine nehmen, die akutell zwar noch relativ klein (und dennoch ernstzunehmend groß) ist, aber stetig im Wachstum ist?

dreadnought schrieb:

Letzteres ist richtig, aber der Gegenvorschlag (für Individualisten) setzt sich dieser Gefahr genauso aus. Genau von dem Image soll Linux ja weg, sonst wird das nie was mit der größeren Verbreitung. Wie du schon selbst richtig feststellst, tun wir zwar alle so, als ob wir tierische Individualisten sind, aber im Grunde ist und bleibt der Mensch eben auch ein "Herdentier" und soziales Wesen. Und Linux ist eben gerade nicht etwas für reine Individualisten, sondern das Gegenteil: Ein Gemeinschaftsprojekt, das nur durch die Vielzahl und Vielfalt der Beteiligten überhaupt das ist, was es ist. Der Community-Gedanke fehlt bei der Individualismus-Diskussion. Auf diesen kommt es aber (u.a.) an - Mit-Menschlichkeit lautet die Devise!

genios schrieb:

Linux - Different Computing

dreadnought schrieb:

Linux - Denk um! (think different)

Linux - Umdenken!

oder irgendwas in der Art...

dreadnought schrieb:

TheRiverStyx schrieb:

Im Deutschen sollte es dennoch nicht hölzern klingen. Es bleibt ein Schlagwort an dem ein Wiedererkennungswert hängt. Ansonsten seid Ihr wieder dort wo die Diskussuion einmal angefangen hat: Linux = Kompliziert.

Völlig d'accord - Deutsch ist nun mal leider eine recht hölzerne Sprache. Daher kam der beste Slogan bisher ja auch aus dem Englischen... Aber das passt natürlich den "Sprachpuristen", wie lilith2k3 sie genannt hat, wieder nicht.

Linux - wir machen das!

... für die Stores?

lilith2k3 schrieb:

Linux - wir machen das!

Als Spruch cool, griffig, tauglich - aber: was machen wir denn? Wir machen ja weder das Auto TÜV-fertig, noch reparieren wir Computer, sondern bieten welche an 😉

Was macht denn die Gemeinschaft aus?

Nachbarschaftshilfe, beispielsweise. Soziale Verantwortung des Einzelnen für die Gemeinschaft, Gruppenzugehörigkeit, Abgrenzung nach Außen. Sinnstiftende Mythen und Legenden uswusf.

dreadnought schrieb:

Ich hatte das mehr so in der Richtung verstanden: "Wir kümmern uns drum!", wir sind bei dir, wir lassen dich nicht allein. Daher auch der Zusatz "für die Stores". Ob es mit "Linux" als Schablone funktioniert, weiß ich nicht. Aber mit Computern auf jeden Fall, als Zusatz für die Stores:

"Computer - wir machen das!"

PS:

Linux - fühl' es! (fühlen, spüren, erspüren, leben, erleben, ...)

PPS: Ad Community-Gedanke:

Linux - du machst es möglich!

(hätte sogar ne DoppelDreifachbedeutung 😉 ) jedenfalls so in die Richtung: 1) du bist Teil des Ganzen, kannst aktiv mitwirken 2) hast mehr/neue Möglichkeiten (Kreativität etc.) 3) machst mehr möglich - mehr draus, hast es im Griff...

oder auch:

- mach es möglich! (geht so ein bisschen in die Imagine! -Richtung)

- tu, was du willst!

  • Linux - fühl' es! (fühlen, spüren, erspüren, leben, erleben, ...)

lilith2k3 schrieb:

Auch gut :] Wie wär's denn mit * Linux - leb' es!?

stfischr schrieb:

Noch nen Slogan: * "GNU/Linux - Und du entscheidest"

cuartetoclash schrieb:

In Bezug auf die Slogans ist mir gerade folgendes eingefallen:

Linux - Der Computer bleibt Deiner!

oder

Lunix - Der Computer gehört Dir!

oder Linux - Feel free to stay yourself! bzw Feel free to be yourself! (für die Denglischfans, bin leider in der Sprach nicht 100% fit, ist das so korrekt?)

oder so ähnlich (geht in die Richtung von stfischrs Vorschlag). Gemeint ist damit, dass er sicher vor Bevormundungen ist, egal ob damit DRM-Sachen, Microsoft-Gespähe oder Bundestrojaner gemeint sind. Im letzten Spruch klingt auch noch das mit der Freiheit und das Individuelle an.

Newubunti schrieb:

Slogan

Linux -

  • Von der Gemeinschaft für Dich

  • Erlebe Gemeinschaft

  • Lass' Dich darauf ein

  • Freiheit erleben

  • Grenzenlos

Je länger ich darüber nachdenke, um so überzeugter bin ich, dass der Gemeinschaftsgedanke bzw. die Komponente des Menschlichen sich aus dem Slogan herleiten muss, wenn er es nicht sogar ausdrücklich anspricht.

dreadnought schrieb:

Gefällt! Oder auch:

  • Linux - Gemeinschaft erleben.

