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wayland, ja wo?!

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 11.10 (Oneiric Ocelot)
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Grimjiar

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24. Mai 2012

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kaputtnik schrieb:

Unbestreitbar ist, das Canonical mit Ubuntu wesentlich zum Bekanntheitsgrad von Linux beigetragen hat.

Allerdings frage ich mich gerade, ob das wirklich Canonicals Verdienst ist oder nicht vielmehr der tollen großen Community rund um Ubuntu. Ohne Ubuntuuers wäre Ubuntu im deutschsprachigen Raum sicherlich nicht das, was es heute ist. Das ist wahrscheinlich auch der Vorteil, den Ubuntu vor anderen Einsteiger-freundlichen Distributionen hat. Ein OpenSuse oder Sabayon wäre für einen Linux-Neueinsteiger sicherlich genauso gut geeignet wie ein Ubuntu, was fehlt ist der tolle Support durch eine große Community. Ich würde es lieber so sagen:

Unbestreibtar ist, dass Ubuntu wesentlich zum Bekanntheitsgrad von Linux beigetragen hat.

JörnS Team-Icon

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Grimjiar schrieb:

Dauert wahrscheinlich nicht mehr lange, dann ist auch der Paketmanager nicht mehr gut genug und man entwickelt seinen eigenen.

Naja, das Ubuntu Software Center gibt es ja schon. Natürlich trotzdem basierend auf apt. Was in meinen Augen fehlt: Delta-Pakete. Gerade mit der Argumentation, das Ubuntu auch für Regionen geeignet sein soll, in denen es nicht so breites Internet gibt wie bei uns.

Grimjiar

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24. Mai 2012

Beiträge: 294

JörnS schrieb:

Grimjiar schrieb:

Dauert wahrscheinlich nicht mehr lange, dann ist auch der Paketmanager nicht mehr gut genug und man entwickelt seinen eigenen.

Naja, das Ubuntu Software Center gibt es ja schon. Natürlich trotzdem basierend auf apt. Was in meinen Augen fehlt: Delta-Pakete. Gerade mit der Argumentation, das Ubuntu auch für Regionen geeignet sein soll, in denen es nicht so breites Internet gibt wie bei uns.

Ganz ernst gemeint war das mit dem Paketmanager zwar von mir nicht, wobei das mittlerweile gar nicht mehr so abwegig wäre, will man wirklich auf verschiedenen Geräten den gleichen Unterbau haben. Gerade im mobilen Sektor, wo es noch keine richtigen Internet Flatrates gibt, könnte ich mir gut vorstellen, dass man gerne so etwas wie Delta-Pakete hätte.

Kelhim

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18. September 2006

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Grimjiar schrieb:

Allerdings frage ich mich gerade, ob das wirklich Canonicals Verdienst ist oder nicht vielmehr der tollen großen Community rund um Ubuntu. Ohne Ubuntuuers wäre Ubuntu im deutschsprachigen Raum sicherlich nicht das, was es heute ist. Das ist wahrscheinlich auch der Vorteil, den Ubuntu vor anderen Einsteiger-freundlichen Distributionen hat. Ein OpenSuse oder Sabayon wäre für einen Linux-Neueinsteiger sicherlich genauso gut geeignet wie ein Ubuntu, was fehlt ist der tolle Support durch eine große Community.

Hat mit dem Thema eigentlich nur am Rande etwas zu tun ...

Am Ende kochen die Distributionen alle nur mit Wasser, natürlich kann man sich mit der entsprechenden Unterstützung auch in andere Distributionen hineinarbeiten. Vieles, was Ubuntu erfolgreich gemacht hat, gab es auch schon bei Debian, Mandrake/Mandriva oder Suse. Ubuntu hat deren individuellen Vorteile (einfacher Installer, halbwegs aktuelle und besonders zahlreiche Software, Stabilität, simple Benutzeroberflächen, große Community in relativ kurzer Zeit) aber meiner Meinung nach kombiniert, zudem die Installation von proprietären Grafiktreibern, Codecs und Co. idiotensicher gemacht, als dafür anderswo erst noch Wikis durchstöbert werden mussten, und früh ein beeindruckendes Marketing getrieben. Man hält Ubuntu oft vor, Erfolgsrezepte von anderen aufzugreifen und dafür die Lorbeeren einzuheimsen, man kann es aber auch andersherum sehen: Die Mitbewerber haben dasselbe versäumt.

