Cubitus
Anmeldungsdatum: 20. Juli 2007
Beiträge: 797
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Hi, gerade auf derStandard.at und prolinux gelesen:
Bisher kein funktionierendes Business-Modell gefunden - Gründer Shuttleworth will zumindest weitere drei bis fünf Jahre die Finanzierung des Projekts gewährleisten
Was passiert, wenn er es in 3-5 Jahren nicht schafft? Müssen wir uns dann etwa nach einer neuen Distribution umsehen, oder geht die Entwicklung langsamer von statten!? derStandard.at Artikel | ProLinux-Artikel Gruß, Cubitus
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Fury1306
Anmeldungsdatum: 5. Mai 2007
Beiträge: 318
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Er habe "auf jeden Fall" die Geduld die Profitabilität von Canonical / Ubuntu abzuwarten, lässt der Ubuntu-Boss keine Zweifel an seiner Entschlossenheit aufkommen. Ebenso sicher ist er sich auch, dass dieser Punkt überhaupt erreicht wird, dies sei nur eine Fragen von "wann" und nicht "ob".
Der Bericht auf derstard.at liest sich jedenfalls nicht so, als würde Shuttleworth den Geldhahn zudrehen wollen.
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Sauer2
Anmeldungsdatum: 5. Mai 2008
Beiträge: 496
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Falls er es in 3 Jahren nicht schaffen sollte, gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten:
Ubuntu verschwindet oder wird als Community-Projekt weiter fortgesetzt.
Oder sieht jemand noch andere Möglichkeiten?
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UbuntuFlo
Anmeldungsdatum: 8. Februar 2006
Beiträge: 12317
Wohnort: /home/flo
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Der Erfolg Ubuntus ist seit Jahren ungebremst 🇬🇧 und wird wohl auch mit dem in zwei Tagen stattfindenden Release von "Intrepid Ibex" noch einmal ansteigen. Trotzdem kann Canonical, das Unternehmen hinter Ubuntu, von den weltweit gestiegenen Anwenderzahlen finanziell noch nicht profitieren.
Im Gegensatz zu den Wettbewerbern Red_Hat und Novell ist der erhoffte Aufbau eines sich selbsttragenden und profitablen Geschäfts bisher nicht gelungen. So ist Canonical im vierten Jahr des Bestehens weiterhin von finanziellen Zuwendungen des südafrikanischen Mäzens Mark Shuttleworth abhängig. Gründe dafür seien, dass die Profitabilität bei Canonical eine eher untergeordnete Rolle spiele und man sich stattdessen zu großen Teilen auf den Desktop-Bereich und dessen Verbesserung konzentriere. "Man könnte durchaus auch bereits in zwei Jahren profitabel sein", zeigt sich Shuttleworth überzeugt. Das könnte erreicht werden, indem man sich nur auf die Server-Ausführung Ubuntus und den kommerziellen und Geld einbringenden Support konzentriere. Doch das wolle man nicht und daher ficht es ihn auch nicht an, wie er dem amerikanischen Magazin CNet 🇬🇧 versicherte: "Ich habe kein Problem damit, Ubuntu noch weitere drei bis fünf Jahre zu finanzieren". Er habe "auf jeden Fall" die Geduld, die Profitabilität von Ubuntu abzuwarten. Auch sei er sich ebenso sicher, dass dieser Punkt erreicht wird: Dies sei nur eine Fragen von "wann" und nicht "ob". Einen wichtigen Schritt in diese Richtung könnte auch die Ankündigung Wikipedias gewesen sein, vollständig zu Ubuntu migrieren zu wollen. Wenn auch nicht klar ist, wie groß der Support seitens Canonicals sein wird, so ist der Imagegewinn und die dadurch entstandene PR auf keinen Fall schädlich. Diese Strategie, sich zu großen Teilen auf den Desktop-Bereich und dessen Verbesserung zu konzentrieren, hält der Südafrikaner langfristig für die richtige. Dabei ist ihm klar, dass man mit dem Desktop-Angebot selbst nicht viel Geld wird machen können. Profit soll hingegen ein service-orientiertes Modell bringen. "Ich bleibe zuversichtlich, dass das das richtige Geschäftsmodell für unsere Branche ist. Linux ist die treibende Kraft und bewirkt, dass sich die Software-Industrie in neue Geschäftsmodelle bewegt: Weg von der Lizenzierung hin zum Service". Nutzern von Ubuntu, egal ob kommerziell oder privat, muss angesichts der noch nicht erreichten schwarzen Zahlen Canonicals nicht der Angstschweiß auf die Stirn treten: Die Ubuntu_Foundation, eine von den kommerziellen Aktivitäten Canonicals unabhängige Stiftung, stellt die langfristige Bereitstellung der Updates sicher, setzt weitere Releases der Distribution fort und bietet Freie_Software weiterhin kostenlos und in hoher Qualität an.
