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Open Document Format (ODF) wird im Deutschland-Stack als verbindlicher Standard verpflichtend

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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pregmatch

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Neues zum Thema offene Standards :: ein Meilenstein für digitale Souveränität: Deutschland-Stack macht Open Document Format (ODF) zum verbindlichen Standard. ODF wird Pflicht: die Zukunft gehört demnach also den offenen Dokumentenformaten :: zum Hintergrund: Der Deutschland-Stack ist das Fundament für das digitale Deutschland und setzt auf offene internationale Standards (Tech-Stack). Ziel ist eine souveräne, europäisch anschlussfähige und interoperable digitale Infrastruktur für Bund, Länder und Kommunen zu schaffen. Dazu soll ein lebendiges Ökosystems offener Innovation etabliert und bestehende nationale und europäische Bausteine integriert werden.

Liebe Ubuntu-Community, guten Morgen, 😊

Wow - das ist ein starkes Signal:

Open Document Format (ODF) wird im Deutschland-Stack als verbindlicher Standard verpflichtend – proprietäre Formate - die sind darin nun ausgeschlossen. Ein echter Meilenstein für digitale Souveränität: Deutschland-Stack ODF wird Pflicht: Deutschland-Stack setzt auf offene Dokumentenformate

Wollte das mit euch teilen: .... vor wenigen Stunden hat Italo Vignoli es publiziert: vgl. Germany’s Sovereign Digital Stack Mandates ODF: a Landmark Validation of Open Document Standards https://blog.documentfoundation.org/blog/2026/03/19/germanys-sovereign-digital-stack-mandates-odf/

Italo: Zitat:

Die Document Foundation (TDF), die gemeinnützige Organisation hinter LibreOffice, begrüßt die Aufnahme des Open Document Format (ODF) als verbindliches Standardformat ::in den Deutschland-Stack, das souveräne digitale Infrastruktur-Rahmenwerk der Bundesregierung für alle öffentlichen Verwaltungen.

[quote]Der vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung veröffentlichte Stack legt die technischen Standards für eine gemeinsame, interoperable und souveräne digitale Infrastruktur für alle öffentlichen Verwaltungen in Deutschland fest. Im Rahmen der Säule „Semantische Technologien und Echtzeitanalysen“ des Rahmenwerks werden ODF und PDF/UA explizit als die beiden verbindlichen Dokumentenformate genannt; proprietäre Alternativen sind ausgeschlossen. „Dies ist keine Empfehlung oder Präferenz, sondern eine Verpflichtung“, sagte Florian Effenberger, Geschäftsführer der Document Foundation. „Deutschlands Entscheidung, das ODF als Kernstück seiner nationalen souveränen Infrastruktur zu verankern, bestätigt unsere jahrelange Argumentation: Offene, herstellerneutrale Dokumentenformate sind kein Nischenthema für einige Technologiespezialisten und FOSS-Verfechter. Sie bilden die fundamentale Infrastruktur für demokratische, interoperable und souveräne öffentliche Verwaltungen.“ Der Deutschland-Stack basiert auf Prinzipien, die mit den langjährigen Positionen des TDF übereinstimmen. Das Rahmenwerk verfolgt den Grundsatz „Made in EU first“, fordert offene Schnittstellen und lokale Datenspeicherung, schreibt Open-Source-Entwicklung vor, wo andernfalls proprietäre Eigentumsrechte gelten würden, und zielt explizit darauf ab, die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern zu reduzieren. Der Stack stützt sich auf Beschlüsse der Digitalministerkonferenz, des Bundeskabinetts und der Ministerpräsidentenkonferenz und strebt die konkrete Bereitstellung von Infrastrukturkomponenten für alle Regierungsebenen bis 2028 an. Die Einbindung des ODF in dieses Rahmenwerk ist kein Zufall. Sie spiegelt die konsequente Ausrichtung der europäischen Digitalpolitik wider, vom Europäischen Interoperabilitätsrahmen (EIF) bis zum Cyber Resilience Act (CRA), die offene Standards als Voraussetzung für Interoperabilität, Souveränität und langfristigen öffentlichen Nutzen anerkennt.