Ich habe Sabayon seit sechs Jahren nicht mehr ausprobiert, aber damals erschöpfte sich die Einsteigerfreundlichkeit des Projekts darin, einfach everything and the kitchen sink vorzuinstallieren. Da hätten das Sabayon-Forum und -Wiki noch so menschlich und hilfsbereit sein können, ein Ubuntu wäre es damals trotzdem nicht geworden.

Was ich damit sagen will: Der Erfolg von Ubuntu hängt für mich nicht allein mit dem Support der zweifellos tollen Community zusammen. Ubuntu hat sich immer schon über Konventionen hinweggesetzt und Dinge anders gemacht. Erst die eigene Versionsverwaltung Bazaar, die vorinstallierten proprietären Firmwares, dann die proprietären Treiber, dann ein eigenes Canonical-Design-Team für neue Gtk-Themes und -Applets, das anfangs noch proprietäre Launchpad und Rosetta, die PPAs, der Netbook-Remix, ein eigener Musik- und Cloud-Service, schließlich die eigene Desktopumgebung, und jetzt die tausend Baustellen rund um und für alle erdenklichen Endgeräte.

Um den Bogen zum Thema zu spannen: Kann sein, dass Canonical mit dem neuesten Alleingang mit Mir auf die Schnauze fällt. Und Shuttleworth wird ganz sicher nicht mehr den FSF Award gewinnen. Aber bisher ging es doch erstaunlich gut. 😉

Fredo Team-Icon

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diesch schrieb:

Fredo schrieb:

Ich freue mich auf Ubuntu als Produkt. Aber ich verliere meine Sympathie für Ubuntu als Projekt. Und als Gelegenheitsentwickler weiß ich nicht, ob ich die Vereinheitlichung der Anwendungstoolkits zugunsten von Qt/QML/QUbuntu mitmachen will – denn das wird die nächste Ankündigung sein, wenn sich der Staub um die Mir-Diskussion gelegt hat.

Dass Unity nach Qt/QML portiert wird wurde zusammen mit Mir angekündigt.

Ich meinte auch Qt/QML für Anwendungen, nicht für die Shell. Gwibber-QML macht da den Anfang, und ich glaube nicht, dass sie für den Desktop dauerhaft bei Python/GTK3 bleiben werden, wenn sie überall sonst Qt/QML einsetzen.

²) Es gibt Argumente pro und contra CLAs, aber ich finde, es macht schon einen Unterschied, ob man sein Copyright an eine gemeinnützige Non-Profit-Organisation abtritt, oder an ein gewinnorientiertes Privatunternehmen, deren Produkte man verbessert.

Die CLA von canonical veerlangt nicht, dass man seine Rechte an canonical abtritt. Der einzige für freie Software wirklich relevante Punkt ist, dass man Canonical erlaubt, die Software zusätzlich zu der aktuellen Lizenz auch unter einer beliebigen anderen Lizenz zu veröffentlichen.

Ja, stimmt. Nur: Das heißt dann soviel wie „Mein Code ist GPL für alle und BSD für Canonical“. Es kann aber ja auch sein, dass man bewusst GPL-Code schreibt, und dass man auch und gerade Canonical von den damit verbundenen Pflichten befreien will. Natürlich steht es denen frei, solchen Code nicht anzunehmen, das ist aus gewisser Sicht verständlich. Nur ist das dann eben wieder die „alles selbst machen statt zusammen zu entwickeln“-Logik, die ich meinte.