Ikhaya-Artikel: Mark Shuttleworth: Keine Eile mit der Profitabilität Canonicals
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UbuntuFlo
Anmeldungsdatum: 8. Februar 2006
Beiträge: 12317
Wohnort: /home/flo
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Nur um das nochmal deutlich zu machen: Ubuntu wird es weiterhin geben. Auch der Support ist gewährleistet! Ich zitiere mal den Ikhaya-Artikel: Nutzern von Ubuntu, egal ob kommerziell oder privat, muss angesichts der noch nicht erreichten schwarzen Zahlen Canonicals nicht der Angstschweiß auf die Stirn treten: Die Ubuntu_Foundation, eine von den kommerziellen Aktivitäten Canonicals unabhängige Stiftung, stellt die langfristige Bereitstellung der Updates sicher, setzt weitere Releases der Distribution fort und bietet Freie_Software weiterhin kostenlos und in hoher Qualität an.
FLO
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ryiden
Anmeldungsdatum: 2. Juni 2006
Beiträge: 826
Wohnort: Mos Eisley
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Das Vorzeige-Linux schlecht hin wird mit großer Sicherheit nicht einfach so nach fünf Jahren verschwinden. Das schlimmste, was passieren kann ist, dass Canonical von Novell und Co. aufgekauft wird. Doch bevor das passiert, wird Canonical auf ein Geschäftsmodell nach dem Vorbild von Novell und Red Hat umschwenken.
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jps8.x
Anmeldungsdatum: 14. Juni 2008
Beiträge: 18
Wohnort: Niedersachsen
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ryiden schrieb: Das Vorzeige-Linux schlecht hin wird mit großer Sicherheit nicht einfach so nach fünf Jahren verschwinden. Das schlimmste, was passieren kann ist, dass Canonical von Novell und Co. aufgekauft wird. Doch bevor das passiert, wird Canonical auf ein Geschäftsmodell nach dem Vorbild von Novell und Red Hat umschwenken.
**openubuntu** ein wunderschöner Name! , wenn das passieren sollte, werde ich wohl lieber mein Sparbuch plündern 😉 Auch der eine oder andere Konzernriese wird dann wohl einspringen und mehr spenden. [Gedanke /ein] Sollten sie sich auf Debian und Co. eingeschossen haben. [Gedanke /aus]
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ramatan
Anmeldungsdatum: 11. März 2006
Beiträge: 378
Wohnort: Kassel
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Das scheint der Anfang vom Ende zu sein. Solche Versicherungen laufen immer nach dem gleichen Muster ab. Schade.
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TooLazyForName
Anmeldungsdatum: 14. Oktober 2008
Beiträge: 22
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jps8.x schrieb: **openubuntu** ein wunderschöner Name!
Wie wäre es mit "Opubtu"? 😉
, wenn das passieren sollte, werde ich wohl lieber mein Sparbuch plündern 😉 Auch der eine oder andere Konzernriese wird dann wohl einspringen und mehr spenden. [Gedanke /ein] Sollten sie sich auf Debian und Co. eingeschossen haben. [Gedanke /aus]
Ich denke, dass die sich notfalls etwas stärker auf den Support konzentrieren würden und die Entwicklung, die für den Desktop-Bereich sind dann verstärkt von außen kommen. Aber ich denke man sollte aus der News jetzt nicht die Erkenntnis gewinnen "Oh Gott, in 3 Jahren dreht er den Geldhahn zu", so wie einige das hier zu verstehen scheinen. Ich finde die News klingt nämlich sehr positiv. Was er nämlich gesagt hat ist "Ich habe kein Problem damit, dass Canonical nicht kurzfristig profitabel wird. Ich werde das Projekt weiterhin finanzieren, damit wir uns auch weiterhin auf den Desktop-Bereich konzentrieren können. Irgendwann werden schon profitabel." Ich glaube auch nicht, dass er in 3-5 Jahren den Geldhahn zudrehen wird, wenn es dann noch nicht ganz geklappt hat. Er weiß selbst, dass nur eine starke Distri Kunden lockt und das Firmen nicht mal eben ihre Infrastruktur verändern. Das in einer Firma ein OS gewechselt wird, dauert häufig seeeehr lange. Ich habe schon Betriebssysteme angetroffen von denen ich gar nicht wusste, dass es sie noch gibt. Außerdem haben Firmen keine Lust auf eine Distribution aufzuspringen, die es vielleicht in 1 oder 2 Jahren nicht mehr gibt. Ich bin mir also sicher, dass sich über die nächsten Jahre Firmen finden werden, die Ubunutu nutzen und davon werden sicherlich zumindest die kommerziellen Firmen auch Interesse an Support-Verträgen haben. Von daher: abwarten und Tee trinken. Die Diskussion können