  • - gemeinsam mehr erleben.

  • - gemeinsam besser.

  • - gemeinsam mehr erreichen.

cuartetoclash schrieb:

Linux - Der Computer bleibt Deiner! oder Lunix - Der Computer gehört Dir!

Ist vom Ansatz her gar nicht schlecht. Vielleicht noch etwas prägnanter:

Linux - mein Computer.

Geissbock schrieb:

Finde das noch am besten Es ist einfach und es ist deutsch, so dass es jeder versteht. Das Englische ist zwar "cool" aber die wenigsten wissen dann was damit gemeint ist.

Newubunti schrieb:

Hab' noch mal drüber nachgedacht.

Pro:

  • Einfach, griffig

  • Da steckt drin, dass der einzelne über seinen Computer bestimmt und nicht fremdbestimmt irgend welche Software aufgebügelt bekommt, was sehr viele Nutzer stört bzw. überfordert.

Kontra:

  • Kann zu egoistisch aufgefasst werden

  • Es fällt schwer, aus diesem Slogan auf den Gemeinschaftsgedanken zu kommen

Je länger ich darüber nachdenke, um so überzeugter bin ich, dass der Gemeinschaftsgedanke bzw. die Komponente des Menschlichen sich aus dem Slogan herleiten muss, wenn er es nicht sogar ausdrücklich anspricht.

underwood schrieb:

Linux - mein Computer.

+1 An etwas ähnliches hatte ich inzwischen auch schon gedacht, aber meine Ideen waren alle ziemlich hölzern in der Richtung:

  • Linux - weil es um DEINEN Computer geht

  • Linux - denn es ist DEIN Computer

Was mir jetzt noch einfällt:

  • Linux - mach was draus

lilith2k3 schrieb:

Zwischenfrage: Wenn wir jetzt mit "Gemeinschaft", "Netzwerk", "Dein Computer" und "Freiheit" argumentieren, bewegen wir uns damit nicht auf dem Niveau des Status quo? Warum wir gewechselt sind, hat vielleicht andere Gründe, als benötigt werden, um andere zum Wechsel zu bewegen. Für die voranstehenden Begriffe ist Linux ja bereits bekannt. Also im Prinzip erstreckt sich das Ganze dann lediglich darauf, mit alten Mustern neue Kunden zu gewinnen ...

Newubunti schrieb:

Das sehe ich etwas anders. Status quo ist aus meiner Erfahrung "Linux? Das ist doch das Experten-System" oder es ist eben gar nicht bekannt. Das die Leute all die aufgeführten Begriffe damit verbinden habe ich noch nicht erlebt.

Ich verstehe aber Deinen grundsätzlichen Einwand, dass man einen Slogan vermeiden sollte, der dann ganz einfach wieder auf das jetzige Image zurückgeführt werden kann. Das habe ich von der Seite noch nicht betrachtet, trifft aber andererseits auf die oben genannten nicht so ohne weiteres zu.

lilith2k3 schrieb:

Allerdings ist es so, daß man egal wo man hinsieht, wenn es um "Werbung" für Linux geht, genau diese Leier runtergebetet wird. Das sind IMHO Werte,die eine Minderheit interessieren. Mit sowas erschließt man keine "neuen Märkte".

dreadnought schrieb:

  • Linux - passt immer.

  • Linux - das sitzt.

  • Linux – für mich und für dich. Für uns.

lilith2k3 schrieb:

  • Linux - Meins, Deins, Unser ...

dreadnought schrieb:

  • Linux - sei neugierig!

  • Linux - komm mit!

cuartetoclash schrieb:

Noch ein paar Denglisch-Slogans zu später Stunde (ja, auch hier):

Linux - Freedom. (klingt irgendwie nach G.W.Bush...)

Linux - Feel free.

Linux - Be Free.

Linux - Die Freiheit, zu wählen.

Linux - Frei ist geil. ( 😉 ) Hauen alle in die selbe Kerbe...

Aber Meins, deins, unser ist echt gut!

Dr Schmoker schrieb:

Hier in Berlin gibt es schon seit längerem die Initiative "be Berlin"

Die Analogie zu Linux bzw. Ubuntu könnte heissen:

Be Ubuntu, be Yourself

Ich denke a) das Denglisch versteht jeder, und b) nur durch Ubuntu ist der Durchbruch zu schaffen. Alle anderen Linux Distris sind eigentlich für Anfänger nicht geeignet. Das ist aber nur meine subjektive Meinung.