Yanneck

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Wayland gibt es jetzt auf dem Raspberrypi zum Ausprobieren für alle (die eine Platine bezitzen). Mein Erstversuch war so ein kurzer Aha-Effekt, wow, dann hat es sich reproduzierbar aufgehängt. ☺ Irgendwie war die Leiste oben nur bedienbar, wenn ich hingezoomt habe, ein, zwei Mal hat das geklappt, sonst immer hänger. Aber auf jeden Fall interessant, irgendwie schwebt mir so ein Gummi-Desktop vor. Starten lässt sich das Ding einfach mit weston-launch, wenn man ein aktuelles Raspian auf der Karte hat. Hat noch jemand rumprobiert?! ☺

Liese-lotte

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28. Juni 2013

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Moin,

evtl. mal hier schauen.....

Wayland

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Liese-lotte schrieb:

Moin,

evtl. mal hier schauen.....

Wayland

Kommt noch in übersichtlicherer Form ins Wiki (:

sitronen-

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17. August 2012

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Achtung, da rauschts gerade: http://www.heise.de/open/meldung/Intel-entfernt-Treiber-Unterstuetzung-fuer-Ubuntus-Xmir-1952017.html

Mal abwarten, ob Intel grundsätzlich etwas gegen die patches hat, oder die Qualität nicht genügte. So oder so ein Rückschlag für Canonical.

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sitronen- schrieb:

Achtung, da rauschts gerade: http://www.heise.de/open/meldung/Intel-entfernt-Treiber-Unterstuetzung-fuer-Ubuntus-Xmir-1952017.html

Mal abwarten, ob Intel grundsätzlich etwas gegen die patches hat, oder die Qualität nicht genügte. So oder so ein Rückschlag für Canonical.

The Management schrieb:

We do not condone or support Canonical in the course of action they have chosen, and will not carry XMir patches upstream.

Hat nichts mit der Qualität zu tun. Intel will ganz einfach nicht in die Richtung, in die Canonical will. Kann ich verstehen. Schließlich ist es ne Insellösung, die es nur auf einer Distribution gibt. Da lohnt es einfach nicht es zu supporten. Intel wird das ganze nun im Keim ersticken wollen und drauf hoffen das die Wayland Unterstützung schnell in die großen Desktops kommt.

Bratmaxe

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20. Mai 2008

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Ich greif mal die fragen eines Heiseforumsmitglieds auf weil mich das auch mal interessieren würde:

Ubuntu arbeitet im Standard mit Gnome 3.x und aufgesetztem Unity. Statt Unity kann man beim Login auch Standard-Gnome 3 auswählen. Außerdem kann man die Alternativen (KDE, XFCE, LXDE ...) als Pakete nachinstallieren.

Alle GUIs Gnome, KDE, LXDE, XFCE, außer dem Unity-Aufsatz, werden in anderen Linux-Distros und gemäß Roadmaps der GUI Entwickler, auf Wayland aufsetzen.

Wie wird Canonical denn sicherstellen dass Gnome (ohne Unity), KDE, LXDE, XFCE,... auch auf MIR laufen werden? In der Übergangsphase mit XMIR und später mit Native-MIR...?

Kann man in Ubuntu 13.10 und 14.04 auch bei Xorg bleiben ohne MIR? Oder ein Wayland-Paket installieren (statt MIR) ?

Was passiert bei Upgrade-Installationen von 13.04 auf 13.10 oder von 12.04 auf 14.04 ? Wird in diesen Fällen MIR mit installiert oder außen vor gelassen weil die Vorgängerversion auch ohne MIR war?

Was passiert bei den Upgrades falls in der Vorgängerversion kein Unity installiert war? Zum Beispiel ein "Xubuntu 12.04" welches ursprünglich mal ein Standard-Ubuntu "Gnome3+Unity" war, aber dann durch fliegenden Wechsel von Paketen (Installs+Uninstalls) um konfiguriert wurde auf das ressourcensparende Xfce, weil die Grafikkarte zu schwach war für Unity3d.