wir mindestens mal 3-5 Jahre verschieben. Bei Distro-Watch ist Ubuntu übrigens seit 2004 auf Platz 1 (nicht unbedingt jeden Tag - das kann man dort wohl nicht prüfen, aber im Durchschnitt: egal ob man dort 2004, 2005, 2006, 2007 anklickt oder "die letzten 6 Monate", "3 Monate", ...) und sowas habe ich bisher noch nicht erlebt. Auf den Plätzen 2-X wechselt es nämlich ständig, auch wenn einige andere Distris immer oben mitschwimmen. Wenn Ubuntu diese Konstanz so weiterführen kann, dann kann es noch was geben. Und bei Dell war das vorinstallierte Linux ja z.B. auch ein Ubuntu - auf Wunsch vieler Kunden. Und solche Angebote sind auch wichtig für die Verbreitung: Den Leuten Ubuntu genau so unterjubeln wie Windows 😉 Außerdem kann man so auch Probleme mit Treiber etc. ausschalten und das erspart den Anwendern eine Menge Ärger (ich bin im Besitz eine X-Fi, ich weiß wovon ich rede und ich meine nicht Ubuntu, sondern die Vista-64-Treiber *grusel*) und das hilft die Freude über das OS zu steigern. So, genug gelabert... *WegenMorgenEtwasAufgeregtIst*
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encbladexp
Ehemaliger
Anmeldungsdatum: 16. Februar 2007
Beiträge: 17519
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ramatan schrieb: Das scheint der Anfang vom Ende zu sein.
Es ist schon erstaunlich welche Wellen diese Artikel schlagen. Überall haben alle Angst das es Ubuntu demnächst nimmer geben wird. Meine Meinung nach ist das aktuell noch absolut unbegründet sich darüber Gedanken zu machen. Erst wenn Canonical Zahlen vorlegen würde könnte man wirklich sehen wie sich das Geschäft Entwickelt. mfg Betz Stefan
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Master_eD
Anmeldungsdatum: 11. Oktober 2007
Beiträge: 247
Wohnort: Bremen
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der Mark ist Multimillionär der hatte doch damals zum ende dieser dot com Blade mehrer hundert Millionen Euro gemacht. ich finde es schön das er des wegen geduldig viel geld in allen rein pumpt.
was aber fehlt ist das man sein Ubuntu im Laden kaufen kann, so wie es be RedHat und Suse der Fall ist. klein vieh macht auch mist
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ramatan
Anmeldungsdatum: 11. März 2006
Beiträge: 378
Wohnort: Kassel
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encbladexp schrieb: Meine Meinung nach ist das aktuell noch absolut unbegründet sich darüber Gedanken zu machen.
Wenn das Ausgeben von Geld das Einnehmen von Geld auf lange Sicht überwiegt, ist das Ende absehbar. Die Erklärungen Shuttleworth's gleichen vielen anderen Erklärungen, die begründen, warum man zur Zeit kein Geld verdient.
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jesus
Anmeldungsdatum: 2. Januar 2007
Beiträge: 104
Wohnort: Barchfeld
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ich werde nie verstehen das leute unbedingt geld für etwas ausgeben wollen was es auch umsonst gibt.
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Turicon
Anmeldungsdatum: 21. März 2007
Beiträge: 800
Wohnort: Tscherkassy, Ukraine
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Nun, was Ubuntu im Laden angeht, so habe ich erst am Samstag im allseits bekannten M-Markt Ubuntu im Regal stehen sehen. Schön eingereiht neben Suse und Vista. Kostet 39 Euro mit Handbuch und wie vielfach geäußert/gewünscht in bunter Pappschachtel. Ich sag Euch, ich würde es sofort kaufen, wenn ich wüsste, dass auch Canonical etwas davon hat, was ich aber bezweifle. Lasse mich natürlich gerne vom Gegenteil überzeugen! LG, turicon Edit: jesus schrieb: ich werde nie verstehen das leute unbedingt geld für etwas ausgeben wollen was es auch umsonst gibt.
und ich zitiere Deine Signatur: von windows enttäuschter linux-neuling Du hast die falsche Einstellung. Es gibt jede Menge User, die gerne bereit sind, für ein gutes OpenSource-Produkt auch Geld zu zahlen, damit die Entwicklung weitergehen kann.
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Grummler
Anmeldungsdatum: 21. November 2007
Beiträge: 92
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jesus schrieb: ich werde nie verstehen das leute unbedingt geld für etwas ausgeben wollen was es auch umsonst gibt.
Damit es auch weiterhin in der gewohnten Qualität zu Verfügung steht ? Für professionellen Support ? Aus Dankbarkeit ?
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