Lest mehr auf dem Artikel von Italo - vgl. den Link untenstehend.

weitere Daten, weitere Hintergründe - und Materialien

der Deutschland-Stack: eine allgem. Vorstellung: https://deutschland-stack.gov.de/gesamtbild/

der neue Artikel von Italo: https://blog.documentfoundation.org/blog/2026/03/19/germanys-sovereign-digital-stack-mandates-odf/

vor einigen Stunden hat Bobby Borisov in einem Artikel auf das Thema aufmerksam gemacht: Germany Mandates ODF for Public Administration in Sovereign Digital Stack vgl, https://linuxiac.com/germany-mandates-odf-for-public-administration/

zum Deutschland-Stack: der Deutschland-Stack: eine allgem. Vorstellung: https://deutschland-stack.gov.de/gesamtbild/

vgl. Zitat:

Der Deutschland-Stack ist das Fundament für das digitale Deutschland und setzt auf offene internationale Standards (Tech-Stack). Ziel ist eine souveräne, europäisch anschlussfähige und interoperable digitale Infrastruktur für Bund, Länder und Kommunen zu schaffen. Dazu soll ein lebendiges Ökosystems offener Innovation etabliert und bestehende nationale und europäische Bausteine integriert werden.

Strategie: Die Strategie ist an den politischen Zielsetzungen und notwendigen Umsetzungsbedingungen ausgerichtet. Grundlage sind die Festlegungen aus Koalitionsvertrag, Modernisierungsagenda Bund und Föderal sowie die Beschlüsse aus Digitalministerkonferenz und IT-Planungsrat. Gemäß Koalitionsvertrag wird Ländern und Kommunen die Nutzung eines interoperablen und europäisch anschlussfähigen souveränen Deutschland-Stack ermöglicht, welcher KI, Cloud-Dienste sowie Basiskomponenten integriert. Der Aufbau soll europäische Anbieter, Lösungsmodelle und vertrauenswürdige Anbieter berücksichtigen

Ende des Zitats!

Lest mehr zum Deutschland-Stack: eine allgem. Vorstellung: https://deutschland-stack.gov.de/gesamtbild/

Euch allen auf dem Ubuntu-Forum nun einen schönen Freitag - und einen tollen Einstieg ins WE 😎

freia

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pregmatch

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hallo Freia

vielen Dank für die Rückmeldung - und deinen Input.

freia schrieb:

Zur TDF und LibreOffice gibt allerdings derzeit nicht nur erfreuliche Nachrichten. Krise:

https://forum.linuxguides.de/core/index.php?article/54-libreoffice-am-abgrund-wie-die-document-foundation-ihre-eigenen-gr%C3%BCnder-vor-die/

Das ist mehr als interessant! DANKE. Habe es kurz überflogen: Da steckt echt immens viel drinne in dem Artikel - und erst recht in dem beschriebenen Konflikt:

Nebenbei bemerkt: Ich war neuerdings noch ziemlich betroffen - als ich einen (etwas anders gelagerten Konflikt) ganz wahrgenommen hab -dass nämlich Euro-Office OnlyOffice forked - und nicht auf LO setzt. Das hat mich gewundert. Aber dem ist nun mal so.

why_eurooffice_but_not_libreoffice

vgl. auch: https://www.reddit.com/r/libreoffice/comments/1s7ruum/why_eurooffice_but_not_libreoffice/

Aber zurück von dem von dir erwähnten & beschriebenen Konflikt: das ist m.E. bitter für alle LO-USER, die Community - und ja - es ist m.E. auch ein Schlag ins Kontor für die OS-Community selber... Dass solche Dinge passieren (/koennen) ...

btw: sicher gibts derlei Fälle noch häufiger.