ChemicalBrother Team-Icon

Ehemaliger

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17. Mai 2007

Beiträge: 3136

Bratmaxe schrieb:

Wie wird Canonical denn sicherstellen dass Gnome (ohne Unity), KDE, LXDE, XFCE,... auch auf MIR laufen werden?

Wahrscheinlich gar nicht, da Canonical selbst nur Ubuntu (mit Unity) betreibt, der Rest wird von der Community, mit Unterstützung von anderer Firmen wie zB bei Kubuntu, betrieben.

BananaJoe

Anmeldungsdatum:
21. April 2005

Beiträge: 325

sitronen- schrieb:

Achtung, da rauschts gerade: http://www.heise.de/open/meldung/Intel-entfernt-Treiber-Unterstuetzung-fuer-Ubuntus-Xmir-1952017.html

Mal abwarten, ob Intel grundsätzlich etwas gegen die patches hat, oder die Qualität nicht genügte. So oder so ein Rückschlag für Canonical.

Ich finds gut!

Klar, Ubuntu hat für Linux auf dem Desktop viel getan- aber das ständige Forken und Insellösungen suchen nervt und zersplittert / teilt Entwicklungskapazität.

sitronen-

Avatar von sitronen-

Anmeldungsdatum:
17. August 2012

Beiträge: 651

Auch wenn ich gelinde gesagt kein Freund von MIR bin und bis heute (als Laie) keine technische Notwendigkeit dazu sehe¹, ohne Begründung hinterlässt das ganze aber einen bitteren Beigeschmack und stärkt einmal mehr Canonicals Rolle als Matyrer und Outlaws der FOSS-Szene. Lediglich die Ausdrucksweise "We do not condone or support Canonical in the course of action they have chosen" lässt mit viel guten Willen vermuten, dass den Verantwortlichen die Begründung MIRs (inkl. widerlegtem Wayland-Bashing) immer noch aufstößt und sie ärgert, dass MIR verhindert, dass Wayland ein distributionsübergreifender, XOrg-ähnlicher Standard wird. "We do not condone und support" ist auf jeden Fall eine klare Absage an die Behauptungen Canonicals, dass alle großen GraKa-Anbieter MIR positiv gegenüber ständen und die Entwicklung unterstützten.

Erste Reaktionen existieren bereits:
//plus.google.com/114419073019603780828/posts/WFyTq56qsvk:, //plus.google.com/109919666334513536939/posts/QzAyr5fo6r9:

¹Nein, ich will jetzt keinen neuen Streit über dieses Thema.

giygas

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23. Mai 2009

Beiträge: 99

BananaJoe schrieb:

sitronen- schrieb:

Achtung, da rauschts gerade: http://www.heise.de/open/meldung/Intel-entfernt-Treiber-Unterstuetzung-fuer-Ubuntus-Xmir-1952017.html

Mal abwarten, ob Intel grundsätzlich etwas gegen die patches hat, oder die Qualität nicht genügte. So oder so ein Rückschlag für Canonical.

Ich finds gut!

Klar, Ubuntu hat für Linux auf dem Desktop viel getan- aber das ständige Forken und Insellösungen suchen nervt und zersplittert / teilt Entwicklungskapazität.

Stimme zu, ich finde es auch richtig so! Canonical sollte mit diesem endlosen NIH-Syndrom endlich aufhören. Zwar hat jetzt z.b Red Hat auch Upstart mit systemd ersetzt, aber systemd war nach nur einem Jahr Entwicklung schon um einiges Leistungsfähiger als Upstart, welches kaum Vorteile gegenüber SysVInit bietete.

Wayland gibt's dann wohl mit dem release von GNOME 3.10, also in ein paar Monaten. Zumindest in einem experimentellem Stadium. Mit GNOME 3.12, also irgendwann Frühjar nächstes Jahr, ist Wayland support komplett. Zur gleichen Zeit wo 14.04 rauskommt. KDE mit Wayland kommt mit KDE 5, wo Entwicklung letztens richtig begonnen hat. Ich denke, das wird wohl auch zu ungefähr der gleichen Zeit rauskommen (später als GNOME 3.12, wahrscheinlich).