Werbespots (und sonstige Spinnereien)

lilith2k3 schrieb:

Wie wäre es denn mit einer ähnlichen Werbung für Linux? http://www.youtube.com/watch?v=mmlIXsgKaCk&feature=related

Das Grundthema im Spot ist Kreativität, das sollte auch in "unserem Spot" beibehalten werden. Die Farbe schwarz suggeriert Luxus aber auch Seriosität, was wir ebenfalls beibehalten könnten. Dazu paßt dann auch klassische Musik. Da ist es schwer Vivaldi zu toppen.

Vielleicht sowas: http://www.youtube.com/watch?v=euOu8?v=euOu89d3npA

Und die SpecialFX:

  • OpenOffice Dokumente werden aus dem Nichts erschaffen und mit einer Geste verwandeln sie Sich in PDF-Vögel und fliegen davon

  • Ein Blender-Screen taucht auf, aus dem dann ein reißender Fluß strömt

  • Der Fluß morpht zu einem Einhorn, welches dann in einen Inkscape-Screen taucht und als Vektorbild zu sehen ist

  • Ein Screen vom Banshee-Player versinkt nach unten im Bild und plötzlich gibt es ein Feuerwerk von Noten auf dem Bildschirm

  • Das Feuerwerk verwandelt sich in Nullen und Einsen, alle vorigen Applikationsscreens tauchen nochmals auf und werden zu Nullen und einsen pulverisiert; das alles verbindet sich zu einem Strom, der nach oben hin aus dem Bild fließt und wieder von oben ins Bild kommt und in einen Imagine! Schriftzug einfließt.

  • dann 2s Stille

  • zum Schluß einfach "Linux" ein- und wieder ausfaden

Noch ein Werbespot: http://forum.ubuntuusers.de/post/1651048/

dreadnought

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Beiträge: 1721

Wohnort: im tiefsten Westen der Republik

igprolin schrieb:

Hallo miteinander,

die Verbreitung von Linux auf Desktop-Systemen kann man meiner Meinung nach nur durch Aufklärung bewerkstelligen. Ich als gelernter IT-System-Kaufmann kenne mich diesbezüglich ein wenig aus und zeige immer die Unterschiede beider Varianten. Seien es einmalige Kosten (Anschaffung) oder laufende Kosten (Backups,Lizenzerweiterungen etc.). So gewinnt man beispielsweise kleinere Firmen. Private Personen hingegen wollen meist immer schnell ihre Programme und Hardware nutzen können (Plug and Play) aber wir wissen ja, dass es weder unter Windows noch unter Linux so ohne weiteres funktioniert.

Das größte Problem von vielen ist die Nichtnutzbarkeit von einigen Programmen oder Hardwarekomponenten. Viele wollen sich etwas neues kaufen und sehen es i.d.R. als selbstverständlich an, wenn es ohne Probleme funktioniert. Nehmen wir hier das Beispiel der Hardwarekomponenten. Grafikkarten, Chipsätze sowie Prozessoren und Festplatten sind hier keinerlei Problem mehr aber die externen sowie diverse interne Peripherie kann nur bedingt oder durch viel rumbasteln verwendet werden. Viele wollen das aber nicht und scheuen sich vor Linux. Viele aus meinem Bekanntenkreis kennen Linux aber wenige sind bereit auf Linux zu wechseln - Warum?

So interessieren sich meine Eltern beispielweise für Multifunktionsgeräte (Drucker,Scanner,Kopierer) und fragten mich bisher immer ob es funktioniert. Ich zeigte ihnen die Seite "www.linuxprinting.org" und seither prüfen sie es selbst. Bei anderen Komponenten überlassen sie mir den Kauf, denn vieles wird mittlerweile bei uns zentral über einen Server verwaltet (DVB-S, Musik, Telefonie und Fax).

Einerseits sind es reine Gamer, die bei ihrem Windows bleiben wollen oder es sind ältere Personen, die sich zu sehr an ihr Windows gewöhnt haben und nicht wechseln wollen - So beispielsweise meine Eltern. Ich brachte sie aber mit ein wenig Geschick dann doch zu Linux - Anfangs mit Skepzis, nutzen sie es heute sehr gern und wollen es nimmer missen. Die Administration (Updates, Installation von Software) können sie nun dank Ubuntu mittlerweile selbst erledigen.

Kurz und knapp: Aufklärung ist sehr wichtig - Man sollte einem potentiellen Nutzer Linux zeigen können (LiveCD, LiveUSB-Stick oder Notebook) - Vorher sicherstellen was der Nutzer später machen will.

Ich selbst habe vor 7 Jahren Windows und Linux noch parallel genutzt. Seit 5 Jahren mittlerweile nur Linux, denn es bietet mir alles was ich brauche und hatte bisher nie Probleme. Mich brachte meine Neugier zu diesem System, meine Eltern kamen durch meine Nerverei zu Linux 😉.

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13. April 2005

Beiträge: 10506

Hi,

dieses Thema wird bereits hier behandelt. Ausserdem eröffne doch bitte nicht zig Threads zum gleichen Thema. Danke

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