LG

NurNochDebianUser

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18. Februar 2026

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Danke dir freia für den Link. Sehr aufschlussreich und daher lesenswert.

pregmatch

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Es ist ein Debakel sondergleichen - und ich finde, dass es das ist ganz besonders für alle, die auf LO gesetzt haben!! 🙄

Iwie kann man grad gar 'ned sagen, was jetzt am ärgsten nervt: Für mich ist an dieser ganzen Entwicklung das ärgerlichste schon der Vertrauensverlust. Denn das Open-Source-Modell ist m.E. halt voll auf Vertrauen abgestellt und angewiesen: OS, lebt ganz wesentlich von der Zusammenarbeit. Wenn man die Geschichte, die ja auch schon ne ganze Weile sich hinzieht, genau ansieht, dann haben hier die Strukturen ( und auch die TDF selber) leider versagt, die Menschen dahinter sich im Zwist festgefahren und verrannt: Das ist eine bittere Lektion für die gesamte Gemeinschaft - so was grad jetzt (muss das ausgerechnet jetzt eskalieren?!)!!

Grade jetzt, da es drum geht, auch echte Alternativen zu MS und deren Dominanz auf dem Office-Feld zu entwickeln. Gerade jetzt, wo man solche Projekte braucht - und wir immer wieder echte Leuchtturm-Projekte rund um den Einsatz von Libreoffice gesehen haben: hier im Forum wurde ja ausführlich darüber gesprochen...:

  • a. Dänemark

  • b. Schleswig Holstein

  • c. das Österreichische Heer

und diverse andere Porjekte mehr (vgl. auch unten - etwa den Wiki-Artikel mit den Sammlungen zu den Projekten)

Für mich war Libreoffice immer sowas wie ein "starkes und mutiges Zeichen" ja fast schon so etwas wie ein Garant für das "andere Modell" für einen kompletten Gegenentwurf zur Microsoft-Welt: Es steht (für mich wenigetens) für "Digitale Souveränität", "Quelloffene Technologien", "offene Entwicklungchancen u. Prozesse" - und bis dato auch für Transparenz und Offenheit.

Also, ich denk ich werde alle Projekte im Auge behalten - erstmal bei LibreOffice bleiben - solange es für mich (noch) funktioniert. Aber ich werde mir auch Collabora Office (CODA) und OnlyOffice/Euro-Office ansehen. Denke mal, dass in den nächsten 12-18 Monaten sich vielle. zeigen wird, wohin die Reise geht. Bei alledem ( und bei all den diversen Optionen die sich nun auftun ) bleibts m.e. dabei: Es ist ein echtes Debakel - aber so, wies aussieht hat der Kampf um die Vorherrschaft im Bereich der freien Bürosoftware iwie gerade erst richtig angefangn,(...und leider siehts grad so aus, als würd LibreOffice darin voll geschwächt sein).

BTW: Vor einigen Wochen, da hab ich noch hier im Forum das Event bekannt gemacht - das LO-Meeting (die LibreOffce-Konferenz) vom 10. bis 12. September in Pordenone, Italien. Mal sehen was daraus wird. 🙄

die Quellen die ich oben noch erwähnt hab: bzw. die hierher passen:

Open-Source-Software in öffentlichen Einrichtungen https://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Software_in_%C3%B6ffentlichen_Einrichtungen

Cloud: Zoff in Bayern wegen Milliardenauftrag an Microsoft ohne Ausschreibung - ein Heise-Artikel: https://www.heise.de/news/Cloud-Zoff-in-Bayern-wegen-Milliardenauftrag-an-Microsoft-ohne-Ausschreibung-11114453.html Das Open-Source-Lager, Informatiker und IT-Wirtschaft warnen vor Verlust der digitalen Souveränität in Bayern und fordern den Stopp der Microsoft-Verhandlungen.

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